ERP für Handwerk – Aufträge, Baustellen und Service
Ein ERP für Handwerk bündelt Angebot, Auftrag, Baustelle, Material und Servicegeschäft in einem System. Moderne Handwerker-ERPs ersetzen heute eine Mischung aus Branchenpaketen, Excel und Insellösungen.
Anforderungen
Handwerksbetriebe arbeiten projekt- und auftragsorientiert, häufig parallel an vielen kleinen Vorgängen mit hohem Materialanteil. Mobile Erfassung von Zeiten, Material und Aufträgen ist heute Standard.
Funktionen
- Angebots- und Auftragswesen mit Aufmaß und Nachträgen
- Baustellen- und Projektmanagement mit Stunden, Material und Geräten
- Mobile Lösungen für Monteure: Zeit, Material, Foto, Unterschrift
- Service- und Wartungsmanagement mit Anlagenakten
- Materialwirtschaft inklusive Datanorm-Import
- Schnittstellen zu Buchhaltung, CAD und ZUGFeRD/E-Rechnung
Wichtige ERP-Anbieter im DACH-Raum
Im deutschsprachigen Markt haben sich folgende ERP-Lösungen etabliert:
- Sage 100 – klassischer Handwerk-ERP-Dauerläufer.
- Lexware Warenwirtschaft – Einstieg für Kleinbetriebe.
- Microsoft Dynamics 365 Business Central – Cloud-Lösung für mittelgroße Handwerksbetriebe.
- Sage 50 Connected – Einsteiger-WaWi mit DATEV.
- SelectLine – etabliert in Handwerk und Mittelstand.
Typische Funktionen
Ein modernes ERP für diese Branche bietet typischerweise:
- Auftrags- und Projektmanagement mit Aufmaß und Nachkalkulation
- Mobile Servicetechniker-App mit Offline-Fähigkeit
- Materialwirtschaft mit Baustoff- und Werkzeugverwaltung
- Stundenrückmeldung aus dem Außeneinsatz
- DATEV-Schnittstelle für klassische Handwerksbuchhaltung
- VOB- und HOAI-konforme Abrechnung
Markttrends 2026
Aktuelle Trends, die ERP-Anwender in dieser Branche kennen sollten:
- Mobile-First-Apps für Außendiensttechniker mit Offline-Sync
- Servicewartungs-Verträge als wachsendes Recurring-Geschäft
- Foto-Aufmaß per Smartphone mit ML-gestützter Vermessung
- E-Rechnungspflicht 2025 auch für Handwerksbetriebe
Auswahlkriterien für ein Branchen-ERP
Bei der Auswahl eines passenden ERP-Systems sollten Sie diese Kriterien gewichten:
- Branchenfit für Bau, SHK, Elektro, Maler, Schreinerei oder andere Gewerke
- Mobile-App-Tauglichkeit für Außendienst
- VOB-/HOAI-Abrechnung
- DATEV-Schnittstelle
- Geringe Implementierungskomplexität
- Skalierbarkeit von 1 bis 50 Mitarbeitern
Eine strukturierte Auswahlmethodik finden Sie in unserem Leitfaden ERP-Auswahl in 7 Schritten sowie in der Lastenheft-Anleitung. Eine neutrale Auswahlbegleitung reduziert das Risiko.
Häufige Fragen
- Was kostet ein Handwerks-ERP?
Realistische Implementierungskosten liegen im Mittelstand zwischen 250.000 und 1,2 Mio EUR, abhängig von Anwenderzahl, Branchen-Spezifika und Cloud-/On-Premise-Strategie. Mehr in unserem Leitfaden ERP-Kosten.
- Cloud oder On-Premise?
Beide Modelle sind verbreitet. Cloud gewinnt bei kleineren und mittleren Anwendungen, On-Premise bleibt bei sehr individueller Anpassung erste Wahl. Mehr unter Cloud vs On-Premise.
- Wie lange dauert eine Einführung?
Realistisch 12 bis 24 Monate für mittelständische Implementierungen, in Multi-Site-Konzern-Projekten auch 3 bis 5 Jahre. Eine Implementierungs-Checkliste finden Sie unter ERP-Implementierungs-Checkliste.
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