Cloud-ERP vs On-Premise: Architekturen, Kosten und Auswahl-Hilfe
Die Entscheidung Cloud-ERP vs On-Premise ist eine der wichtigsten in jedem ERP-Projekt. Sie hat Auswirkungen auf Kosten, Sicherheit, Skalierbarkeit und Customizing über die nächsten 7-10 Jahre. Dieser Vergleich zeigt die Unterschiede systematisch und gibt anbieter-neutrale Empfehlungen je nach Unternehmenstyp.
Cloud-ERP vs. On-Premise — Vergleichs-Matrix, TCO und Entscheidungs-Kriterien · Quelle: erp-software.org Redaktion
Die drei Hauptmodelle im Überblick
Modell
Eigenschaft
Beispiele
On-Premise
Installation auf eigenen Servern, eigene IT verwaltet
Cloud-ERP liegt typischerweise 15-20% unter On-Premise im 5-Jahres-Horizont. Bei 7-10 Jahren kann sich das umdrehen — On-Premise-Lizenzen sind "einmalig", Cloud-Lizenzen kumulieren.
Vor- und Nachteile im Detail
Cloud-ERP — Vorteile
Niedrige Initial-Kosten: kein 6-stelliges Lizenz-Investment
Im 5-Jahres-Horizont ist Cloud-ERP meist 15-20% günstiger. Bei 7-10 Jahren kann sich das umdrehen wegen kumulierter Cloud-Lizenzen. Realistische TCO-Rechnung beim Anbieter einholen.
Ist Cloud-ERP DSGVO-konform?
Wenn der Anbieter EU-Server (idealerweise Deutschland) und einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) anbietet, ja. Bei US-Anbietern ist das Standard Contractual Clauses + Schrems-II-Risiko zu prüfen.
Bei US-Cloud-Anbietern bleibt nach dem Schrems-II-Urteil eine rechtliche Restunsicherheit, weshalb für sensible Daten EU-Hosting empfohlen wird.
Kann ich später von Cloud zu On-Premise wechseln?
Theoretisch ja, praktisch sehr aufwendig. Daten-Export aus SaaS oft eingeschränkt. Wer langfristig On-Premise will, sollte direkt damit starten.