SilverERP: Cloud-ERP aus Deutschland für Handel und Produktion
| Hersteller | yQ-os GmbH & Co. KG |
|---|---|
| Kategorie | KMU & Kleinunternehmen |
| Marktposition | Tier 2 — solide Präsenz im Mittelstand |
| Bereitstellungs-Modell | Meist Cloud, einzelne On-Premises-Optionen |
| Typische Zielgröße | Kleinst- bis Kleinunternehmen (1–50 Mitarbeiter) |
| Hersteller-Webseite | www.silvererp.com |
SilverERP ist ein in Deutschland entwickeltes, cloudfähiges ERP-System, das gezielt für wachsende kleine und mittlere Unternehmen aus Handel und Produktion konzipiert ist. Hinter dem Produkt stehen die yQ-it GmbH und die yQ-os GmbH & Co. KG mit Sitz in Berlin, deren Wurzeln im ERP-Geschäft bis ins Jahr 1988 zurückreichen. Während sich die yQ-it GmbH auf die kontinuierliche Produktentwicklung konzentriert, übernimmt die 2020 gegründete yQ-os GmbH & Co. KG die Betreuung der Bestandskunden mit Beratung, Support und Anwenderbetreuung. Damit verfolgt SilverERP eine konsequente Trennung von Entwicklung und Service, die Anwendern stabile Ansprechpartner und planbare Release-Zyklen verspricht. Charakteristisch für SilverERP ist die Kombination aus moderner Cloud-Architektur, Branchentiefe in Handel und Produktion sowie monatlichen Updates, die das System ohne Migrationsaufwand laufend aktualisieren. Das Hosting erfolgt in einem ISO-27001-zertifizierten deutschen Rechenzentrum; alternativ kann das System auch auf eigenen Servern betrieben werden. Mit dem Label „Software Made in Germany“ positioniert sich SilverERP klar als deutscher Mittelstandsanbieter mit DACH-Fokus.
Funktionsumfang
Der Funktionsumfang von SilverERP umfasst alle wesentlichen Bereiche eines integrierten ERP-Systems. In der Warenwirtschaft stehen Stammdatenverwaltung, Einkauf, Verkauf, Lagerverwaltung mit Mehrlager-Unterstützung, Inventur, Chargen- und Seriennummern sowie ein integriertes Warehouse-Management-System mit mobiler Datenerfassung zur Verfügung. Das CRM-Modul deckt Interessenten, Kunden, Aktivitäten, Angebote, Aufträge sowie Beschwerden und Reklamationen ab. Im Finanzbereich bietet SilverERP Rechnungsstellung, OP-Verwaltung, Mahnwesen, Bankabgleich, eine integrierte Fibu-Schnittstelle sowie eine DATEV-Anbindung für Steuerberater. Produzierende Unternehmen nutzen Module für Stücklisten, Produktionsaufträge, Materialbedarfsplanung sowie eine Variantenkonfiguration. Ergänzend stehen ein Dokumenten-Management-System, eine Projekt- und Zeitwirtschaft, ein Urlaubs- und Abwesenheitsmodul, ein Reklamationsmanagement, eine integrierte Versandschnittstelle für DHL, UPS und weitere Carrier sowie ein E-Commerce-Modul mit Webshop-Anbindung zur Verfügung. Branchenspezifisch werden zudem Lösungen für Holzhandel und Baumaterialien, Chemie und Pharma, Maschinenbau, Elektronik sowie Mode und Lifestyle angeboten. Über offene Schnittstellen lassen sich Onlineshops, Marktplätze, Banking-Systeme und Lieferantenportale anbinden.
Zielgruppe und Branchen
SilverERP richtet sich an wachsende mittelständische Unternehmen mit typischerweise 10 bis 250 Mitarbeitenden, die ein Cloud-ERP mit Branchentiefe und kalkulierbaren Kosten suchen. Der Branchenfokus liegt eindeutig auf Handel und Produktion: Großhandel, technischer Handel, Holz- und Baumaterialien, Chemie und Pharma, Elektronik, Maschinenbau sowie Mode und Lifestyle gehören zu den klassischen Anwenderbranchen. Auch Startups und schnell wachsende E-Commerce-Unternehmen, die bereits über das reine Webshop-Stadium hinausgewachsen sind und ein integriertes Backoffice benötigen, finden in SilverERP einen Partner. Die Software unterstützt Mehrsprachigkeit, Mehrwährungsfähigkeit und mehrere Mandanten und eignet sich daher auch für international tätige Mittelständler. Im DACH-Raum profitieren Anwender von einer vollständigen Lokalisierung mit DATEV-Schnittstelle, GoBD-konformer Belegverarbeitung sowie Unterstützung des deutschen Steuerrechts. Für Großkonzerne mit komplexen Konsolidierungsanforderungen oder reine Mikrobetriebe ist SilverERP funktional weniger passend.
Technologie und Bereitstellung
SilverERP basiert auf einem proprietären Framework, das speziell für Cloud-Betrieb und browserbasierten Zugriff entwickelt wurde. Die Datenübertragung ist durchgängig SSL-verschlüsselt; das Hosting erfolgt in einem ISO-27001-zertifizierten deutschen Rechenzentrum. Anwender greifen über einen Webbrowser auf das System zu, ohne lokale Installation. Mobile Endgeräte werden über ein responsives UI sowie spezielle Lager-Apps unterstützt. Zwei Bereitstellungsoptionen stehen zur Verfügung. Erstens die SaaS-Variante, die als Managed Service vom Hersteller betrieben wird und automatische Updates, Backups und Skalierung umfasst. Zweitens eine On-Premises-Variante, bei der Unternehmen das System auf eigenen Servern betreiben. Updates werden monatlich ausgerollt, sodass neue Funktionen und Sicherheitsfixes laufend verfügbar sind. Über offene REST-APIs, EDI- und Webshop-Schnittstellen lassen sich Drittsysteme wie Shopware, Shopify, Amazon, eBay sowie Banking- und Logistik-Plattformen anbinden. Auch Schnittstellen zu DATEV, Outlook, Microsoft Office und gängigen DMS-Systemen sind enthalten.
Stärken und Schwächen
Zu den größten Stärken von SilverERP zählt die Kombination aus Cloud-Bereitstellung, deutscher Hosting- und Datenschutzbasis sowie ausgeprägter Branchenfokussierung auf Handel und Produktion. Das monatliche Update-Modell gewährleistet kontinuierliche Weiterentwicklung ohne aufwendige Migrationen, und die nutzungsbasierte Preisgestaltung erlaubt einen schrittweisen Einstieg. Auch die spezialisierten Branchenpakete, etwa für den Holzhandel oder die Chemiebranche, sind ein klarer Pluspunkt für KMU mit speziellen Anforderungen. Die concurrent-user-Lizenzierung kann gegenüber namensgebundenen Modellen Kostenvorteile bringen. Demgegenüber stehen typische Schwächen kleinerer Mittelstandsanbieter: Das Partnernetz ist überschaubar, die internationale Verbreitung begrenzt. Die Bedienoberfläche ist funktional, wirkt im Vergleich zu globalen Cloud-Suiten jedoch klassischer. Für Unternehmen mit Bedarf an stark globalisierten Konsolidierungsfunktionen oder umfangreichen branchenfremden Modulen kann der Funktionsumfang an Grenzen stoßen. Auch die Lock-in-Gefahr durch das proprietäre Framework sollte bei strategischen Entscheidungen berücksichtigt werden.
Preise und Lizenzmodell
SilverERP wird als nutzerbasiertes Abomodell mit Concurrent-User-Lizenzierung angeboten. Die Tarife sind nach Funktionspaketen gestaffelt: Der Starter-Tarif beginnt laut Anbieter bei rund 39 Euro pro Anwender und Monat, das Commerce-Paket bei rund 65 Euro und das Production-Paket ab rund 91 Euro. Für branchenspezifische Speziallösungen werden zusätzliche Pakete angeboten, die typischerweise im Bereich von 65 bis 120 Euro pro Anwender liegen. Hinzu kommen Implementierungs-, Schulungs- und Anpassungskosten, die projektabhängig kalkuliert werden. Die Hosting-Gebühren sind in der Cloud-Variante enthalten. Für eine On-Premises-Implementierung fallen einmalige Lizenzgebühren sowie laufende Wartungsbeiträge an. Insgesamt positioniert sich SilverERP im mittleren Preissegment des deutschen ERP-Marktes – über reinen Open-Source-Lösungen, aber unterhalb klassischer großer SaaS-Suiten.
Implementierung und Service-Modell
SilverERP verfolgt ein klar strukturiertes Implementierungsmodell, in dem die yQ-os GmbH & Co. KG sowohl die initiale Einführung als auch die laufende Anwenderbetreuung übernimmt. Standard-Implementierungen beginnen typischerweise mit Workshops zur Aufnahme der Geschäftsprozesse, gefolgt von Datenmigrationen aus Bestandssystemen, Customizing der Bedienoberflächen über die ActiveSkin-Technologie sowie Schulung der Key-User. Der modulare Aufbau erlaubt einen schrittweisen Rollout, etwa zunächst in der Warenwirtschaft, anschließend in Lager, Onlineshop und Produktion. Charakteristisch ist die enge Verzahnung von Entwicklung und Service: Da yQ-it für die Produktentwicklung und yQ-os für den operativen Kundenkontakt zuständig ist, fließen Anwenderwünsche systematisch in den Produktroadmap-Prozess ein. Die monatlichen Updates senken die Migrationskosten gegenüber klassischen Major-Releases erheblich. Anwender haben damit dauerhaft Zugriff auf neue Funktionen, ohne aufwendige Versionswechsel durchführen zu müssen. Hinzu kommen Schulungsangebote, ein Online-Helpdesk und individueller Telefon-Support. Für Branchen wie Holzhandel, Chemie oder Maschinenbau existieren vorkonfigurierte Branchenpakete, die typische Prozesse, Dokumentvorlagen und Auswertungen direkt mitliefern. Damit reduziert sich der individuelle Anpassungsaufwand und die Time-to-Value für mittelständische Anwender erheblich, was SilverERP gegenüber generischen Standard-Suiten einen Vorteil verschafft.
Preise und Kostenrahmen für SilverERP
Realistische Kostenbandbreiten in der Kategorie Kmu für ein typisches Mittelstands-Setup mit 50 Anwendern. Konkrete Preise sind beim Anbieter direkt zu erfragen.
| Kostenposition | Bandbreite |
|---|---|
| Cloud-Lizenz pro Jahr | 3.000 € – 25.000 € |
| On-Premise Lizenz (einmalig) | 15.000 € – 80.000 € |
| Implementierung (einmalig) | 10.000 € – 50.000 € |
| 5-Jahres-TCO | 40.000 € – 200.000 € |
Bereitstellungs-Optionen: Cloud meist Standard, On-Premise möglich. Mehr zu Bereitstellungsmodellen: Cloud-ERP vs On-Premise. Detaillierte Kostenstruktur: ERP-Kosten-Übersicht.
Stärken und Schwächen von SilverERP
Bewertung typischer Vor- und Nachteile in der Kategorie Kmu. Diese Einschätzungen sind generisch — die Eignung im konkreten Fall hängt von Branche und Größe ab.
Stärken
- Niedriger Einstieg ab ca. 30-100 EUR/Anwender/Monat
- Schnelle Time-to-Value (Cloud oft in 4-8 Wochen produktiv)
- Out-of-the-Box-Funktionalität für Standard-Prozesse
- Hohe DATEV-Anbindung für DACH-Buchhaltung
Mögliche Schwächen
- Begrenzte Customizing-Möglichkeiten für Sonderprozesse
- Skalierungs-Grenzen ab ~200-500 Anwendern
- Fehlende Module für Produktion oder spezialisierte Branchen
Fazit
SilverERP ist ein ausgereiftes deutsches Cloud-ERP mit klarer Spezialisierung auf wachsende KMU aus Handel und Produktion. Die Kombination aus modernem SaaS-Modell, deutschem Hosting, monatlichen Updates und spezialisierten Branchenpaketen macht das System zu einer interessanten Alternative zu großen internationalen Cloud-Suiten oder klassischen On-Premises-Lösungen. Wer eine cloudbasierte ERP-Lösung Made in Germany mit klarer Mittelstands-DNA sucht, findet in SilverERP einen passenden Kandidaten. Für sehr große, global agierende Unternehmen oder reine Konzernumgebungen ist die Lösung jedoch funktional weniger geeignet.
Hersteller-Homepage von SilverERP
Aktuelle Ansicht der Webseite https://www.silvererp.com/

Bewertungen für SilverERP
Bisher liegen keine veröffentlichten Bewertungen für SilverERP auf erp-software.org vor.
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Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Einführung von SilverERP?
Eine ERP-Implementation dauert je nach Komplexität 3 bis 18 Monate. Cloud-Lösungen sind oft in 4–12 Wochen produktiv, klassische Mittelstands-ERPs benötigen 6–12 Monate für Anforderungsanalyse, Customizing, Datenmigration und Schulung. Mehr unter ERP-Implementierung.
Wie sicher ist SilverERP im Hinblick auf Datenschutz?
Bei Cloud-ERPs sind Server-Standort (idealerweise EU/DE), Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und BSI-C5- oder ISO-27001-Zertifizierungen zentrale Kriterien. Die DSGVO-Konformität sollte vom Anbieter explizit dokumentiert sein.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Wie wird SilverERP weiterentwickelt?
Cloud-ERPs erhalten typisch monatliche bis vierteljährliche Releases automatisch. On-Premise-ERPs haben jährliche Major-Releases mit aktiver Patch-Pflege. Release-Notes und Roadmap sind beim Hersteller einsehbar.
Was passiert mit meinen Daten wenn ich SilverERP kündige?
Bei Cloud-ERPs garantiert ein guter Anbieter Daten-Export im offenen Format (CSV, JSON, SQL-Dump). Im Vertrag sollte Datenrückgabe-Pflicht, Lösch-Frist und Format ausdrücklich geregelt sein.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Welche Support-SLAs bietet SilverERP?
Standard-Support deckt meist Werktag 8–18 Uhr mit ~4h Reaktionszeit. Premium-/24x7-SLAs sind aufpreispflichtig. Bei Cloud-Anbietern sind Verfügbarkeits-SLAs (z. B. 99,9%) wichtig — Vertrag prüfen!
