Verwandter Begriff: ZUGFERD – Definition und Praxis-Beispiel im Glossar.
Häufig gestellte Fragen
Welche Daten werden zwischen ERP und Lexware synchronisiert?
Typisch synchronisiert werden Stammdaten (Kontakte, Firmen, Produkte) sowie Bewegungsdaten (Aufträge, Rechnungen, Zahlungen). Welche Felder konkret übertragen werden, hängt vom gewählten Connector und dem Master-System ab. In den meisten Setups ist das ERP die Quelle für Finanz-Daten und Produkt-Stammdaten, Lexware hingegen für Vertriebs- oder Operations-Daten. Eine saubere Feld-Mapping-Tabelle sollte vor dem Go-Live dokumentiert sein.
Wie wird die Sync-Frequenz typisch konfiguriert?
Übliche Frequenzen sind Echtzeit (Webhook-basiert), 5-15-Minuten-Intervalle (Polling) oder nächtliche Batches. Echtzeit ist State-of-the-Art für Vertriebs-Cases, Batches reichen für Reporting-Daten. Die Wahl hängt vom Geschäftsprozess und der API-Last beider Seiten ab. Bei Lexware sollten API-Rate-Limits frühzeitig geprüft werden — Überschreitungen führen sonst zu Daten-Lücken.
Welche Schnittstellen-Optionen gibt es für die Lexware-Integration?
Es existieren drei typische Wege: native Connectoren des ERP- oder Lexware-Anbieters, iPaaS-Plattformen (Workato, Make, Zapier, Celigo) oder individuelle REST/SOAP-Integrationen. Native Connectoren sind am schnellsten, iPaaS bietet die meiste Flexibilität, Custom-Integrationen passen sich an Sonderfälle an. Welche Variante optimal ist, hängt von Volumen, Komplexität und Budget ab — siehe Schnittstellen-Übersicht. Eine technische Vor-Analyse spart später viel Aufwand.
Was ist das Master-System bei einer Lexware-Anbindung?
Das Master-System hält die führende Wahrheit für ein Datenobjekt. Für Finanz- und Buchhaltungs-Daten ist üblicherweise das ERP der Master, für Vertriebs- und Marketing-Daten oft Lexware. Diese Festlegung sollte schriftlich pro Datenobjekt erfolgen, sonst entstehen Inkonsistenzen bei bidirektionaler Synchronisation. Ein dokumentiertes Mapping ist auch wichtig für die GoBD-konforme Nachvollziehbarkeit.
Welche typischen Fehlerquellen sollten geplant werden?
Klassische Fehler sind nicht-gemappte Pflichtfelder, abweichende Format-Standards (Datum, Währung, Steuersätze) und fehlende Konflikt-Auflösung bei bidirektionalem Sync. Ebenso kritisch sind API-Limits, Token-Ablauf und unstrukturiertes Error-Handling. Eine produktive Integration braucht Monitoring, Alerting und einen klaren Reprocessing-Pfad bei Fehlern. Bei der Lexware-Anbindung empfiehlt sich ein dezidierter Test-Mandant in beiden Systemen.

