SEPA – einheitlicher europäischer Zahlungsverkehr
SEPA (Single Euro Payments Area) standardisiert seit 2014 den Zahlungsverkehr in der Eurozone. Im ERP umgesetzt mit XML-Format pain.001 (Überweisung) und pain.008 (Lastschrift). Praktisch jedes ERP unterstützt SEPA nativ.
SEPA-Verfahren
- SEPA-Überweisung (SCT) — Standard-Zahlung
- SEPA-Echtzeitüberweisung (SCT Inst) — sekundenschnell, ab 2024 verpflichtend für Banken
- SEPA-Lastschrift Core (SDD Core) — für Privat-/Geschäftskunden
- SEPA-Lastschrift B2B (SDD B2B) — nur für Geschäftskunden, kein Rückrufrecht
Mandate und Pre-Notification
Vor jeder Lastschrift muss ein gültiges SEPA-Mandat vom Zahler vorliegen, mit eindeutiger Mandats-ID. Eine Pre-Notification (mind. 14 Tage vor Einzug) ist Pflicht. Das ERP verwaltet Mandate und löst Notifications automatisch aus.
EBICS und SEPA
Der Zahlungsverkehr zur Bank läuft meist über EBICS (Electronic Banking Internet Communication Standard). Das ERP erstellt SEPA-XML, signiert sie und überträgt per EBICS an die Bank.
Häufige Fragen
- Sind SEPA-Echtzeitüberweisungen Standard?
Ab Januar 2025 müssen alle EU-Banken SCT Inst empfangen können, ab Oktober 2025 auch versenden. ERP-seitig ist die Unterstützung in modernen Releases enthalten.
- Was ist eine Mandats-ID?
Eine eindeutige Kennung pro Lastschriftmandat zwischen Zahlungsempfänger und Zahler. Wird im SEPA-XML referenziert.
