Poly.ERP ist eine spezialisierte ERP-Lösung der Kirchhoff Datensysteme Software GmbH & Co. KG aus Erfurt und richtet sich exklusiv an mittelständische Kunststoffhersteller, insbesondere an Compoundierer, Masterbatcher und Recycler. Anders als generische ERP-Systeme wurde Poly.ERP gemeinsam mit einem Kunststoffhersteller entwickelt, der jährlich rund 150.000 Tonnen produziert, und bildet die Besonderheiten rezepturbasierter Produktion umfassend ab. Damit positioniert sich der Hersteller als Branchen-Experte und grenzt sich klar von Standard-Plattformen ab, die diese Anforderungen nur teilweise abdecken. Poly.ERP integriert die typischen Geschäftsbereiche eines Kunststoffunternehmens, von der Rezepturentwicklung über Beschaffung, Produktion und Qualitätssicherung bis hin zu Vertrieb und Reporting, in einer einheitlichen Datenbasis. Die Lösung wird im DACH-Raum eingesetzt und richtet sich an Unternehmen, für die rezepturbasierte Fertigung, Materialklassifizierung und exakte Chargenrückverfolgung zentrale Erfolgsfaktoren sind. Die Branchenspezialisierung und der enge Praxisbezug machen Poly.ERP zu einer der wenigen wirklich passgenauen Lösungen für die Kunststoffindustrie.
Funktionsumfang
Der Funktionsumfang von Poly.ERP ist klar auf die rezepturbasierte Kunststoffproduktion ausgerichtet. Im Mittelpunkt steht die Rezepturverwaltung mit Grund-, Produktions-, Kunden- und Kalkulationsrezepten, die eine differenzierte Sicht auf Materialien, Aufschläge und Sonderkonditionen erlaubt. Ergänzt wird dies durch ein integriertes Qualitätsmanagement, das Prüfvorschriften, Prüfprotokolle und Reklamationsbearbeitung in den Produktionsfluss einbindet. Die Produktionsplanung nutzt eine grafische Plantafel, die Reihenfolgen, Rüstzeiten und Maschinenbelegung optimiert und damit die Effizienz steigert. Im Bereich Materialwirtschaft und Logistik unterstützt Poly.ERP die Verwaltung von BigBags, Silos, Oktabins und Ballenware ebenso wie barcode- und scannergestützte Lagerprozesse. Funktionen für mehrstufige Lagerbewertung, Kundenkonsignationsbestände und Chargenrückverfolgung sind ebenfalls Standard. Auf der Vertriebsseite stehen Angebots- und Auftragsmanagement, kundenindividuelle Preisstrukturen und automatisierte Preisaktualisierungen über Regelwerke zur Verfügung. Hinzu kommen Module für Einkauf, Disposition, Finanzbuchhaltung, Controlling und ein konfigurierbares Reporting. Über mobile Apps und Schnittstellen werden Maschinen-, Wäge- und Laborsysteme angebunden, sodass Produktions- und Qualitätsdaten direkt im ERP verfügbar sind. Mehr Details zu vergleichbaren Branchen-ERP-Konzepten erleichtern die Einordnung.
Zielgruppe und Branchen
Poly.ERP richtet sich an mittelständische Kunststoffunternehmen mit etwa 30 bis mehreren hundert Mitarbeitenden, die in der Compoundierung, Masterbatch-Herstellung, Kunststoffaufbereitung oder im Kunststoffrecycling tätig sind. Auch Hersteller technischer Compounds, Polymerblends, Additive und Konzentrate gehören zur Zielgruppe. Typische Anwender produzieren auf Basis komplexer Rezepturen mit hohen Anforderungen an Qualitätssicherung, Chargenverfolgung und Materialdokumentation. Referenzkunden wie Polymer-Chemie, Polyblend oder TechnoCompound zeigen, dass Poly.ERP in unterschiedlichen Segmenten der Kunststoffverarbeitung etabliert ist. Auch Unternehmen mit angrenzenden Anforderungen, etwa in der chemischen Industrie oder im Bereich Spezialklebstoffe und Beschichtungen, lassen sich mit dem System abbilden. Im Vergleich zu generischen ERP-Plattformen entfällt durch die Branchenfokussierung ein erheblicher Teil des Customizings, wodurch Einführungsprojekte schlanker werden.
Technologie und Bereitstellung
Technologisch basiert Poly.ERP auf einer Client-Server-Architektur mit Microsoft-SQL-Server-Datenbank und ist für Windows-Server- und Client-Umgebungen optimiert. Die Lösung wird sowohl On-Premise als auch als SaaS-Variante in der Cloud angeboten, sodass Unternehmen ihr bevorzugtes Betriebsmodell wählen können. Mobile Funktionen für Lager und Produktion sind über iOS- und Android-Apps verfügbar, die mit dem zentralen ERP-Server synchronisiert werden. Über offene Schnittstellen lassen sich Maschinensteuerungen, Waagen, Laborsysteme, EDI-Plattformen und Buchhaltungstools wie DATEV anbinden. Sprachlich werden Deutsch und Englisch unterstützt, was den Einsatz in international tätigen Mittelständlern erlaubt. Updates werden zentral durch den Hersteller bereitgestellt; Anpassungen an branchenspezifischen Sonderprozessen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit dem Hersteller, der gleichzeitig Implementierungspartner ist.
Stärken und Schwächen
Die größten Stärken von Poly.ERP liegen in der konsequenten Branchenausrichtung. Anwender erhalten ein ERP-System, in dem rezepturbasierte Produktion, Compoundierung und Qualitätsmanagement nicht nachträglich modelliert werden müssen, sondern Standardumfang sind. Die Praxisnähe durch die gemeinsame Entwicklung mit einem produzierenden Kunststoffhersteller, die ausgeprägten Funktionen für Materialwirtschaft und Lager sowie die durchgängige Chargenrückverfolgung sind klare Vorteile. Auch der direkte Hersteller-Support und kurze Entscheidungswege werden von Anwendern positiv bewertet. Schwächen ergeben sich vor allem aus der starken Fokussierung: Für Unternehmen außerhalb der Kunststoffbranche ist Poly.ERP weder positioniert noch sinnvoll einsetzbar. Das Partnerumfeld ist klein, vergleichbare Lösungen mit ähnlicher Tiefe sind selten, was den Wettbewerb begrenzt, aber auch das Marktumfeld überschaubar hält. Funktionen wie integriertes E-Commerce, klassisches CRM oder umfangreiche HR-Module sind weniger ausgeprägt und werden bei Bedarf über Drittsysteme abgedeckt.
Preise und Lizenzmodell
Poly.ERP wird projektbezogen lizenziert. Es gibt klassische Kauflizenzen für On-Premise-Installationen sowie Subskriptionsmodelle für die Cloud-Bereitstellung. Die konkreten Preise hängen von Anwenderzahl, gewählten Modulen, Schnittstellen und Implementierungsumfang ab und werden auf Anfrage individuell kalkuliert. Hinzu kommen Wartungsgebühren, Schulungs- und Customizing-Aufwände. In der Regel ist mit Total-Cost-of-Ownership-Werten zu rechnen, die unter denen großer Plattformen liegen, da Branchenanpassungen weitgehend entfallen.
Preise und Kostenrahmen für Poly.ERP
Realistische Kostenbandbreiten in der Kategorie Branchen Erp für ein typisches Mittelstands-Setup mit 50 Anwendern. Konkrete Preise sind beim Anbieter direkt zu erfragen.
Bewertung typischer Vor- und Nachteile in der Kategorie Branchen Erp. Diese Einschätzungen sind generisch — die Eignung im konkreten Fall hängt von Branche und Größe ab.
Stärken
Branchentypische Stamm- und Bewegungsdaten ab Werk
Compliance-konforme Module für regulierte Branchen
Innovationszyklen oft langsamer als bei Universal-Lösungen
Branchenfremde Erweiterungen oft schwierig zu integrieren
Fazit
Poly.ERP ist eine hochspezialisierte Branchenlösung, die für mittelständische Kunststoffhersteller, Compoundierer und Recycler eine sehr passgenaue ERP-Basis bietet. Wer rezepturbasierte Produktion, präzise Qualitätssicherung und klare Chargenrückverfolgung benötigt, findet in Poly.ERP eines der wenigen Systeme mit echter Branchenexpertise. Für Unternehmen außerhalb der Kunststoffindustrie ist die Lösung dagegen nicht relevant. Innerhalb der Zielbranche zählt Poly.ERP zu den ausgereiftesten Spezialplattformen im DACH-Raum.
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Häufig gestellte Fragen
Welche Module bietet Poly.ERP?
Typischerweise umfasst Poly.ERP Module für Finanzbuchhaltung, Auftragswesen, Lager, Einkauf und Stammdaten. Branchenspezifische Erweiterungen (PPS, CRM, DMS) sind oft optional — den genauen Funktionsumfang zeigt das Anbieterprofil oben.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Welche Hardware-Anforderungen hat Poly.ERP?
Bei Cloud-Bereitstellung reichen moderne Browser. Für On-Premise-Installationen variieren Server-Anforderungen je nach Anwenderzahl und Belegvolumen — der Hersteller stellt detaillierte System-Anforderungen bereit, oft mit empfohlenen Konfigurationen für 25, 50, 100 oder 250 Anwender.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Wie funktioniert die Datenmigration von einem alten ERP zu Poly.ERP?
Datenmigration läuft typisch in 3 Phasen: Mapping (alt vs neu Datenmodell), Bereinigung (Duplikate, Stammdaten-Qualität), Test-Migration mit Validierung. Spezialisierte Migrations-Dienstleister: ERP-Integrations-Anbieter.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Wie teuer ist die jährliche Wartung bei Poly.ERP?
On-Premise-Wartung liegt typisch bei 18–22% der Lizenzkosten p.a. (umfasst Updates, Hotfixes, Telefon-Support). Cloud-ERPs haben Wartung im Subscription-Preis enthalten — kein separater Wartungsvertrag.
Welche bekannten Referenzkunden hat Poly.ERP?
Referenzkunden listet der Hersteller meist auf der eigenen Webseite — bei spezialisierten Branchen-ERPs sind 10–50 Vorzeige-Kunden gut bekannt. Branchen-spezifische Referenzen sollten vor der Auswahl konkret angefragt werden.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.