PPS – Produktionsplanungs- und -steuerungssystem
Ein PPS-System (Produktionsplanungs- und -steuerungssystem) ist eine Software zur termin-, mengen- und kapazitätsbezogenen Planung und Steuerung von Produktionsprozessen, typischerweise eingebettet in oder gekoppelt an ein ERP-System.
PPS-Systeme entstanden in den 1980er Jahren als eigenständige Lösungsklasse zur Umsetzung der MRP- und MRP II-Logiken. Sie umfassen Funktionen wie Produktionsprogrammplanung, Materialbedarfs- und Terminplanung, Kapazitätsabgleich, Auftragsfreigabe, Werkstattsteuerung und Rückmeldewesen.
In modernen ERP-Suiten ist die PPS-Funktionalität in der Regel integraler Bestandteil. Eigenständige PPS-Lösungen finden sich vor allem dort, wo branchenspezifische Anforderungen besonders ausgeprägt sind.
Praxis-Beispiel: PPS in der Werkstattfertigung
Ein Lohnfertiger mit 15 CNC-Maschinen erhält pro Woche 30-50 Aufträge unterschiedlicher Komplexität. Die Produktionsplanung und -steuerung (PPS) im ERP übernimmt: Aufträge werden nach Liefertermin und Maschinen-Verfügbarkeit eingeplant, Material wird disponiert, Werker bekommen über das Werker-Terminal ihre Tagesaufgaben angezeigt. Bei Maschinenausfall plant das System automatisch um — Aufträge mit Pufferzeit werden auf andere Maschinen verlagert, kritische Aufträge eskaliert. Ohne PPS wäre die Auslastung typisch 15-25 % schlechter, Liefertermin-Überschreitungen häufiger. Spezialisierte PPS-Systeme: GAPP-MES, Hydra (MPDV), in ERP integriert: ProAlpha, abas-ERP.
Häufige Fragen zu PPS
Wie unterscheidet sich PPS von ERP? PPS ist ein Modul oder Spezialsystem mit Fokus auf die Fertigungs-Planung. ERP umfasst zusätzlich Beschaffung, Vertrieb, Buchhaltung, Lager und HR. Bei kleineren Fertigungs-Betrieben reicht oft das PPS-Modul des ERP, größere nutzen ein dediziertes PPS plus ERP. Was sind typische PPS-Funktionen? Reihenfolge-Planung, Kapazitäts-Abgleich, Material-Disposition, Werker-Terminal, Rückmeldung von Stunden und Mengen, Kalkulations-Mitlauf. Wie wird PPS mit MES verbunden? PPS plant, MES führt aus und liefert Echtzeit-Daten zurück. Die Schnittstelle erfolgt über REST-APIs oder OPC UA — Standards der ISA-95 definieren die Aufgabenteilung.
Verwandte Begriffe: MRP, MES, Produktionsplanung-Hub, ERP für Fertigung
Häufig gestellte Fragen
Was ist Pps?
Eine umfassende Definition mit Praxis-Beispielen finden Sie im Hauptteil dieser Seite.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Eine fundierte Antwort erfordert immer den Blick auf die individuellen Geschäftsprozesse und die strategische IT-Roadmap.
Was kostet die Einführung von Pps?
Die Kosten variieren je nach Implementierungstiefe, Anbieter und Customizing-Grad stark. Generische Kostenrahmen für ERP-Themen finden Sie unter ERP-Kosten-Übersicht.
Lizenz-Kosten machen typisch 25-35 % der Gesamtprojekt-Kosten aus; der Rest verteilt sich auf Implementierung, Schulung und Datenmigration.
Was ist beim Einstieg in Pps zu beachten?
Best Practices, typische Stolperfallen und ein praxis-orientierter Einstiegs-Leitfaden werden im Hauptteil dieser Seite ausführlich erläutert.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Eine fundierte Antwort erfordert immer den Blick auf die individuellen Geschäftsprozesse und die strategische IT-Roadmap.
Wie messt man Erfolg bei Pps?
Typische KPIs umfassen Effizienz-Gewinne, Fehlerreduktion und ROI. Konkrete Mess-Frameworks und Beispiele finden Sie im Hauptteil.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Welche typischen Risiken gibt es bei Pps?
Klassische Risiken sind unklare Anforderungen, unterschätzter Aufwand und Change-Management. Eine unabhängige Begleitung reduziert das deutlich.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
