APS – Advanced Planning and Scheduling
APS (Advanced Planning and Scheduling) bezeichnet eine Klasse von Planungssystemen für die mehrstufige Produktions- und Lieferkettenplanung. APS-Systeme arbeiten mit Optimierungs- und Simulations-Algorithmen und ergänzen klassische ERP- und PPS-Funktionalitäten dort, wo regelbasierte Disposition an ihre Grenzen kommt.
Funktionen eines APS
Typische Module eines APS umfassen Bedarfsplanung (Demand Planning), Master Planning (Vertriebs-, Produktions- und Beschaffungs-Planung), Materialplanung, Feinplanung und Auftragsfreigabe. Im Unterschied zu MRP arbeitet APS mit endlicher Kapazität und kann Engpässe optimieren.
Bekannte APS-Anbieter
Im DACH-Markt bekannt sind SAP IBP, OMP Plus, Kinaxis Maestro, o9 Solutions, FELTEN PILOT, Felss APS, Asprova und preactor. Viele Maschinenbau-ERPs wie proALPHA bringen APS-Module nativ mit.
Abgrenzung zu ERP, MRP und MES
ERP übernimmt Stamm- und Belegdaten, MRP klassische Mengenplanung, MES die Werkstattsteuerung. APS sitzt zwischen ERP und MES und optimiert die Reihenfolge unter Berücksichtigung von Maschinenkapazitäten, Schichtmodellen und Materialverfügbarkeit.
Häufige Fragen
- Brauche ich APS zusätzlich zum ERP?
Bei komplexen Engineer-to-Order- oder Variantenfertigern mit mehreren Engpässen ja. Bei einfacher Serienfertigung reicht oft die ERP-eigene Disposition.
- Was kostet ein APS?
Mittelstand: 80.000–300.000 EUR Lizenz, 60.000–200.000 EUR Implementierung. Cloud-Subscriptions ab 50 EUR pro User pro Monat.
