Xentral ERP ist eine moderne, cloud-native Unternehmenssoftware aus Deutschland, die von der Xentral ERP Software GmbH mit Sitz in Augsburg entwickelt wird. Das Unternehmen ist aus dem Online-Handel selbst hervorgegangen und hat seine Software ursprünglich entwickelt, um die eigenen Versand- und Lagerprozesse zu automatisieren. Daraus entstand eine ERP-Plattform, die heute von mehreren tausend Unternehmen im DACH-Raum genutzt wird, schwerpunktmäßig im E-Commerce, im Multichannel-Handel und im Wachstumsmittelstand. Investoren wie Sequoia, Visionaries Club und Tiger Global haben Xentral in den letzten Jahren mit umfangreichen Finanzierungsrunden ausgestattet, was die internationale Expansion vorangetrieben hat. Im Mittelpunkt steht die Idee, alle operativen Prozesse vom Auftragseingang bis zur Buchhaltung in einem einheitlichen Cloud-System zu bündeln und über mehr als 200 Integrationen direkt mit Shops, Marktplätzen und Logistikdienstleistern zu verbinden. Damit positioniert sich Xentral als digitales Rückgrat für junge Marken und etablierte Händler, die ihre Prozesse skalieren und ihre Wachstumsambitionen mit klaren Datenflüssen unterstützen wollen.
Funktionsumfang
Xentral deckt klassische ERP-Funktionen ab, ist aber vor allem auf die Anforderungen wachsender E-Commerce-Unternehmen zugeschnitten. Das Auftragsmanagement bildet das Herzstück: Eingehende Bestellungen aus Shop, Marktplatz oder POS werden automatisch importiert, geprüft, in Sammelaufträge gebündelt und an die Lagerprozesse weitergereicht. Im Bereich Logistik und Fulfillment unterstützt Xentral Multi-Order-Picking, Versandlabel-Druck, Track-and-Trace, Retourenmanagement und die Anbindung an Versanddienstleister wie DHL, DPD und UPS. Die Lagerverwaltung umfasst Mehrlagerfähigkeit, Chargen- und Mindesthaltbarkeitsdaten sowie automatische Bestandssynchronisation zu Shops und Marktplätzen, um Überverkäufe zu vermeiden. In der Finanzbuchhaltung bietet Xentral GoBD-konforme Belege, DATEV-Exporte, Mahnwesen, E-Rechnung und Schnittstellen zu Banken und Steuerberatern. Hinzu kommen Module für Artikelverwaltung, Einkauf, CRM, Reporting und ein integriertes POS-Kassensystem. Mit Xentral Flows steht ein No-Code-Automatisierungsmodul zur Verfügung, das Geschäftsregeln visuell abbildet und etwa Bestände, Aufträge oder Versandregeln automatisch verarbeitet. Über die Plattform Xentral Connect lassen sich mehr als 200 vorgefertigte Integrationen aktivieren, darunter Shopify, Shopware, WooCommerce, Magento, Amazon, eBay, Otto, Zalando und zahlreiche Versanddienstleister. Funktionen wie Stücklisten, einfache Produktion, Chargensteuerung sowie Dropshipping- und 3PL-Integrationen erweitern den Einsatzbereich auf hybride Geschäftsmodelle, in denen Eigenproduktion, Fremdfertigung und Handel kombiniert werden.
Zielgruppe und Branchen
Xentral richtet sich primär an kleine und mittelständische Unternehmen, die im Onlinehandel oder im Multichannel-Vertrieb stark wachsen und manuelle Prozesse durch eine integrierte ERP-Plattform ersetzen wollen. Typische Anwender sind D2C-Brands aus den Bereichen Mode, Kosmetik, Lebensmittel und Getränke, Möbel und Einrichtung, Elektronik sowie Pharma- und Gesundheitsprodukte. Auch klassische Großhändler und produzierende Betriebe mit Online-Vertrieb nutzen Xentral, um ihre Bestände, Bestellungen und Buchhaltung in einem System zu vereinen. Die Plattform skaliert von Startups mit wenigen hundert Aufträgen pro Monat bis zu Wachstumsunternehmen mit mehreren tausend Bestellungen pro Tag und mehreren Lägern. Reine Service- oder Projektgeschäfte ohne Logistikfokus sind seltener bei Xentral angesiedelt, da die Stärke des Systems im physischen Warenfluss liegt. Eine wachsende Anzahl an Marken nutzt Xentral zudem als zentrales System hinter mehreren Ländershops, um internationales Wachstum mit konsolidierter Datenbasis zu steuern.
Technologie und Bereitstellung
Xentral ist eine reine Cloud-Lösung und wird ohne lokale Installation als SaaS bereitgestellt. Der Zugriff erfolgt browserbasiert, mobile Anwendungen ergänzen Lager- und Verkaufsfunktionen. Die Plattform bietet eine umfangreiche REST-API, Webhooks und das Integrationsframework Xentral Connect, über das Drittsysteme angebunden werden können. Updates werden automatisch eingespielt, und die Architektur ist auf hohe Lastspitzen ausgelegt, etwa bei Black-Friday-Aktionen oder Marktplatz-Promotions. Hosting und Datenhaltung erfolgen in europäischen Rechenzentren, was DSGVO-Anforderungen entgegenkommt. Sicherheit und Compliance werden durch SSL-Verschlüsselung, Rollen- und Rechtemanagement, GoBD-konforme Buchhaltung sowie regelmäßige Backups sichergestellt. Eine klassische On-Premise-Variante ist nicht Teil des Standardangebots; die Lösung ist konsequent auf Cloud-Skalierbarkeit ausgerichtet. Über das Xentral Academy-Angebot mit rund 200 Videos, Zertifizierungspfaden und einem aktiven Help-Center erhalten Anwender und Partner umfangreiche Lernressourcen, die den Einstieg und die Weiterentwicklung vereinfachen.
Editorial-Einschätzung zu Xentral ERP: Cloud-ERP für E-Commerce, Handel und KMU
Cloud-Native-ERP aus Augsburg mit starker E-Commerce-DNA — Standard für moderne Online-Händler im DACH-Mittelstand.
Stark in
E-Commerce-Multichannel: Tiefste Integration mit Shopify, JTL, Amazon, eBay, Shopware aller DACH-ERP-Anbieter — Real-Time-Bestand, Multi-Lager, Auftrags-Sync.
API-First: Moderne REST-API, Webhooks, gute Developer-Dokumentation — passt für Tech-affine E-Commerce-Teams.
DACH-Compliance: GoBD, DATEV-Schnittstelle, ZUGFeRD im Standard; deutsche Cloud-Hosting (Frankfurt).
Achtung bei
Fertigungs-Tiefe: Manufacturing-Modul ist auf einfache Auftragsabwicklung ausgelegt — komplexe Variantenfertigung oder ETO sind nicht der Sweet Spot.
Skalierung Mittelstand+: Bei 200+ Mitarbeitern und tiefer Branchen-Spezialisierung (Maschinenbau, Pharma) sind klassische Mittelstand-ERPs passender.
Customizing-Grenzen: Cloud-Architektur begrenzt Anpassbarkeit — bei sehr individuellen Sonder-Anforderungen schneller an Grenzen.
Editorial-Einschätzung der Redaktion auf Basis öffentlicher Quellen,
Hersteller-Dokumentation und DACH-Markt-Beobachtung. Stand: Mai 2026.
Preise und Lizenzmodell
Xentral lizenziert seine Plattform in fünf Tarifen. Das Einstiegspaket Launch beginnt laut Hersteller bei rund 99 Euro pro Monat und richtet sich an Startups mit bis zu 1.200 Aufträgen jährlich. Das Paket Starter beginnt bei rund 349 Euro pro Monat, gefolgt von Business mit etwa 649 Euro pro Monat und Pro mit etwa 849 Euro pro Monat. Das Paket Scale richtet sich an Enterprise-Kunden mit individuellen Anforderungen und wird auf Anfrage kalkuliert. Add-ons wie Reporting, POS, Produktion oder die Amazon-Seller-App sind separat buchbar. Anders als viele klassische ERP-Anbieter berechnet Xentral seine Tarife nicht primär pro Nutzer, sondern auf Basis von Auftragsvolumen und Funktionsumfang. Implementierungs- und Service-Pakete können je nach Komplexität zusätzlich anfallen.
Preise und Kostenrahmen für Xentral ERP
Xentral rechnet nicht pro Nutzer, sondern nach Auftragsvolumen: Die Tarife starten bei rund 99 Euro monatlich. Die Bandbreiten unten zeigen ergänzend, was Cloud-native-ERP-Projekte mit etwa 50 Anwendern insgesamt kosten können.
Bewertet werden hier Cloud-native ERPs als Klasse, nicht Xentral allein — dessen Profil prägen vor allem die über 200 E-Commerce-Integrationen und der bewusst schlanke Fertigungsteil.
Stärken
Niedriger Einstieg ohne Hardware- oder Lizenz-Investment
Automatische Updates und kontinuierliche Innovation
Mobile-First-UX und moderne API-First-Architektur
Schnelle Skalierbarkeit nach oben und unten
Mögliche Schwächen
Eingeschränkte Customizing-Tiefe gegenüber On-Premise
Vendor-Lock-in durch SaaS-Plattform-Bindung
Datenhoheit beim Anbieter (DSGVO-Audit nötig)
Fazit
Wachsende Online- und Multichannel-Händler sind die Klientel, für die Xentral gemacht ist — der Anbieter aus Augsburg stammt selbst aus dem Onlinehandel, und das merkt man der Plattform an. Auftragsimport, Multi-Order-Picking, Bestandssync über mehr als 200 Integrationen und GoBD-konforme Buchhaltung greifen so ineinander, dass D2C-Brands vom Startup bis zu mehreren tausend Bestellungen pro Tag mitwachsen können. Auch das Preismodell nach Auftragsvolumen statt pro Nutzer passt zu dieser Logik und beginnt bei rund 99 Euro monatlich. Weniger überzeugend ist Xentral für reine Dienstleistungsgeschäfte ohne Warenfluss und für komplexe Industriefertigung — in beiden Fällen gehören spezialisierte Branchen-ERP auf die Vergleichsliste, idealerweise mit klar definierten Anforderungen pilotiert.
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Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Einführung von Xentral ERP?
Eine ERP-Implementation dauert je nach Komplexität 3 bis 18 Monate. Cloud-Lösungen sind oft in 4–12 Wochen produktiv, klassische Mittelstands-ERPs benötigen 6–12 Monate für Anforderungsanalyse, Customizing, Datenmigration und Schulung. Mehr unter ERP-Implementierung.
Wie sicher ist Xentral ERP im Hinblick auf Datenschutz?
Bei Cloud-ERPs sind Server-Standort (idealerweise EU/DE), Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und BSI-C5- oder ISO-27001-Zertifizierungen zentrale Kriterien. Die DSGVO-Konformität sollte vom Anbieter explizit dokumentiert sein.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Wie wird Xentral ERP weiterentwickelt?
Cloud-ERPs erhalten typisch monatliche bis vierteljährliche Releases automatisch. On-Premise-ERPs haben jährliche Major-Releases mit aktiver Patch-Pflege. Release-Notes und Roadmap sind beim Hersteller einsehbar.
Was passiert mit meinen Daten wenn ich Xentral ERP kündige?
Bei Cloud-ERPs garantiert ein guter Anbieter Daten-Export im offenen Format (CSV, JSON, SQL-Dump). Im Vertrag sollte Datenrückgabe-Pflicht, Lösch-Frist und Format ausdrücklich geregelt sein.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Welche Support-SLAs bietet Xentral ERP?
Standard-Support deckt meist Werktag 8–18 Uhr mit ~4h Reaktionszeit. Premium-/24x7-SLAs sind aufpreispflichtig. Bei Cloud-Anbietern sind Verfügbarkeits-SLAs (z. B. 99,9%) wichtig — Vertrag prüfen!