SYNERPY AvERP – das lizenzkostenfreie ERP für den Mittelstand
SYNERPY AvERP ist ein in Deutschland entwickeltes, lizenzkostenfreies ERP-System für den Mittelstand. Anders als klassische Open-Source-Lösungen ist AvERP zwar proprietär, wird aber seit über zwei Jahrzehnten ohne Lizenzgebühren angeboten. Dahinter steht die SYNERPY GmbH mit Sitz in Bayreuth, die das System gemeinsam mit einem Netz aus Vertriebspartnern bei mittelständischen Industriekunden einführt. Wer ein bewährtes ERP für Warenwirtschaft, Produktionsplanung und Projektmanagement sucht, ohne pro User in laufenden Lizenzkosten zu bezahlen, findet mit SYNERPY eine bemerkenswerte Alternative zu den üblichen Mittelstandsplayern.
Hersteller und Hintergrund
Die SYNERPY GmbH ist ein bayerischer ERP-Anbieter mit Sitz in Bayreuth. Das Unternehmen wurde 2001 gegründet und entwickelt seitdem die ERP-Plattform AvERP, die laut Wikipedia bereits zwischen 1998 und 2001 ihre erste Codebasis erhielt. SYNERPY beziffert die Zahl der unterstützten KMU mit über 15.000 und die Downloads des Systems mit mehr als 500.000. Die Lösung ist nach eigenen Angaben TÜV Süd zertifiziert (gültig bis 2029) und wurde von der Universität Würzburg in Studien als besonders benutzerfreundlich bewertet. Damit zählt SYNERPY zu den traditionsreichen deutschen Mittelstands-ERP-Anbietern und ist eine etablierte Größe in Bayern und im weiteren DACH-Raum.
Funktionsumfang von AvERP
AvERP deckt die typischen ERP-Bausteine vollständig ab: Stammdatenverwaltung, Vertrieb, Einkauf, Lager, Produktion, Projektmanagement und Buchhaltungs-Schnittstellen. Hinzu kommen Module für Stücklisten und Arbeitspläne, Fertigungsaufträge, Kapazitätsplanung, Kostenkalkulation, Reporting sowie Schnittstellen für CAD-Integration und Maschinendatenerfassung. Die Lösung unterstützt sowohl Serien- als auch Einzelfertigung und ist insbesondere im Maschinenbau, der Metallverarbeitung sowie in projektorientierten Mittelständlern verbreitet. Über das Modul für Produktionsplanung lassen sich Aufträge, Ressourcen und Termine konsolidiert steuern.
Architektur und Technologie
Technisch basiert AvERP auf einem in Delphi entwickelten Windows-Client und einer Firebird-Datenbank im Backend. Der Client läuft nativ unter Windows und über Wine auch unter Linux. Eine Pascal-ähnliche Skriptsprache erlaubt umfangreiches Customizing ohne Eingriff in den Quellcode des Herstellers. SYNERPY arbeitet zudem an einem hybriden Cloud-/On-Premise-Modell, sodass Anwender wahlweise lokal, im eigenen Rechenzentrum oder in der Cloud betrieben werden können. Diese Flexibilität ist insbesondere für mittelständische Industrieunternehmen interessant, die ihre Produktionsdaten nicht zwingend an externe SaaS-Provider übergeben möchten.
Branchen und typische Einsatzgebiete
AvERP ist für den industriellen Mittelstand konzipiert und besonders stark im Maschinenbau, in der Metallverarbeitung, in der Kunststoffverarbeitung sowie in projektgetriebenen Industrien wie Sondermaschinenbau und Anlagenbau verbreitet. Auch Hersteller von elektronischen Baugruppen, Werkzeug- und Formenbauer sowie Lohnfertiger setzen auf das System. Branchenverbände und ERP-Vergleichsportale wie factory-innovation.de listen SYNERPY entsprechend in den Übersichten der Industrie-4.0-Anbieter. Die enge Verzahnung von Stücklisten, Arbeitsplänen und Fertigungsaufträgen macht AvERP für klassische Auftrags- und Variantenfertiger interessant.
Lizenzmodell und Wirtschaftlichkeit
Das herausragende Merkmal von AvERP ist das lizenzkostenfreie Modell: Es gibt keine User-Lizenzen oder klassische Wartungsgebühren auf die Software selbst. SYNERPY verdient seine Umsätze über Beratung, Implementierung, Customizing, Schulung und Support. Damit unterscheidet sich das Modell deutlich von SaaS-ERP wie SAP Business ByDesign oder Microsoft Dynamics 365 Business Central, bei denen monatliche Lizenzkosten dauerhaft anfallen. Eine seriöse TCO-Betrachtung sollte allerdings nicht nur die Lizenzfrage, sondern auch Implementierungsaufwände, Customizing und mögliche Schnittstellen umfassen, da hier ein Großteil der Investition liegt.
Implementierung und Vertriebspartner
SYNERPY arbeitet mit einem Netz aus zertifizierten Vertriebspartnern wie OS-COMPETENCE, die eigenständig Beratungs- und Implementierungsprojekte durchführen. Die Einführung folgt klassischen ERP-Projektphasen: Vorprojekt mit Lastenheft, Konzeptphase, Customizing, Datenübernahme, Schulung und produktiver Echtbetrieb. Da AvERP über die Skriptsprache sehr weitgehend angepasst werden kann, hängt der Projekterfolg stark vom Können des Implementierungspartners ab. Eine begleitende Auswahlbegleitung hilft, den passenden Partner zu finden und das Projekt sauber zu strukturieren.
Customizing und Erweiterbarkeit
Ein zentrales Argument für AvERP ist die hohe Anpassbarkeit. Über die integrierte Skriptsprache lassen sich Masken, Workflows und Plausibilitätsprüfungen flexibel gestalten, ohne den Standard zu verlassen. Anwender erhalten Zugriff auf den Quellcode für Anpassungen, dürfen Modifikationen aber nicht weitergeben. Damit bewegt sich AvERP zwischen klassischer Closed-Source-Software und Open-Source-Lösungen wie Odoo. Für viele Industriekunden ist das ein attraktiver Mittelweg, weil sie zwar beliebig anpassen können, aber gleichzeitig einen klaren Hersteller mit Roadmap und Support haben.
Vergleich mit anderen Mittelstands-ERP
Im DACH-Markt steht SYNERPY AvERP im Vergleich zu Lösungen wie proALPHA, Abas ERP, AMS.ERP, Caniaserp, ERP-Novum oder Microsoft Dynamics 365 Business Central. Während proALPHA und Abas das obere Mittelstandssegment dominieren, positioniert sich AvERP klar darunter im Bereich kleinerer und mittlerer Industrieunternehmen, die mit überschaubarem Budget ein professionelles ERP einführen möchten. Im Vergleich zu reinen Cloud-Native-ERP wirkt AvERP architektonisch klassischer, bietet aber genau jene Tiefe und Anpassbarkeit, die viele Industriekunden in der Cloud-Welt vermissen.
Schnittstellen und Integration
AvERP unterstützt diverse Schnittstellen zu CAD-Systemen, Maschinen, Versanddiensten, EDI-Plattformen und Buchhaltungslösungen. Über die DATEV-Schnittstelle lassen sich Buchhaltungsdaten an externe Steuerberater übergeben, was insbesondere für KMU mit ausgelagerter Buchhaltung wichtig ist. Auch typische E-Commerce- und Versand-Anbindungen sind möglich, sodass AvERP-Anwender ihre Aufträge aus Online-Shops automatisiert in das ERP übernehmen können. Für komplexe B2B-Szenarien stehen EDI-Konnektoren zur Verfügung, die in der Automobilzulieferindustrie und im technischen Großhandel eine Standardanforderung darstellen.
Reporting, Controlling und Geschäftsleitung
Auswertungen, Auftragsmargen, Lagerumschlag und Forecasts sind in AvERP über konfigurierbare Reports und Dashboards verfügbar. Über offene Schnittstellen lassen sich Daten zudem an spezialisierte Business-Intelligence-Werkzeuge oder ein zentrales Data Warehouse übergeben, was bei wachsenden Mittelständlern mit mehreren Standorten zunehmend relevant wird. Geschäftsführung und Controlling erhalten damit eine konsolidierte Sicht auf Auftragslage, Produktionsauslastung, Materialbestand und Liquidität – ohne mühsames Zusammensuchen aus Excel-Listen verschiedener Abteilungen. In Verbindung mit Integrationspartnern entstehen so durchgängige Datenpipelines vom Shopfloor bis zur Konzernkonsolidierung.
Mandantenfähigkeit und mehrstufige Strukturen
Für Unternehmensgruppen mit mehreren Gesellschaften, Tochterfirmen oder Werken ist Mandantenfähigkeit ein zentrales Auswahlkriterium. AvERP unterstützt das parallele Führen mehrerer Mandanten in einer Installation, sodass beispielsweise eine Holding mit drei Tochterunternehmen ihre Daten getrennt verwalten und gleichzeitig konsolidierte Auswertungen erzeugen kann. In Kombination mit der Skriptsprache lassen sich auch komplexere Konzernlogiken abbilden, etwa konzerninterne Verrechnungen, abweichende Konten- oder Kostenstellenrahmen oder unterschiedliche Wartungsverträge je Gesellschaft. Damit ist AvERP auch für wachsende Mittelständler eine tragfähige Plattform, die mit dem Unternehmen mitwachsen kann, ohne dass mittelfristig ein erneuter Systemwechsel droht.
Fazit für mittelständische Industrie
Mit SYNERPY AvERP steht dem deutschen industriellen Mittelstand ein langjährig gereiftes ERP-System zur Verfügung, das ohne klassische Userlizenzen auskommt und gleichzeitig hohe funktionale Tiefe bietet. Die Kombination aus deutschem Hersteller, breiter Anpassbarkeit, TÜV-Zertifizierung und etabliertem Partnernetz macht AvERP zu einer realistischen Option insbesondere für Maschinenbauer, Metallverarbeiter und projektorientierte Fertiger, die ihren ERP-Einsatz auf solide kaufmännische Füße stellen wollen. Eine professionelle Einführung gemeinsam mit einem zertifizierten Beratungspartner sowie eine saubere Datenmigration sind die zentralen Erfolgsfaktoren – wie bei jedem ERP-Projekt im industriellen Mittelstand.
Preise und Kostenrahmen für SYNERPY AvERP
Realistische Kostenbandbreiten in der Kategorie Mittelstand für ein typisches Mittelstands-Setup mit 50 Anwendern. Konkrete Preise sind beim Anbieter direkt zu erfragen.
Bewertung typischer Vor- und Nachteile in der Kategorie Mittelstand. Diese Einschätzungen sind generisch — die Eignung im konkreten Fall hängt von Branche und Größe ab.
Stärken
Tiefere Branchen-Spezialisierung als Universal-Enterprise-Systeme
Bezahlbare Implementierungs-Aufwände im sechsstelligen Bereich
DACH-fokussierter Hersteller-Support (Deutsch, lokale Berater)
Stabile Investments-Sicherheit über 10+ Jahre
Mögliche Schwächen
Kleinere Berater-Community als bei Enterprise-Lösungen
Schreiben Sie uns Ihre Erfahrung mit SYNERPY AvERP. Wir veröffentlichen Bewertungen nach kurzer redaktioneller Sichtprüfung in 1–3 Werktagen. Felder mit * sind Pflicht.
Häufig gestellte Fragen
Welche Module bietet SYNERPY AvERP?
Typischerweise umfasst SYNERPY AvERP Module für Finanzbuchhaltung, Auftragswesen, Lager, Einkauf und Stammdaten. Branchenspezifische Erweiterungen (PPS, CRM, DMS) sind oft optional — den genauen Funktionsumfang zeigt das Anbieterprofil oben.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Welche Hardware-Anforderungen hat SYNERPY AvERP?
Bei Cloud-Bereitstellung reichen moderne Browser. Für On-Premise-Installationen variieren Server-Anforderungen je nach Anwenderzahl und Belegvolumen — der Hersteller stellt detaillierte System-Anforderungen bereit, oft mit empfohlenen Konfigurationen für 25, 50, 100 oder 250 Anwender.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Wie funktioniert die Datenmigration von einem alten ERP zu SYNERPY AvERP?
Datenmigration läuft typisch in 3 Phasen: Mapping (alt vs neu Datenmodell), Bereinigung (Duplikate, Stammdaten-Qualität), Test-Migration mit Validierung. Spezialisierte Migrations-Dienstleister: ERP-Integrations-Anbieter.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Wie teuer ist die jährliche Wartung bei SYNERPY AvERP?
On-Premise-Wartung liegt typisch bei 18–22% der Lizenzkosten p.a. (umfasst Updates, Hotfixes, Telefon-Support). Cloud-ERPs haben Wartung im Subscription-Preis enthalten — kein separater Wartungsvertrag.
Welche bekannten Referenzkunden hat SYNERPY AvERP?
Referenzkunden listet der Hersteller meist auf der eigenen Webseite — bei spezialisierten Branchen-ERPs sind 10–50 Vorzeige-Kunden gut bekannt. Branchen-spezifische Referenzen sollten vor der Auswahl konkret angefragt werden.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.