Workflow+ ist eine Prozessautomatisierungs- und Erweiterungsplattform der schweizerisch-deutschen AlphaCom Computertechnik GmbH, die als Add-on für die ERP-Softwaremicrotech büro+ und ERP-complete konzipiert wurde. Anders als ein vollständiges ERP-System verfolgt Workflow+ einen fokussierten Ansatz: Es erweitert ein bestehendes Warenwirtschafts- und Auftragsmanagement-System um automatisierte Workflows, Schnittstellen und individuelle Skripte, ohne dass dafür tiefe Eingriffe in die Standardsoftware nötig sind. Die Lösung wird seit Jahren primär in der DACH-Region eingesetzt und richtet sich an Unternehmen, die bereits auf microtech büro+ als zentrale ERP- und Warenwirtschaftslösung setzen und ihre Prozesse automatisieren wollen, ohne auf ein neues ERP-System zu wechseln. Damit positioniert sich Workflow+ als Bindeglied zwischen klassischer Mittelstands-Warenwirtschaft und modernen Anforderungen an Prozessautomatisierung, E-Commerce-Integration und elektronische Rechnungsverarbeitung. Über zeit- oder ereignisgesteuerte Trigger lassen sich wiederkehrende Aufgaben standardisieren und Routinearbeiten verlagern, sodass Anwender im Tagesgeschäft entlastet werden. Aufgrund der engen Verzahnung mit der microtech-Welt hat sich Workflow+ als verlässliches Werkzeug für Händler und Dienstleister etabliert, die einen pragmatischen Weg zur Prozessdigitalisierung suchen.
Funktionsumfang
Im Mittelpunkt von Workflow+ steht eine Triggerlogik, die Ereignisse oder Zeitpunkte im büro+ erkennt und auf dieser Basis definierte Aktionen ausführt. Typische Anwendungsfälle sind die automatische Übernahme von Bestellungen aus angeschlossenen Webshops wie Shopware oder WooCommerce, die Synchronisation von Artikelstammdaten und Beständen, die Verarbeitung von ZUGFeRD- und XRechnung-Belegen sowie die Pflege elektronischer Preisetiketten am Point of Sale. Hinzu kommt ein integriertes Framework für individuelle Skripte und Custom-Apps, mit dem Partner und interne IT-Teams Geschäftslogik direkt in der Erweiterung umsetzen können. Über SQL-basierte Anpassungen lassen sich Daten zwischen ERP, Onlineshop, Logistik und Marktplätzen orchestrieren. Module zur Lieferantenanbindung erlauben den automatisierten Datenaustausch über CSV, XML oder REST-APIs, während Funktionen für Auftragsabwicklung und Lagerprozesse gängige Workflows für Versand, Wareneingang und Inventur abdecken. Ergänzt wird der Funktionsumfang durch Reporting-Helfer, Mailing-Trigger und Schnittstellen zu DATEV oder Versanddienstleistern. Workflow+ ersetzt damit klassische Speziallösungen wie EDI-Konnektoren, individuelle Programmieraufträge oder externe iPaaS-Werkzeuge in vielen Szenarien und konsolidiert sie auf einer Plattform innerhalb der microtech-Umgebung. Mehr Hintergrund zu integrierten Prozessen findet sich im Beitrag zu Workflow-Management.
Zielgruppe und Branchen
Workflow+ richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen mit etwa 5 bis 100 Mitarbeitenden, die bereits microtech büro+ einsetzen und ihre Prozesse weitergehend automatisieren wollen. Besonders verbreitet ist die Lösung im Online- und Multichannel-Handel, in der Großhandelsbranche sowie bei Dienstleistungsunternehmen mit hohem Belegaufkommen. Auch produzierende Betriebe, die büro+ um Funktionen für Fertigungsbegleitung, Bestandsführung oder Lieferantenintegration erweitern, profitieren vom Add-on. Weitere typische Anwender sind Versender mit angeschlossenem Webshop, Fachhändler im stationären Handel mit elektronischen Preisetiketten sowie B2B-Händler, die ihre Lieferantenbestellungen automatisieren möchten. Gerade Unternehmen, die einen Wechsel auf ein vollständig neues ERP-System aus Aufwand- oder Kostengründen scheuen, finden in Workflow+ einen Hebel, ihre bestehende Plattform spürbar moderner und effizienter zu betreiben. Auch Dienstleister und IT-Häuser, die microtech-Anwender betreuen, setzen Workflow+ als Werkzeug ein, um Kundenanforderungen schnell und updatesicher umzusetzen.
Technologie und Bereitstellung
Technologisch ist Workflow+ als Erweiterung der microtech-Plattform implementiert und nutzt deren Datenbank- und API-Strukturen. Die Lösung läuft auf den von microtech unterstützten Windows-Servern oder als Teil einer gehosteten büro+ Umgebung. Trigger und Workflows werden über eine Konfigurationsoberfläche definiert, ergänzt durch SQL- und Skript-basierte Erweiterungen für komplexere Logik. Schnittstellen zu E-Commerce-Systemen, Marktplätzen und Logistikdienstleistern werden über Konnektoren wie eSynK oder individuelle Adapter realisiert. Da die Erweiterung in die microtech-Architektur eingebettet ist, profitieren Anwender von der bestehenden Mandanten- und Rechtesteuerung sowie von gewohnten Update-Zyklen. Reine Cloud-Bereitstellung ist über Partner möglich, klassisch wird Workflow+ jedoch im On-Premise- oder Hosted-Server-Modell betrieben. Die Anbindung an externe Systeme erfolgt über REST, SOAP, SFTP, SMTP, CSV oder XML, sodass nahezu beliebige Drittsysteme integrierbar sind.
Stärken und Schwächen
Die größten Stärken von Workflow+ liegen im pragmatischen, kostengünstigen Ausbau einer bestehenden microtech-Installation. Anwender können Prozesse automatisieren, ohne ihr ERP zu wechseln, und profitieren von einem erfahrenen Partnerumfeld in der DACH-Region. Die Triggerlogik ist flexibel, der Funktionsumfang deckt typische Schmerzpunkte mittelständischer Händler ab, und die Erweiterung wird laufend gepflegt. Auch die Integration in microtech-Updates und das Hosting-Ökosystem ist ausgereift. Schwächen ergeben sich aus der starken Bindung an microtech: Wer nicht büro+ einsetzt, kann Workflow+ in der Regel nicht sinnvoll nutzen. Zudem ist die Lösung kein vollständiges ERP-System, sondern eine Erweiterung, was bei größeren Transformationsprojekten gegenüber Plattformen für den Handel berücksichtigt werden muss. Tiefe Anpassungen erfordern technisches SQL- oder Skript-Know-how, und die Dokumentation ist primär für Partner und IT-affine Anwender gedacht. Für vollständig cloud-native Architekturen ist der Ansatz weniger geeignet, da die microtech-Basis weiterhin On-Premise- oder Hosted-orientiert ist.
Preise und Lizenzmodell
Workflow+ wird als kommerzielles Add-on über AlphaCom und Partner vertrieben. Die Preise werden nicht öffentlich gelistet, sondern individuell auf Basis der genutzten Module, Schnittstellen und Trigger kalkuliert. Üblich sind eine einmalige Lizenz oder ein Subskriptionsmodell sowie zusätzliche Aufwände für Konfiguration, Anpassung und Schulung durch Partner. Für Interessenten steht eine 30-tägige Testphase zur Verfügung, in der Funktionen und Trigger geprüft werden können. Die Total Cost of Ownership liegt im Vergleich zu vollwertigen ERP-Migrationen typischerweise deutlich niedriger.
Preise und Kostenrahmen für Workflow+
Workflow+ wird individuell nach Modulen und Triggern kalkuliert und liegt als Add-on meist weit unter den gezeigten Bandbreiten — die Tabelle beschreibt komplette Systemprojekte dieser Kategorie mit rund 50 Anwendern.
Die Liste bildet typische Merkmale spezialisierter Nischen-Software ab, nicht Workflow+ im Einzelnen — dessen wichtigste Eigenheit bleibt die feste Bindung an microtech büro+.
Stärken
Maßgeschneiderte Lösung für sehr spezifische Branchen
Etabliertes Tool für bestimmte Use-Cases (Projekt-Geschäft, Agentur)
Oft inhabergeführter, persönlicher Support
Mögliche Schwächen
Kleine Anbieter-Community + wenige Berater
Skalierungs-Risiken bei Wachstum jenseits der Nische
Begrenzte Update-Frequenz und Innovations-Tempo
Fazit
Die Kaufsituation für Workflow+ ist ungewöhnlich klar umrissen: Es kommt praktisch nur für Unternehmen infrage, die bereits microtech büro+ oder ERP-complete im Einsatz haben — dann aber kann das Add-on von AlphaCom erheblichen Nutzen stiften. Bestellimporte aus Shopware oder WooCommerce, ZUGFeRD- und XRechnung-Verarbeitung, elektronische Preisetiketten und Lieferantenanbindungen lassen sich über die Triggerlogik automatisieren, ohne das gewachsene ERP anzutasten oder ein Migrationsprojekt zu starten. Damit verlängert Workflow+ die Lebensdauer einer bewährten microtech-Installation zu Kosten, die deutlich unter einem Systemwechsel liegen; eine 30-tägige Testphase senkt die Einstiegshürde zusätzlich. Im microtech-Ökosystem zählt die Erweiterung damit zu den etabliertesten Automatisierungswerkzeugen im DACH-Raum. Zwei Einschränkungen gehören in jede Bewertung: Tiefere Anpassungen setzen SQL- und Skript-Know-how voraus, das eher bei Partnern und IT-affinen Teams liegt, und die enge Bindung an die microtech-Basis bedeutet, dass ein späterer ERP-Wechsel auch die Automatisierungen betrifft. Wer büro+ ohnehin ablösen will oder eine cloud-native Architektur anstrebt, sollte sein Budget deshalb direkt in eine neue Plattform stecken statt in den Ausbau der alten.
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Häufig gestellte Fragen
Welche Module bietet Workflow+?
Typischerweise umfasst Workflow+ Module für Finanzbuchhaltung, Auftragswesen, Lager, Einkauf und Stammdaten. Branchenspezifische Erweiterungen (PPS, CRM, DMS) sind oft optional — den genauen Funktionsumfang zeigt das Anbieterprofil oben.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Welche Hardware-Anforderungen hat Workflow+?
Bei Cloud-Bereitstellung reichen moderne Browser. Für On-Premise-Installationen variieren Server-Anforderungen je nach Anwenderzahl und Belegvolumen — der Hersteller stellt detaillierte System-Anforderungen bereit, oft mit empfohlenen Konfigurationen für 25, 50, 100 oder 250 Anwender.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Wie funktioniert die Datenmigration von einem alten ERP zu Workflow+?
Datenmigration läuft typisch in 3 Phasen: Mapping (alt vs neu Datenmodell), Bereinigung (Duplikate, Stammdaten-Qualität), Test-Migration mit Validierung. Spezialisierte Migrations-Dienstleister: ERP-Integrations-Anbieter.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Wie teuer ist die jährliche Wartung bei Workflow+?
On-Premise-Wartung liegt typisch bei 18–22% der Lizenzkosten p.a. (umfasst Updates, Hotfixes, Telefon-Support). Cloud-ERPs haben Wartung im Subscription-Preis enthalten — kein separater Wartungsvertrag.
Welche bekannten Referenzkunden hat Workflow+?
Referenzkunden listet der Hersteller meist auf der eigenen Webseite — bei spezialisierten Branchen-ERPs sind 10–50 Vorzeige-Kunden gut bekannt. Branchen-spezifische Referenzen sollten vor der Auswahl konkret angefragt werden.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.