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Häufig gestellte Fragen

Für welche Unternehmen ist ams.erp gedacht?

ams.erp ist ein Branchen-ERP, das sich gezielt an Einzel-, Auftrags- und Variantenfertiger richtet, also an Unternehmen, die komplexe Projekte in der sogenannten Losgröße 1+ planen, steuern und abrechnen. Typische Einsatzfelder sind laut Anbieter der Maschinen-, Anlagen- und Apparatebau, der Werkzeug- und Formenbau, der Stahl- und Metallbau, der Schiffbau sowie der Laden- und Innenausbau. Damit unterscheidet sich ams.erp von generalistischen ERP-Systemen, die eher auf Serien- oder Lagerfertigung ausgelegt sind. Ob die Lösung passt, hängt vor allem davon ab, wie stark das eigene Geschäft projekt- und einzelstückgetrieben ist.

Was bedeutet "Losgröße 1+" bei ams.erp?

Mit "Losgröße 1+" beschreibt der Anbieter die Fertigung individueller Produkte, bei der kein Auftrag dem anderen gleicht und oft nur ein einziges oder sehr wenige Exemplare entstehen. Im Gegensatz zur Serienfertigung müssen hier Angebot, Konstruktion, Beschaffung und Fertigung eng verzahnt und projektbezogen gesteuert werden. ams.erp setzt dafür auf das Prinzip der mitwachsenden Auftragsstückliste, sodass beschaff- und fertigbare Vorgänge bereits angestoßen werden können, während die Konstruktion noch läuft. Dieses Konzept soll Durchlaufzeiten verkürzen und die Auslastung des Maschinenparks verbessern.

Wer steckt hinter ams.erp?

Hinter dem System steht die ams.Group rund um die deutsche ams.Solution AG, ein nach eigenen Angaben 1988 gegründetes Beratungs- und Softwarehaus mit Hauptsitz in Achim bei Bremen, das in zweiter Generation von Simone Schiffgens geführt wird. Die Gruppe unterhält mehrere Standorte im deutschsprachigen Raum, darunter Niederlassungen in Deutschland (unter anderem Bremen, Achim, Kaarst, Stuttgart und Jena) sowie Vertretungen in Österreich (Raum Wien) und der Schweiz (Raum Zürich), die operativ als ams.erp Solution GmbH beziehungsweise AG firmieren. Nach Anbieterangaben hat die Gruppe über viele Jahre hinweg mehr als 1.500 ERP-Einführungen in Europa begleitet. Aktuelle Firmendaten wie Adresse und Mitarbeiterzahl sollten Interessenten direkt auf der Hersteller-Website www.ams-erp.com prüfen, da sich Angaben im Zeitverlauf ändern können.

Welche Funktionen deckt ams.erp ab?

ams.erp positioniert sich als zentrale Datendrehscheibe, die auftragsrelevante Informationen über die gesamte Wertschöpfungskette bündelt. Funktional reicht das System nach Anbieterangaben von Vertrieb und CRM über Angebots- und Produktkonfiguration, Konstruktionsanbindung und Projektmanagement bis hin zu Beschaffung, Fertigungssteuerung, Service und Aftersales. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Angebots- und Produktkonfigurator, der technische Dokumente parametrisch erzeugt und die Angebotserstellung bei stark variantenreichen Produkten beschleunigen soll. Welche Module konkret benötigt werden, hängt vom jeweiligen Fertigungsprozess und Branchenfokus ab.

Auf welcher Technologie basiert ams.erp und wie wird es betrieben?

ams.erp ist nach Herstellerangaben modular und skalierbar aufgebaut und arbeitet auf einer einheitlichen Datenbasis, die sämtliche Unternehmensbereiche verbindet. Über offene Schnittstellen lassen sich CAD- und PDM-Systeme, IoT-Geräte sowie weitere externe Anwendungen anbinden, was den Industrie-4.0-Anspruch des Anbieters unterstreicht. Beim Betrieb nennt der Hersteller sowohl On-Premise- als auch Cloud-Optionen, wobei das On-Premise-Modell für viele Anwender weiterhin ein wichtiges Auswahlkriterium ist. Zuletzt hat der Anbieter zudem in eine On-Premises-KI-Plattform investiert, um Routineaufgaben wie Dokumentenerfassung und Klassifikation unabhängig von externen Cloud-Diensten zu automatisieren.

Was kostet ams.erp und welches Lizenzmodell gibt es?

Der Anbieter veröffentlicht keine pauschalen Listenpreise, da sich die Kosten für projektorientierte ERP-Systeme stark nach Anwenderzahl, Modulumfang, Betriebsmodell und Anpassungsbedarf richten. Neben Lizenz- beziehungsweise Abonnementkosten fallen in der Regel Aufwände für Einführung, Datenmigration, Schnittstellen, Schulung und laufende Wartung an. Gerade bei Einzel- und Auftragsfertigern kann der Customizing-Anteil je nach Prozessen erheblich variieren. Belastbare Zahlen liefert nur ein individuelles Angebot des Herstellers oder eines autorisierten Partners auf Basis der konkreten Anforderungen.