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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine CRM-Software und wozu dient sie?

CRM steht für „Customer Relationship Management“, also das systematische Management der Kundenbeziehungen. Eine CRM-Software bündelt alle relevanten Kundendaten – von Kontaktinformationen über die Bestell- und Kommunikationshistorie bis hin zu Vorlieben, Reklamationen und offenen Aufgaben – an einer zentralen Stelle, sodass jeder berechtigte Mitarbeiter jederzeit vorbereitet mit dem Kunden in Kontakt treten kann. Darüber hinaus unterstützt sie die Planung, Automatisierung und Auswertung von Vertrieb, Marketing und Service. Ziel ist es, sowohl die Kundenzufriedenheit als auch den Umsatz zu steigern, da das Halten zufriedener Bestandskunden in der Regel günstiger ist als die Neukundengewinnung.

Welche Arten von CRM-Systemen gibt es?

Üblicherweise werden drei CRM-Typen unterschieden, die sich in der Praxis ergänzen. Das operative CRM unterstützt den direkten Kundenkontakt in Vertrieb, Marketing und Service und sammelt dabei Daten zu Kaufverhalten, Anfragen und Sonderwünschen. Das analytische CRM wertet diese Daten anschließend mit Dashboards und Berichten aus, um das Kundenverhalten zu verstehen und beispielsweise personalisierte Kampagnen oder Forecasts abzuleiten. Das kollaborative CRM verbindet schließlich Abteilungen, Standorte und teils auch externe Partner, damit Informationen abteilungsübergreifend geteilt werden und eine durchgängige Kundenerfahrung entsteht.

Was kostet eine CRM-Software pro Nutzer und Monat?

Cloud-basierte CRM-Lösungen werden meist als Abonnement pro Nutzer und Monat abgerechnet, wobei die Spanne je nach Funktionsumfang und Anbieter typischerweise zwischen etwa 15 und 150 Euro liegt. Im Einsteigersegment starten Anbieter wie Pipedrive (Lite-Tarif ab rund 14 Euro) oder HubSpot (Sales Hub Starter ab etwa 15 Euro pro Nutzer) im unteren Bereich, während mittelstandsorientierte Lösungen wie CAS genesisWorld je nach Quelle ab rund 18 bis 26 Euro pro Nutzer und Monat liegen und Enterprise-Pakete mit KI-Funktionen oder umfangreicher Automatisierung deutlich teurer ausfallen – Microsoft Dynamics 365 Sales etwa beginnt bei rund 65 US-Dollar pro Nutzer und Monat aufwärts. Neben den reinen Lizenzgebühren sollten Unternehmen zusätzliche Kosten für Implementierung, Datenmigration, Schnittstellen und Mitarbeiterschulung einkalkulieren, sodass die tatsächlichen Gesamtkosten stark von Anwenderzahl, gewünschtem Modulumfang und Customizing-Tiefe abhängen.

Welche Anbieter sind im CRM-Markt führend?

Der globale CRM-Markt erreichte 2025 je nach Erhebung ein Volumen von rund 80 bis über 110 Milliarden US-Dollar und wächst weiter, mit Salesforce als marktanteilsstärkstem Anbieter, der laut Branchenangaben rund ein Fünftel des Marktes hält. Weitere große Anbieter sind unter anderem Microsoft Dynamics 365, HubSpot, Zoho, Oracle und SAP, die jeweils einstellige Marktanteile auf sich vereinen. HubSpot und Zoho sind dabei besonders im Segment kleiner und mittlerer Unternehmen verbreitet, während Salesforce und Microsoft Dynamics 365 häufig in größeren Organisationen mit komplexen Anforderungen zum Einsatz kommen. Welcher Anbieter passt, hängt jedoch weniger vom Marktanteil als von Branche, Unternehmensgröße und den konkret benötigten Funktionen ab.

Worauf muss ich bei CRM und Datenschutz nach DSGVO achten?

Da ein CRM personenbezogene Daten verarbeitet, gelten die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Für jede Verarbeitung ist eine gültige Rechtsgrundlage erforderlich – für Werbe-E-Mails oder Newsletter ist das in der Regel eine ausdrückliche, freiwillige Einwilligung per aktivem Opt-in, da vorausgewählte Checkboxen nach der Rechtsprechung des EuGH (Planet49) unzulässig sind. Die Verarbeitungstätigkeiten müssen im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten nach Art. 30 DSGVO dokumentiert werden, inklusive Verarbeitungszweck, Kategorien betroffener Personen und Löschfristen. Außerdem muss das System die Betroffenenrechte unterstützen, etwa Auskunft, Berichtigung und Löschung, und nach Art. 32 DSGVO durch technische und organisatorische Maßnahmen ein angemessenes Schutzniveau gewährleisten.

Wie hängen CRM und ERP zusammen, und wann lohnt sich eine Integration?

CRM und ERP verfolgen unterschiedliche Schwerpunkte: Das CRM ist auf Vertrieb, Marketing und Kundenservice ausgerichtet, während das ERP die internen Geschäftsprozesse wie Warenwirtschaft, Finanzen und Produktion abbildet. Bei einer Integration tauschen beide Systeme Daten aus, idealerweise in Echtzeit über Schnittstellen wie REST-APIs oder OData, sodass Mitarbeiter auf einer gemeinsamen Datenbasis arbeiten und nicht zwischen Programmen wechseln müssen. So entsteht eine 360-Grad-Kundensicht, durch die der Vertrieb etwa aktuelle Bestände, Preise und offene Posten direkt einsehen und schneller Angebote erstellen kann. Eine Integration lohnt sich besonders, wenn Vertrieb und Geschäftsführung dieselben verlässlichen Zahlen für Angebote, Forecasts und Finanzsteuerung benötigen.