dynamic commerce: E-Commerce-Plattform für Microsoft Dynamics 365

Herstellerdc AG (vormals dynamic commerce GmbH)

dynamic commerce ist eine spezialisierte E-Commerce-Plattform, die nativ an die ERP-Systeme Microsoft Dynamics 365 Business Central und Microsoft Dynamics NAV angebunden ist. Entwickelt wird das Produkt von der dc AG (vormals dynamic commerce GmbH) mit Hauptsitz in Kulmbach und einem zweiten Standort in Marktredwitz, beide in Bayern. Das Unternehmen wurde im Jahr 2010 gegründet und gehoert mittlerweile mit über 100 installierten Kundenprojekten zu den größten Anbietern Microsoft-Dynamics-getriebener E-Commerce-Lösungen in Europa. Mehr als 20 Neuprojekte pro Jahr und eine breite Partner- und Microsoft-Präsenz unterstreichen die Marktposition. Anders als reine Shopsysteme wie Shopify oder Shopware setzt dynamic commerce konsequent auf eine tiefe ERP-Integration: Stammdaten, Preise, Bestände, Kundenkonditionen und Aufträge werden zentral im Microsoft-ERP gefuehrt und in Echtzeit für den Onlineshop bereitgestellt. Damit positioniert sich dynamic commerce vor allem für mittelständische B2B-Unternehmen, die Dynamics bereits einsetzen und ihren Web-Vertrieb ohne aufwendige Mittelschicht ans ERP anbinden möchten.

Funktionsumfang

Der Funktionsumfang umfasst eine vollständige E-Commerce-Plattform mit B2B-, B2C- und Marketplace-Fähigkeiten in einer Lösung. Anwender können unterschiedliche Mandanten, Sprachen und Währungen abbilden, kundenindividuelle Preise und Sortimente steuern und Self-Service-Portale für ihre Geschäftskunden bereitstellen. Klassische B2B-Anforderungen wie Bestellfreigabeprozesse, Budgetlimits, Rechnungsdruck, Lieferschein-PDF, Wiederbestelllisten, Reklamationen und Kundenkontingente sind out-of-the-box enthalten. Zentrale Funktionen wie Catalog, Search, PIM-Anbindung, Wunschlisten, Anfragen, Belegabruf und Kundenkonten gehoeren zum Standardumfang. Die Plattform versteht sich als Omni-Channel-Lösung, die auch Marktplatzanbindungen, klassische Filialprozesse und Vertriebsapps unterstuetzt. Auch Click-and-Collect, Self-Order-Konzepte und Vertriebsapps für Außendienstler werden unterstuetzt. Hintergruende zur ERP-Strategie finden Interessierte unter /glossar/erp-software, eine Einordnung der Wettbewerber im Bereich B2B-E-Commerce unter /software/b2b-shop.

Zielgruppe und Branchen

dynamic commerce richtet sich an europaeische mittelständische Unternehmen mit zehn bis über fuenftausend Mitarbeitenden, die bereits Microsoft Dynamics als ERP einsetzen oder dies konkret planen. Branchenseitig ist die Lösung besonders im Großhandel, in der Industrie, im Maschinenbau, in der Distribution von Ersatzteilen und Werkzeugen, im Modehandel sowie in spezialisierten B2B-Sortimenten verbreitet. Auch klassische Markenhersteller, die parallel B2B- und D2C-Geschäft betreiben, profitieren vom integrierten Preis- und Bestandsmanagement. Aufgrund der vollständigen Mehrsprachen- und Mehrwährungsfähigkeit eignet sich die Plattform auch für international taetige Konzernstrukturen mit mehreren Landesgesellschaften. Eine Branchenübersicht zur Mittelstands-E-Commerce-Strategie findet sich unter /branchen/grosshandel.

Technologie und Bereitstellung

dynamic commerce ist als headless E-Commerce-Plattform konzipiert und nutzt eine API-getriebene Architektur. Damit lassen sich Frontend und Backend unabhängig voneinander entwickeln, etwa um eigene PWA-Storefronts oder Hybrid-Apps anzubinden. Die Plattform wird als SaaS aus zertifizierten europaeischen Rechenzentren betrieben, alternative Private-Cloud- oder On-Premise-Setups sind über Microsoft-Partner möglich. Die Anbindung an Dynamics 365 Business Central oder NAV erfolgt über eine native Integrationsschicht, die Stammdaten, Aufträge, Preise und Bestände bidirektional synchronisiert. Schnittstellen zu PIM-Systemen wie Akeneo, zu Such- und Personalisierungsdiensten wie FactFinder oder zu Zahlungsdienstleistern und Versanddiensten sind vorbereitet und werden über Standardkonnektoren bereitgestellt. Single-Sign-On, granulare Rollen, ein integriertes CMS sowie ein Block-Editor für Content-Pages runden das Angebot ab. Zertifizierte Implementierungs- und Beratungspartner finden sich unter /dienstleister/dynamics-partner.

Stärken und Schwächen

Die zentralen Stärken von dynamic commerce liegen in der konsequenten Verzahnung mit Microsoft Dynamics, der Fähigkeit, B2B- und B2C-Geschäft in einer Plattform abzubilden, sowie in der hohen Funktionsabdeckung für komplexe Mittelstandsanforderungen. Anwender, die Dynamics bereits nutzen, profitieren von einer durchgängigen Datenbasis, ohne separate Middleware aufbauen zu muessen. Auch die starke Präsenz in Deutschland und der europaweite Partneransatz sind Pluspunkte. Demgegenüber stehen die Abhängigkeit von der Microsoft-Welt: Wer kein Dynamics einsetzt oder dies nicht plant, wird die Lösung eher nicht in Erwaegung ziehen. Auch sind die Lizenz- und Implementierungskosten typischerweise höher als bei reinen SaaS-Plattformen wie Shopify oder Shopware. Eine sorgfaeltige Wirtschaftlichkeitsbetrachtung im Kontext der bestehenden ERP-Strategie ist deshalb empfehlenswert. Für die alternative Bewertung von ERP-zentrischen Shops bietet das Verzeichnis unter /software/shop-erp einen Überblick.

Preise und Lizenzmodell

dc AG veroeffentlicht keine festen Listenpreise für dynamic commerce. Lizenzierung und Implementierung werden in der Regel projektbezogen angeboten und richten sich nach Funktionsumfang, Anzahl der Sprachen und Währungen, Mandanten, Rechenzentrumsstrategie und Anbindungstiefe. Typische Mittelstandsprojekte bewegen sich im Bereich mehrerer zehntausend Euro Lizenz- und Implementierungsbudget pro Jahr, hinzu kommen Microsoft-ERP-Lizenzen. Eine Demo und ein detailliertes Angebot erstellt das Unternehmen auf Anfrage. Implementierung erfolgt entweder direkt durch dc AG oder über Microsoft-Dynamics-Partner aus dem Netzwerk.

Implementierung und Migration

Die Einführung von dynamic commerce erfolgt in einem typischen Mittelstands-E-Commerce-Projekt mit Anforderungsanalyse, Konzeption, Customizing, Schnittstellenkopplung, Testbetrieb und Rollout. Standardprojekte laufen je nach Komplexität drei bis neun Monate, größere Konzernprojekte können über ein Jahr hinausgehen. Die Migration aus bestehenden Shopsystemen wie Magento, OXID, Shopware oder einer Eigenentwicklung wird durch Standard-Importskripte und ein erprobtes Migrationsvorgehen unterstuetzt. Stammdaten, Bestände, Preise, Kundenkontingente und historische Bestellungen werden gemeinsam mit dem Microsoft-ERP konsolidiert. Schulungen werden über das interne Trainingsprogramm der dc AG sowie über Microsoft-Dynamics-Partner angeboten. Auch für Marketing- und Content-Teams steht ein dedizierter Schulungspfad bereit, sodass Kategorien, Texte und Pages auch ohne IT-Unterstuetzung gepflegt werden können. Anwenderbeispiele zeigen, dass die enge ERP-Anbindung den Pflegeaufwand für Sortimente und Preise spuerbar reduziert.

Sicherheit und Compliance

dynamic commerce wird in zertifizierten europaeischen Rechenzentren betrieben und entspricht den Anforderungen der DSGVO sowie ueblichen ISO-Sicherheitsstandards. Die Plattform unterstuetzt PCI-DSS-konformes Zahlungsmanagement durch die Anbindung gaengiger Zahlungsanbieter, anti-fraud-Mechanismen werden über Drittanbieter integriert. Single-Sign-On über Microsoft Entra ID ermöglicht eine nahtlose Integration in bestehende Microsoft-Identitaetsstrukturen. Audit-Logs, Versionierungen und detaillierte Berechtigungskonzepte machen die Plattform auch für regulierte Branchen geeignet. Mehrwährungsfähigkeit, mehrsprachige Steuerlogik und elektronische Rechnungslegung in Formaten wie ZUGFeRD und XRechnung sind integriert und erleichtern die Internationalisierung erheblich. Für Anwender, die hohe Compliance-Anforderungen haben, bietet sich der Bezug über die Microsoft Cloud Deutschland oder Private-Cloud-Modelle über Partner an, was insbesondere bei oeffentlichen Auftraggebern und sensiblen B2B-Strukturen relevant ist.

Fazit

dynamic commerce ist eine ausgereifte und tief integrierte E-Commerce-Plattform für Anwender, die ihre Onlinevertriebsstrategie eng mit Microsoft Dynamics 365 Business Central oder NAV verzahnen wollen. Wer eine durchgängige Datenbasis vom Onlineshop bis zum ERP, professionelle B2B-Funktionen und einen erfahrenen Anbieter im DACH-Raum sucht, findet hier eine sehr fundierte Lösung. Für kleinere D2C-Brands oder Anwender ohne Dynamics-Strategie sind dagegen leichtere SaaS-Plattformen meist die wirtschaftlichere Wahl. Insbesondere für Großhändler, Maschinenbauer und Distributoren mit komplexen Konditionsmodellen, kundenindividuellen Sortimenten und mehrstufigen Bestellfreigabeprozessen ist dynamic commerce eine durchdachte Plattform, die über das uebliche Funktionsniveau hinausreicht und in der Praxis hervorragende Ergebnisse liefert. In Summe profitieren Anwender von einer durchgängigen Datenstrecke, der Investitionssicherheit eines etablierten Anbieters, einer breiten Auswahl an erfahrenen Microsoft-Dynamics-Partnern sowie einem klaren Bekenntnis zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Plattform, was den Wert der Investition nachhaltig steigert.

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