ERP – Enterprise Resource Planning

Enterprise Resource Planning (ERP) bezeichnet die integrierte, ganzheitliche Steuerung sämtlicher betriebswirtschaftlicher Ressourcen eines Unternehmens – Material, Personal, Finanzen, Kapazitäten – über eine gemeinsame Software- und Datenbasis.

Ein ERP-System bündelt typischerweise Module für Finanzbuchhaltung, Controlling, Einkauf, Vertrieb, Lagerwirtschaft, Produktion und Personal in einer durchgängigen Anwendung. Zentrale Idee ist die einmalige Datenerfassung an der Quelle und die konsistente Verwendung dieser Daten in allen Geschäftsprozessen, von der Bestellung bis zum Jahresabschluss.

Historisch entwickelte sich ERP aus den Vorgängerkonzepten MRP und MRP II, indem zunehmend Funktionen jenseits der reinen Materialwirtschaft – insbesondere Finanzen, Personal und Vertrieb – integriert wurden. Heute existieren ERP-Lösungen für alle Unternehmensgrößen, von schlanken Cloud-Paketen für KMU bis zu komplexen Suiten wie SAP S/4HANA, Oracle Fusion oder Microsoft Dynamics 365.

ERP grenzt sich von spezialisierten Systemen wie CRM, MES oder einem klassischen Warenwirtschaftsprogramm dadurch ab, dass es Prozesse über Funktionsbereiche hinweg integriert. Gleichzeitig wird ein ERP zunehmend Bestandteil einer breiteren Anwendungsarchitektur, in der spezialisierte Systeme über APIs angebunden sind – Stichwort Postmodern und Composable ERP.

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