
ORDAT.ERP – ERP-System für den produzierenden Mittelstand
ORDAT.ERP – ERP-System für den produzierenden Mittelstand
ORDAT.ERP – bis vor kurzem unter dem Namen FOSS bekannt – ist die ERP-Lösung der ORDAT GmbH & Co. KG aus Giessen. Das mittelhessische Unternehmen blickt auf eine seltene Kontinuitaet zurück: Bereits 1970 wurde ORDAT als Rechenzentrum gegruendet, seit 1980 entwickelt es kontinuierlich eigene ERP-Software. Die Lösung wird heute weltweit in mehr als 270 Unternehmen eingesetzt und positioniert sich als flexible, KI-gestuetzte Standardsoftware für mittelstaendische Fertigungsbetriebe. ORDAT zählt damit zu den wenigen Anbietern in Deutschland, die ein ERP-System über Jahrzehnte selbst entwickeln und an die wandelnden Anforderungen von Industrie 4.0 anpassen.
Hersteller und Geschichte
ORDAT gruendete sein Rechenzentrum am 24. März 1970 in der Ludwigstrasse in Giessen. Etwa zehn Jahre nach Gruendung begann die Entwicklung einer eigenen Software, aus der schließlich FOSS und das heutige ORDAT.ERP hervorgingen. Das Unternehmen ist in zweiter Generation inhabergefuehrt und hat nach eigenen Angaben mehr als 750 ERP-Projekte erfolgreich realisiert. Auf Branchenportalen wie SoftSelect, IT-Matchmaker und SoftGuide wird ORDAT als typischer Spezialist für den industriellen Mittelstand gefuehrt – also für Unternehmen, die Produkte mit Stücklisten, Arbeitsplaenen und Variantenfertigung herstellen.
Funktionsumfang von ORDAT.ERP
ORDAT.ERP ist eine vollintegrierte Standardsoftware mit branchenübergreifender Funktionsbreite. Das System deckt die typischen Kernbereiche Vertrieb, Produktionsplanung und -steuerung, Materialwirtschaft, Einkauf, Lager, Versand, Service und Finanzbuchhaltung ab. Besonders ausgepraegt sind die Funktionen für die Variantenfertigung sowie für Auftrags- und Projektfertigung. Die Lösung unterstuetzt mehrstufige Stücklisten, Konstruktion-Stücklistenübernahme, Arbeitsplaene, Fertigungsauftraege, BDE/MDE und ein integriertes Qualitätsmanagement. Die Software ist mehrsprachig und mehrwaehrungsfaehig und wird mit zwei Releases pro Jahr weiterentwickelt – kundenspezifische Anpassungen werden im Rahmen der Wartung mit dem naechsten Release allen Anwendern kostenfrei bereitgestellt.
Architektur, Technologie und KI
Alle Kerntechnologien von ORDAT.ERP sind Eigenentwicklungen, das System kommt ohne Drittanbieter-Datenbanken oder zusätzliche Lizenzkosten aus. Damit positioniert sich ORDAT als Anbieter aus einer Hand – Software, Datenbank, Entwicklung und Support liegen bei einem einzigen Hersteller. Aktuelle Releases setzen auf moderne Web-Architekturen, Browser-basierte Oberflaechen und Schnittstellen zu MES-, PLM-, CAD- und Shopfloor-Systemen. Der Hersteller positioniert ORDAT.ERP zudem als KI-gestuetzte Lösung – etwa für Prognosen, Anomalieerkennung in Stammdaten oder Assistenzsysteme im Customer Service. Anwender koennen ORDAT.ERP wahlweise on-premises oder als Cloud-Lösung beziehen.
Branchen und Zielgruppen
ORDAT.ERP wendet sich an Fertigungsunternehmen mit komplexen Stück- und Variantenstrukturen. Typische Anwender stammen aus Maschinen- und Anlagenbau, Automobilzulieferindustrie, Elektronik, Medizintechnik, Kunststoffverarbeitung und Konsumgueterproduktion. Die Lösung ist explizit für den deutschen Mittelstand konzipiert – also für Unternehmen mit etwa 50 bis 1.000 Mitarbeitenden, die einen mittleren bis hohen Fertigungs-Reifegrad haben und ihre Prozesse standardisiert in einer einzigen ERP-Lösung abbilden moechten. Mit der Microsoft-Dynamics-AX-Praxis, die ORDAT in der Vergangenheit zusätzlich angeboten hat, beobachtet das Unternehmen den Markt seit Jahren auch aus der Perspektive einer Tier-1-Plattform.
Implementierung und Service
ORDAT bietet die ERP-Einführung in Eigenregie als Komplettpaket an. Beratung, Customizing, Schulung und Hosting kommen aus einer Hand, was insbesondere für mittelstaendische Kunden ohne große interne IT-Mannschaft attraktiv ist. Auf der KMO-Messe in Bad Salzuflen und anderen Branchenveranstaltungen präsentiert ORDAT regelmäßig Neuheiten rund um ORDAT.ERP. Der Anbieter wirbt mit kurzen Wegen, festen Ansprechpartnern und einer hohen Wiederbeauftragungsquote – Kennzeichen, die in inhabergefuehrten Software-Mittelstaendlern häufiger anzutreffen sind als bei internationalen Konzernen.
Vergleich mit anderen Mittelstandsloesungen
Im Wettbewerb steht ORDAT.ERP vor allem mit Lösungen wie proALPHA, abas ERP, oxaion oder PSIpenta. Im Vergleich zu diesen Anbietern punktet ORDAT mit der Eigenständigkeit der Technologie, einer vergleichsweise schlanken Organisation und einer klaren Fokussierung auf den deutschen Mittelstand. Wer hingegen einen internationalen Konzern mit Multi-Country-Rollout im Blick hat, wird häufig auch SAP oder Microsoft-Dynamics-Lösungen in den Vergleich nehmen muessen.
Investitionsschutz durch Inhaberfuehrung
In einem Markt, in dem ERP-Hersteller regelmäßig durch internationale Investoren übernommen, abgespalten oder fusioniert werden, ist die seit Generationen bestehende Inhaberfuehrung von ORDAT ein entscheidender Faktor für Investitionsschutz. Anwender koennen davon ausgehen, dass die Roadmap nicht durch kurzfristige Eigentuemerwechsel oder Restrukturierungen umgeworfen wird. Auch die personelle Kontinuitaet bei Beraterinnen, Beratern und Entwicklern ist hoeher als bei vielen Konzern-Anbietern. Diese Stabilität macht ORDAT besonders attraktiv für Familienunternehmen, die langfristig denken und einen Partner mit aehnlicher Werteorientierung suchen.
Variantenfertigung und Konfigurator
Eine besondere Staerke von ORDAT.ERP liegt in der Abbildung von Variantenfertigung und Produktkonfiguration. Zahlreiche mittelstaendische Hersteller produzieren auftragsbezogen, etwa im Maschinen- oder Sondermaschinenbau, in der Verpackungsmittelindustrie oder im Sonderfahrzeugbau. ORDAT.ERP unterstuetzt diese Geschäftsmodelle mit konfigurierbaren Stücklisten, regelbasierten Variantengeneratoren und einer engen Verzahnung zwischen Vertrieb, Konstruktion und Fertigung. Aus einem Vertriebskonfigurator entstehen automatisch Auftragsstuecklisten, Arbeitsplaene und Fertigungsauftraege – ein Prozess, der bei Anbietern ohne diesen Funktionsumfang oft nur durch teure Eigenentwicklungen oder externe PLM-Systeme abzubilden ist.
Industrie 4.0 und Shopfloor-Anbindung
Im Zuge von Industrie 4.0 hat ORDAT seine Shopfloor- und Maschinen-Anbindung erweitert. Die Lösung kann über MES-Schnittstellen, OPC UA und gaengige IIoT-Protokolle Daten aus Fertigungsmaschinen, Pruefstaenden und Lagerautomaten in Echtzeit verarbeiten. Damit lassen sich Auftragsfortschritt, Auslastung und Stoerungen unmittelbar in der ERP-Schicht sichtbar machen. Für mittelstaendische Industriebetriebe ist diese durchgängige Datenkette ein wichtiger Hebel, um Lieferzeiten zu verkürzen, Bestaende zu reduzieren und die OEE (Overall Equipment Effectiveness) systematisch zu erhoehen.
Lokalisierung und international einsetzbare Standards
Obwohl ORDAT.ERP einen klaren Fokus auf den deutschsprachigen Mittelstand hat, ist das System mehrsprachig und mehrwaehrungsfaehig. Anwender setzen die Lösung in mehreren Ländern ein, um auch internationale Tochtergesellschaften standardisiert anzubinden. Für typische deutsche Pflichten – etwa GoBD, e-Rechnung (XRechnung, ZUGFeRD), elektronische Lohnsteueranmeldung oder Zahlungsverkehr nach SEPA – sind passende Funktionen Bestandteil der Standardloesung. Diese Tiefe ist gerade für Familienunternehmen ein Argument, das oft den Ausschlag gegen eine internationale Tier-1-Plattform gibt, deren Lokalisierung zwar möglich, aber teurer und langsamer aktualisiert wird.
Fazit für Industrie-Entscheider
ORDAT.ERP (ehemals FOSS) ist eine in Deutschland entwickelte, über Jahrzehnte gewachsene ERP-Standardsoftware für den produzierenden Mittelstand. Wer ein praxisbewaehrtes System mit tiefer Fertigungslogik, einem überschaubaren, inhabergefuehrten Anbieter und einer klaren Roadmap inklusive KI-Faehigkeiten sucht, sollte ORDAT.ERP in die engere Auswahl nehmen. Insbesondere für hessische und sueddeutsche Mittelstaendler lohnt sich der Blick auf den Anbieter aus Giessen, dessen Nähe zu Kunden und Branchen das Unternehmen seit über 50 Jahren auszeichnet. Dass alle Schluesseltechnologien aus eigener Hand kommen, reduziert das Lizenz- und Lieferantenrisiko spuerbar – ein Punkt, der gerade in turbulenten Marktphasen an Bedeutung gewinnt.
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