Hublify Commerce Plattform ist eine cloudbasierte Commerce- und ERP-Lösung der Hamburger e-matters GmbH, die seit über 15 Jahren Software für E-Commerce und digitale Geschäftsmodelle entwickelt. Die Plattform versteht sich nicht als klassisches ERP, sondern als modulares Daten- und Prozess-Backbone, das Produktdaten, Bestände, Aufträge, Kunden, Preise und Abrechnung über alle Kanäle hinweg konsolidiert. Damit positioniert sich Hublify als zentrale Steuerung für moderne Multichannel-Händler, Markenhersteller und Marktplatzbetreiber, die ihre digitalen Verkaufsprozesse standardisieren und automatisieren wollen. Die headless und API-first konzipierte Architektur erlaubt eine flexible Integration in bestehende Shop-, ERP- und Logistiksysteme. Hublify wird in deutschen Rechenzentren betrieben und ist DSGVO-konform. Mit einem starken Schwerpunkt auf Datenqualität, niedriger Komplexität bei der Anbindung und schnellen Time-to-Market richtet sich die Lösung primär an mittelständische bis große Händler, die ihre Commerce-Architektur konsequent modernisieren wollen. Mehr zur Einordnung im Markt findet sich in unserer Übersicht zu Handelssystemen.
Funktionsumfang
Hublify ist modular aufgebaut und besteht aus sieben Hauptbausteinen, die einzeln oder kombiniert genutzt werden können. Das PIM-Modul übernimmt zentrales Produktdatenmanagement mit umfangreichen Attributen, Übersetzungen, Medien, Varianten und Datenqualitätsregeln. Das Order-Management steuert Aufträge, Rechnungen, Retouren und Stornierungen channelübergreifend und automatisiert wiederkehrende Prozesse. Das Warehouse-Modul bietet Echtzeit-Bestandsführung über mehrere Lagerorte hinweg und unterstützt Multi-Warehouse-Strategien. Das CDM-Modul (Customer Data Management) bündelt Kundendaten für Personalisierung, Loyalty-Programme und Marketing-Automatisierung. Das Billing-Modul ermöglicht Vertrags-, Subscription- und Tarifabrechnung, etwa für Abo- oder Service-Geschäftsmodelle. Mit dem Analytics-Modul stehen Dashboards, KPIs und Reports zur Verfügung. Das Marketplace-Modul erlaubt Betreibern, eigene B2B- oder B2C-Marktplätze mit Händlerverwaltung, Provisionierung und Onboarding aufzusetzen. Über eine Low-Code-Workflow-Engine namens Flows lassen sich Geschäftsprozesse ohne tiefe Programmierung modellieren. Mehr als 25 Standardintegrationen, darunter Shopify, Shopware, WooCommerce, Salesforce sowie Buchhaltungssysteme, runden den Funktionsumfang ab. Die headless Struktur erlaubt es, Frontends, Apps und Marktplatzoberflächen frei zu wählen, während Hublify als Headless-Commerce-Plattform die Logik und Daten bereitstellt.
Zielgruppe und Branchen
Hublify richtet sich an mittelständische und große Händler, Markenhersteller und Marktplatzbetreiber mit ambitionierten Digital-Strategien. Typische Anwender stammen aus dem E-Commerce, dem stationären Multichannel-Handel sowie aus Branchen wie Mode und Lifestyle, Lebensmittel, Pharma und Kosmetik, Luxusgüter, Maschinenbau und Telekommunikation. Auch B2B-Händler mit komplexen Preis- und Konditionsmodellen sowie Hersteller, die direkten Endkundenkanal aufbauen, gehören zur Zielgruppe. Über das Marketplace-Modul adressiert Hublify zusätzlich Unternehmen, die selbst Marktplätze für Drittanbieter starten oder bestehende Plattformen modernisieren wollen. Aufgrund der modularen Struktur lassen sich Pilotprojekte gezielt mit einzelnen Bausteinen wie PIM oder Order-Management starten und schrittweise ausbauen, was Hublify auch für komplexe Transformationsprojekte attraktiv macht.
Technologie und Bereitstellung
Technologisch ist Hublify als cloud-native, API-first-Plattform konzipiert. Alle Module nutzen ein gemeinsames Datenmodell und kommunizieren über standardisierte REST- und Webhook-Schnittstellen. Die Headless-Architektur trennt Backend-Logik strikt von Frontends, sodass beliebige Shopfronten, mobile Apps oder Marktplätze angebunden werden können. Hublify wird ausschließlich in deutschen Rechenzentren betrieben und ist DSGVO-konform sowie GoBD-relevant. Über vorgefertigte Konnektoren lassen sich gängige Shop-, ERP-, Marketing- und Logistiksysteme einbinden; eigene Integrationen können über die offene API entwickelt werden. Die Low-Code-Engine Flows erlaubt es Fachanwendern, eigene Geschäftsprozesse zu modellieren, Trigger zu definieren und externe Systeme aufzurufen. Updates erfolgen automatisch und kontinuierlich; Anpassungen werden über Konfigurationen, eigene Felder und Flows realisiert, sodass Updates nicht durch tiefe Code-Eingriffe gefährdet werden.
Stärken und Schwächen
Die größten Stärken von Hublify liegen in der modularen, API-first ausgelegten Architektur, dem starken PIM- und Marketplace-Fokus sowie der hohen Anpassungsfähigkeit über Flows und individuelle Datenfelder. Anwender berichten von einer schnellen Implementierung, einer flexiblen Datenstruktur und einer guten Integration in bestehende Systemlandschaften. Auch die Spezialisierung auf den Commerce-Kontext und die langjährige E-Commerce-Erfahrung von e-matters sind Vorteile. Schwächen können sich daraus ergeben, dass Hublify kein klassisches Vollumfangs-ERP mit tiefen Funktionen für Finanzbuchhaltung, Personalwesen oder Produktion ist; diese Bereiche werden in der Regel über Drittsysteme abgedeckt. Auch die Marktbekanntheit ist im Vergleich zu globalen Plattformen geringer, was den Beraterpool kleiner hält. Für sehr kleine Händler mit einfachen Anforderungen kann der Funktionsumfang überdimensioniert sein.
Preise und Lizenzmodell
Hublify wird im Subskriptionsmodell vertrieben. Einstiegspreise beginnen ab etwa 49 Euro pro Monat für einzelne Apps, mit modular skalierenden Tarifen für wachsende Unternehmen bis hin zu Enterprise-Lösungen. Eine vierwöchige kostenlose Testphase erlaubt das Ausprobieren ausgewählter Module. Die genaue Total Cost of Ownership hängt von der Anzahl gewählter Module, dem Datenvolumen und individuellen Integrationsleistungen ab und wird projektbezogen kalkuliert.
Preise und Kostenrahmen für Hublify Commerce Plattform
Realistische Kostenbandbreiten in der Kategorie Cloud Native für ein typisches Mittelstands-Setup mit 50 Anwendern. Konkrete Preise sind beim Anbieter direkt zu erfragen.
Stärken und Schwächen von Hublify Commerce Plattform
Bewertung typischer Vor- und Nachteile in der Kategorie Cloud Native. Diese Einschätzungen sind generisch — die Eignung im konkreten Fall hängt von Branche und Größe ab.
Stärken
Niedriger Einstieg ohne Hardware- oder Lizenz-Investment
Automatische Updates und kontinuierliche Innovation
Mobile-First-UX und moderne API-First-Architektur
Schnelle Skalierbarkeit nach oben und unten
Mögliche Schwächen
Eingeschränkte Customizing-Tiefe gegenüber On-Premise
Vendor-Lock-in durch SaaS-Plattform-Bindung
Datenhoheit beim Anbieter (DSGVO-Audit nötig)
Fazit
Hublify Commerce Plattform ist eine moderne, cloud-native Datendrehscheibe und Commerce-Plattform für ambitionierte Multichannel-Händler, Marken und Marktplatzbetreiber. Wer eine flexible, headless aufgestellte Lösung sucht, die PIM, Order-Management, Marketplace-Betrieb und Subscription-Abrechnung in einem System bündelt, erhält mit Hublify eine schlanke, API-first orientierte Plattform aus deutscher Hand. Klassische Industrie-ERP-Anforderungen werden hingegen besser über spezialisierte ERP-Plattformen abgedeckt, die Hublify ergänzen. Innerhalb der deutschen Cloud-Commerce-Landschaft positioniert sich die Lösung als interessante Alternative zu globalen Headless-Plattformen.
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Häufig gestellte Fragen
Ist Hublify Commerce Plattform cloud-basiert oder on-premise?
Die Bereitstellungs-Optionen variieren je nach Anbieter — viele Systeme bieten heute beide Varianten oder ein hybrides Modell. Details zu Vor-/Nachteilen unter Cloud-ERP vs On-Premise.
On-Premise bleibt vor allem in regulierten Branchen und bei tiefem Customizing relevant; Cloud dominiert dagegen bei Neuprojekten ab Mittelstand.
Wer ist der Hersteller hinter Hublify Commerce Plattform?
Hersteller-Stammdaten (Sitz, Mitarbeiterzahl, Eigentümer-Struktur) finden Sie im Anbieterprofil oben. Diese Faktoren sind wichtig für die Bewertung der Zukunftsfähigkeit eines ERP-Anbieters und sollten in jedem Auswahlprozess geprüft werden.
Eigentümer-geführte Anbieter punkten mit Kontinuität, börsennotierte mit Investitionssicherheit und größerer Roadmap-Stabilität.
Welche Berichte und Dashboards bietet Hublify Commerce Plattform?
Standard-Reports decken FiBu, Vertrieb, Lager und Produktion ab. Eigene Dashboards via Power BI, Tableau oder eingebauten BI-Tools sind oft optional — siehe Business-Intelligence.
Self-Service-BI-Tools wie Power BI, Tableau oder Qlik werden zunehmend direkt eingebunden, was eigene Auswertungen ohne IT-Hilfe ermöglicht.
Welche AI-/KI-Features bietet Hublify Commerce Plattform?
Aktuelle ERP-Systeme integrieren KI für Forecasting, Anomalie-Erkennung, Rechnungs-OCR und Conversational-UI (Microsoft Copilot, SAP Joule). Konkrete KI-Module zeigt das Anbieterprofil.
Praxisrelevante KI-Module sind heute Demand-Forecasting, Predictive Maintenance, Rechnungs-OCR und Conversational UI für Backoffice-Mitarbeitende.
Wie ist Hublify Commerce Plattform im Vergleich zu SAP?
SAP ist Marktführer für Großkonzerne; im Mittelstand gibt es zahlreiche schlankere Alternativen mit oft tieferer Branchen-Expertise. Konkrete Vergleiche: ERP-Vergleichsseiten.
SAP-Lösungen haben höchste Funktions-Tiefe, sind aber im Customizing teurer als Mittelstands-Konkurrenten.