Predictive Maintenance – vorausschauende Instandhaltung

Predictive Maintenance (vorausschauende Instandhaltung) prognostiziert Wartungsbedarf an Maschinen und Anlagen anhand von Sensordaten und ML-Modellen. Statt zeitbasierter (preventive) oder reaktiver Wartung wird Wartung dann durchgeführt, wenn die Daten zeigen, dass sie tatsächlich nötig wird.

Bausteine einer Predictive-Maintenance-Lösung

  • Sensorik: Schwingung, Temperatur, Druck, Strom, Akustik
  • Edge-Computing für lokale Vorverarbeitung
  • IoT-Plattform für Datenaggregation
  • ML-Modelle für Anomalie- und Trend-Erkennung
  • ERP-/CMMS-Integration für Wartungsauftrags-Erzeugung

ROI-Logik

Studien zeigen für Predictive Maintenance:

  • Reduktion ungeplanter Stillstände um 30–50 Prozent
  • Verlängerung der Maschinenlebenszeit um 20–40 Prozent
  • Reduktion der Wartungskosten um 10–40 Prozent
  • Reduktion des Ersatzteilbestands um 20–30 Prozent

Voraussetzung: konsistente Sensordaten über mindestens 6 bis 12 Monate, um robuste ML-Modelle zu trainieren.

Anbieter

Plattformen mit ERP-Integration: SAP Predictive Asset Insights, IBM Maximo, Microsoft Azure IoT mit Predictive Maintenance, PTC ThingWorx, Bosch IoT Suite, Siemens MindSphere, Cassantec.

Häufige Fragen

Reicht ein einfaches Condition Monitoring?

Für viele Anwendungen ja. Condition Monitoring liefert Schwellenwert-Alarme. Predictive Maintenance ergänzt um ML-basierte Trendprognosen.

Wie lange dauert ein Predictive-Maintenance-Pilot?

6 bis 12 Monate, davon mindestens 4 Monate für Datenerhebung und Modelltraining.

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