Digital Twin – digitaler Zwilling im ERP-Kontext
Ein Digital Twin (digitaler Zwilling) ist ein digitales Abbild eines physischen Objekts oder Prozesses, das in Echtzeit oder nahezu Echtzeit synchronisiert wird. In der Industrie werden Digital Twins für Maschinen, Anlagen, Produkte und ganze Fabriken eingesetzt – mit Anbindung an ERP, MES, IoT und CAD/PLM.
Drei Ebenen von Digital Twins
Asset Twin
Digitales Abbild einer einzelnen Maschine oder Anlage. Verwendung: Predictive Maintenance, Remote-Diagnose, Condition Monitoring.
Process Twin
Digitales Abbild eines Produktions- oder Logistikprozesses. Verwendung: Simulation, Prozessoptimierung, Fehleranalyse.
System Twin
Digitales Abbild einer kompletten Wertschöpfungskette. Verwendung: Supply-Chain-Optimierung, Resilienz-Planung.
Anbieter
Marktführer für Digital-Twin-Plattformen:
- Siemens NX mit Teamcenter und Mendix
- Microsoft Azure Digital Twins
- AWS IoT TwinMaker
- PTC ThingWorx
- Ansys Twin Builder
- Bentley iTwin für Bauprojekte
Integration mit ERP
Digital Twins ergänzen das ERP, ersetzen es nicht. Während das ERP Stammdaten und Auftragslogik führt, liefert der Digital Twin Echtzeit-Status, Simulationen und Prognosen. Eine saubere Integration läuft typischerweise über IoT-Plattformen und APIs (REST oder OPC-UA).
Häufige Fragen
- Brauche ich Digital Twin im Mittelstand?
Bei kapitalintensiven Maschinen oder komplexer Produktion ja. Quick Wins gibt es bei Predictive Maintenance bereits ab 2-3 großen Maschinen.
- Was kostet ein Digital Twin?
Asset Twins ab 30.000 EUR pro Maschine, System Twins für ganze Fabriken 500.000 EUR aufwärts.
