PIM – Product Information Management
Ein PIM (Product Information Management) ist ein System für die zentrale Pflege von Produktdaten – Texte, Bilder, technische Spezifikationen, Klassifikationen, Marketingbeschreibungen. PIM-Systeme stehen typischerweise zwischen ERP (Stammdaten und Bewegungen) und Vertriebskanälen (Webshop, Marktplatz, Print, App).
Wann sich ein PIM lohnt
Faustregel: ab etwa 5.000 SKUs in mehreren Vertriebskanälen oder bei intensiver Mehrsprachigkeit. Im E-Commerce und im technischen Großhandel ist PIM oft unverzichtbar. Mehr zur Multichannel-Logik im Beitrag ERP für Multichannel.
PIM-Anbieter
Marktführer sind Akeneo, Pimcore, Contentserv, inriver, Stibo Step, Salsify und Riversand. Viele Anbieter setzen ergänzend auf DAM (Digital Asset Management) für Bilder und Videos.
PIM oder ERP-Stammdaten?
Im ERP gehören wirtschaftliche Stammdaten (Preis, Beschaffung, Disposition). Im PIM gehören Marketing-Daten und Kanalinformationen. Eine saubere Datenarchitektur trennt beides klar und nutzt das ERP als Master für Stammdaten und das PIM als Master für Marketinginformationen.
Häufige Fragen
- Lohnt sich ein PIM bei 1.000 Artikeln?
Meist nicht. Bei sehr intensiver Mehrsprachigkeit oder mehreren Marktplätzen kann es trotzdem sinnvoll sein.
- Was kostet ein PIM?
Cloud-PIMs ab 1.500 EUR pro Monat (Akeneo, Salsify Cloud), Enterprise-PIMs 50.000–500.000 EUR Implementierung.
