Low-Code-ERP
Low-Code-ERP bezeichnet ERP-Lösungen, deren Anpassung und Erweiterung weitgehend über grafische Modellierungs- und Entwicklungswerkzeuge erfolgt – mit minimalem Anteil klassischer Programmierung.
Low-Code-Plattformen stellen Bausteine wie Datenmodelle, Formulare, Workflows, Regeln, Berichte und Integrationen über visuelle Editoren bereit. Der Vorteil liegt in höherer Geschwindigkeit, niedrigerer Einstiegshürde und besserer Einbindung von Fachbereichen.
Grenzen liegen in komplexen, performancekritischen oder hochregulierten Szenarien, in denen klassische Entwicklung weiterhin notwendig bleibt. Auch Governance ist entscheidend.
Praxis-Beispiel: Low-Code-Erweiterung im ERP
Ein Vertriebsleiter braucht ein neues Dashboard, das Auftragseingänge nach Region und Vertriebsmitarbeiter filtert. Statt einen Beratertag zu beauftragen (~1.500 €) und zwei Wochen zu warten, baut er das Dashboard in 30 Minuten selbst — über die Low-Code-Plattform seines ERP-Systems. Drag-and-Drop-Visualisierung, Anbindung an Standard-Datenmodelle, kein Code-Wissen nötig. Bekannte Low-Code-Funktionalitäten: Microsoft Power Platform (Power BI, Power Apps, Power Automate) für Dynamics 365, Oracle APEX, Odoo Studio, SAP Build Apps. Diese Self-Service-Möglichkeit reduziert die IT-Abhängigkeit deutlich — Fachbereiche werden zu Citizen-Developern.
Häufige Fragen zum Low-Code-ERP
Wo sind die Grenzen von Low-Code? Komplexe Geschäftslogik, Performance-kritische Berechnungen, tiefe Schnittstellen zu externen Systemen — das bleibt Pro-Code-Domäne. Low-Code ist stark bei UI-Anpassung, Reports, Workflows und einfachen Datenmodell-Erweiterungen. Was ist Citizen Development? Mitarbeiter aus Fachbereichen (ohne formale IT-Ausbildung) erstellen mit Low-Code eigene Lösungen — typisch kleinere Apps, Reports, Workflows. Wichtig: klare Governance, sonst entstehen unsichere Schatten-Apps. Welche Fertigkeiten sollten Citizen Developers haben? Logisches Denken, Verständnis für Datenstrukturen, Bereitschaft zu lernen. Tiefe IT-Kenntnisse sind nicht nötig — eher Excel-Power-User-Profil.
Verwandte Begriffe: No-Code, Workflow-Engine, Customizing, Composable ERP
Häufig gestellte Fragen
Wo wird Low code erp eingesetzt?
Typische Einsatzgebiete sowie Branchenbeispiele finden Sie im Hauptteil. Verwandte Konzepte zeigen die internen Verlinkungen zu unserem ERP-Glossar.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Welche Tools/Systeme unterstützen Low code erp?
Welche ERP-Systeme Low code erp besonders gut umsetzen, finden Sie unter Software-Übersicht mit Filterfunktion.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Eine fundierte Antwort erfordert immer den Blick auf die individuellen Geschäftsprozesse und die strategische IT-Roadmap.
Welche Standards/Normen sind für Low code erp relevant?
Welche Zertifizierungen oder Schulungen gibt es zu Low code erp?
Schulungs- und Zertifizierungs-Angebote finden Sie unter ERP-Schulungs-Anbieter. Hersteller bieten oft eigene Berater-Zertifizierungen an.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Welche Alternativen gibt es zu Low code erp?
Alternativen und ergänzende Konzepte werden im Hauptteil beleuchtet — siehe auch verwandte Glossar-Begriffe für Abgrenzungen.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Eine fundierte Antwort erfordert immer den Blick auf die individuellen Geschäftsprozesse und die strategische IT-Roadmap.
