Low-Code-Plattformen – Erweiterungen ohne Entwickler
Low-Code-Plattformen erlauben, Anwendungen und ERP-Erweiterungen weitgehend ohne Programmierung zu bauen. Drag-and-Drop-Modellierung ersetzt klassisches Customizing. Gut für Citizen Developer und schnelle Prozess-Anpassungen.
Marktführer
OutSystems
Mendix (Siemens)
Microsoft Power Platform (Power Apps + Power Automate)
SAP Build (vormals SAP AppGyver)
ServiceNow App Engine
Appian
Use Cases im ERP-Umfeld
Mobile Apps für Außendienst
Spezielle Genehmigungs-Workflows
Self-Service-Portale (Lieferanten, Kunden)
Integration kleiner Drittsysteme
Ad-hoc-Reports und Dashboards
Praxis-Beispiel
Mit Low-Code-Plattformen erstellen Fachbereich-Mitarbeiter eigene Apps und Workflows ohne Programmierung — per Drag-and-Drop, Vorlagen und visueller Logik. Microsoft Power Platform (Power Apps, Power Automate, Power BI) ist im Microsoft-Umfeld dominant. Andere: OutSystems, Mendix, Appian, Salesforce Lightning, ServiceNow. Anwendungs-Bereiche im ERP-Kontext: kleine Erweiterungen ohne Customizing, schnelle Reports, Workflow-Anpassungen. Citizen-Developer-Konzept: Fachbereich entlastet die zentrale IT.
Wo sind Low-Code-Grenzen? Komplexe Geschäftslogik, performance-kritische Berechnungen, tiefe Schnittstellen-Integration. Diese bleiben Pro-Code-Domäne. Wie wird Governance bei Citizen Development sichergestellt? Center of Excellence (CoE) mit Templates, Best Practices, Review-Prozess. Ohne Governance entstehen Schatten-Apps mit Sicherheits- und Wartungs-Risiken.
Ein Mittelständler erweitert sein ERP über eine Low-Code-Plattform (z.B. Microsoft Power Platform, Mendix, OutSystems, SAP BTP), um eigene Workflows ohne klassische Entwicklung zu bauen.
Beispiel: Die Buchhaltung modelliert sich per Drag-and-Drop ein eigenes Genehmigungs-Workflow für Spesenabrechnungen, das ohne Programmiersprache auskommt. Das Customizing bleibt updatefähig, weil es nicht im Standard-Code stattfindet.