UniWare – Low-Code-ERP-Plattform aus Leipzig

Herstelleruniware GmbH
KategorieMittelstand
UniWare auf einen Blick
Herstelleruniware GmbH
KategorieMittelstand
MarktpositionTier 3 — Spezialist oder Nischen-Anbieter
Bereitstellungs-ModellCloud, On-Premises oder Hybrid je nach Lizenzmodell
Typische ZielgrößeMittelstand (50–500 Mitarbeiter)
Hersteller-Webseitewww.uniware.online

UniWare – Low-Code-ERP-Plattform aus Leipzig

UniWare ist eine modulare Geschäftssoftware der uniware GmbH aus Leipzig, die als Low-Code-Plattform vermarktet wird. Anders als klassische monolithische ERP-Systeme verfolgt UniWare einen Baukasten-Ansatz: Über die hauseigene SmartWare-Plattform werden Module und Geschäftsanwendungen aus vorgefertigten, qualitätsgeprüften Komponenten zusammengesetzt. Damit positioniert sich der Anbieter als Brücke zwischen Standardlösung und Individualentwicklung – eine Nische, die für mittelständische Unternehmen mit speziellen Prozessen zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Hersteller und Hintergrund

Die uniware GmbH wurde 2014 als Spin-off der Universität Leipzig gegründet und firmiert seit 2017 unter dem heutigen Namen. Hauptsitz ist die Sommerfelder Straße 71 in 04316 Leipzig. Das Unternehmen ist im Handelsregister Leipzig unter HRB 34374 eingetragen und gehört zu den jüngeren, technologiegetriebenen ERP-Anbietern im deutschen Mittelstandsmarkt. Eigenen Angaben zufolge hat UniWare mehr als 1.000 Anwender bei rund einem Dutzend Bestandskunden im Einsatz, darunter Konzerne wie Marquard & Bahls, EDF Renewables, Skytanking sowie die CESA Group. Das Team kombiniert akademisches Forschungs-Know-how mit praktischer Implementierungserfahrung in Energie-, Logistik- und Servicebranchen.

Funktionsumfang von UniWare und SmartWare

Die SmartWare-Plattform stellt einen kompletten Werkzeugkasten zur Verfügung, mit dem komplette ERP-Systeme, ergänzende Fachanwendungen und Workflow-Lösungen modelliert werden. Standardmäßig deckt UniWare die typischen ERP-Domänen ab: Auftragsverwaltung, Beschaffung, Lagerwirtschaft, Produktion, Service, Projektmanagement, CRM, Finanzbuchhaltung, Reporting und Business Intelligence. Über die Low-Code-Engine lassen sich kundenspezifische Geschäftsobjekte, Eingabemasken, Workflows und Dashboards ohne klassisches Programmieren erstellen. Die Plattform unterstützt mehr als 60 Sprachen und ist in zwölf Ländern produktiv im Einsatz. Anwender berichten, dass sich Anpassungen, die in monolithischen ERP-Systemen wochenlange Customizing-Projekte bedeuten würden, in UniWare oft binnen Tagen umsetzen lassen.

Zielgruppe und Branchen

UniWare richtet sich an mittelständische Unternehmen mit individuellen Prozessen, die mit klassischen Standard-ERP-Systemen entweder funktional unterversorgt sind oder zu hohen Customizing-Aufwand fürchten. Die Referenzliste deutet auf eine starke Präsenz in Energie und Tankinfrastruktur, Logistik und projektorientierten Dienstleistungen hin. Auch in regulierten Branchen wie Versorgern, Aviation und im B2B-Service kommt UniWare zum Einsatz, wo schnelle Abbildung neuer regulatorischer Anforderungen besonders wertvoll ist.

Architektur und Technologie

Die SmartWare-Plattform basiert auf Microsoft Blazor und nutzt damit eine moderne, web-native .NET-Technologie für Server- und Client-seitige Anwendungen. UniWare wird als Cloud-Lösung gehostet bereitgestellt, kann auf Wunsch aber auch im Kunden-Rechenzentrum oder in einer Private-Cloud betrieben werden. Schnittstellen zu Standard-Systemen wie SAP, Microsoft Dynamics 365 und proALPHA sind möglich – uniware positioniert SmartWare ausdrücklich auch als Ergänzung zu bestehenden ERP-Landschaften, etwa als Spezialfront-end oder als Workflow-Layer. Die Architektur unterstützt Mandantenfähigkeit, rollenbasierte Berechtigungen und API-First-Integration.

Stärken und Schwächen

Die größte Stärke von UniWare ist die Geschwindigkeit, mit der sich neue Geschäftsanwendungen modellieren lassen. Der Anbieter wirbt mit durchschnittlichen Support-Antwortzeiten von 1,5 Stunden, was für einen kleineren Mittelstandsanbieter beachtlich ist. Auch der Verzicht auf klassische Lizenzgebühren und Wartungsverträge zugunsten eines Subscription-Modells entlastet das IT-Budget. Schwächen liegen in der vergleichsweise geringen Marktbekanntheit gegenüber Schwergewichten wie SAP, Microsoft Dynamics oder proALPHA: Wer ein international etabliertes ERP für Konzernreporting sucht, wird woanders fündig. Auch das Ökosystem an Beratungshäusern ist deutlich kleiner als bei Standardprodukten – UniWare-Projekte werden in der Regel direkt vom Hersteller oder über wenige Partner umgesetzt.

Preise

uniware veröffentlicht keine Listenpreise. Das Geschäftsmodell ist subscriptions-basiert mit individueller Kalkulation pro Use Case und Nutzerzahl. Die Investitionssicherheit wird über klassische SaaS-Verträge mit definierten Service-Levels abgebildet; Hardware- und Wartungskosten klassischer On-Premise-Systeme entfallen damit weitgehend.

Fazit

UniWare ist ein interessanter Kandidat für mittelständische Unternehmen mit hohem Anspruch an Prozessindividualität, die einen technologisch modernen, in Deutschland gehosteten ERP-Plattform-Partner suchen. Die Kombination aus Low-Code, Blazor-basierter Architektur und schnellem deutschsprachigem Support hebt UniWare aus der Masse generischer Cloud-ERPs heraus. Im Auswahlprozess sollte die Plattform daher gegen klassische Mittelstands-ERPs wie proALPHA, Sage oder Microsoft Dynamics 365 Business Central antreten – idealerweise mit einer konkreten Pilotanwendung, die den Geschwindigkeitsvorteil der Low-Code-Plattform belegt. Für Unternehmen, die zudem Wert auf DSGVO-konformes Hosting in Deutschland legen, ist UniWare ein ernstzunehmender Mitbewerber im DACH-Mittelstand.

Hersteller-Homepage von UniWare

Aktuelle Ansicht der Webseite https://www.uniware.online/

Screenshot der Homepage von UniWare

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