GraphQL – moderne API-Abfragesprache
GraphQL ist eine Abfragesprache für APIs, ursprünglich von Facebook entwickelt. Anders als REST – das pro Endpunkt feste Datenstrukturen liefert – erlaubt GraphQL dem Client, genau die benötigten Felder anzufordern. In ERP-Integrationen reduziert das Datenvolumen und ermöglicht flexiblere Front-Ends.
Vorteile gegenüber REST
- Single Endpoint: ein API-Endpunkt für alle Abfragen
- Anforderungs-genaue Antworten: keine Over-/Underfetching
- Schema-getrieben: Auto-Doku aus dem Typsystem
- Subscriptions: Real-Time-Updates über WebSockets
- Versionierung oft eleganter als bei REST
GraphQL in ERP-Systemen
- SAP S/4HANA: GraphQL-Erweiterungen über CAP-Framework
- Microsoft Dynamics 365: GraphQL via Dataverse Power Platform
- Oracle NetSuite: SuiteQL als ähnliche Konzept
- Odoo: GraphQL-Erweiterung verfügbar
Wann GraphQL sinnvoll ist
GraphQL lohnt sich besonders bei modernen Frontends mit komplexen Datenanforderungen, mehreren Channels (Web, Mobile, App) und häufig wechselnden Datenmodellen. Für klassische Backend-zu-Backend-Integration bleibt REST oft pragmatischer.
Häufige Fragen
- Sollte ich GraphQL oder REST nutzen?
Bei einfachen Integrationen REST. Bei komplexen Frontends mit vielen Datenquellen GraphQL.
- Performt GraphQL besser als REST?
Nicht automatisch. Über-aggressive GraphQL-Queries können Server überlasten. Pro Use Case bewerten.
