Headless ERP – Entkopplung von Backend und UI
Ein Headless ERP stellt seine Funktionen ausschließlich über APIs (typisch REST oder GraphQL) bereit, ohne festes Frontend. UI-Schichten werden separat gebaut – als Web-, Mobile- oder Custom-Anwendung. Headless-Ansätze gewinnen in Cloud- und Composable-ERP-Architekturen an Bedeutung.
Vorteile
- UI-Flexibilität: dedizierte UIs für unterschiedliche Rollen und Geräte
- Schnelle Anpassungen: UI-Änderungen ohne ERP-Eingriff
- Best-of-Breed-Architektur: ERP + spezialisierte UI-/Workflow-Tools
- Multichannel-Tauglichkeit: gleicher Backend für Web, App, Voice
Anbieter mit API-First-Stack
- Oracle NetSuite SuiteCloud
- SAP S/4HANA Cloud mit Public APIs
- Microsoft Dynamics 365 mit Dataverse-APIs
- Odoo mit XML-RPC und REST
- weclapp mit nativen REST-APIs
- Xentral mit umfangreicher API-Dokumentation
Composable ERP
Headless ERP ist ein Baustein in Composable ERP-Architekturen, in denen mehrere Best-of-Breed-Module über APIs verbunden werden. Mehr unter Composable ERP und Postmodern ERP.
Häufige Fragen
- Lohnt sich Headless-ERP im Mittelstand?
Bei reinem Standard-Geschäft selten. Wenn Custom-UIs, mehrere Apps oder Channel-übergreifende Logik gefordert sind, ja.
- Was kostet eine Headless-Architektur?
Die ERP-Lizenz/Subscription bleibt gleich. Zusätzliche Kosten entstehen für Custom-UI-Entwicklung – meist 100.000–500.000 EUR im Mittelstand.
