iPaaS – Integration Platform as a Service
Ein iPaaS (Integration Platform as a Service) ist eine Cloud-Plattform, die Schnittstellen zwischen Anwendungen über vorkonfigurierte Konnektoren orchestriert. Statt jede ERP-CRM-Webshop-Integration einzeln zu programmieren, modelliert man Integrationsflüsse grafisch und nutzt fertige Konnektoren.
Funktionen einer iPaaS-Plattform
- Vorgefertigte Konnektoren für SAP, Salesforce, Microsoft, Shopify, Magento, NetSuite, etc.
- Visual Flow Designer für Integrationsabläufe
- Datentransformation mit Mapping- und Skript-Funktionen
- Monitoring und Logging für laufende Integrationen
- API-Management mit Versionierung, Rate-Limits, Authentifizierung
- Event-Driven Architecture mit Webhooks, Streaming und Batch
iPaaS-Anbieter
Marktführer sind Boomi, MuleSoft, SAP Integration Suite, Microsoft Logic Apps / Power Automate, Workato, Celigo, Tray.io und Zapier (für leichte Use Cases). Im DACH-Raum verbreitet sind ergänzend seeburger, X4 BPMS (SoftProject) und Lobster_data.
Wann iPaaS sinnvoll ist
Sobald drei oder mehr Cloud-Anwendungen miteinander reden müssen, lohnt sich eine zentrale iPaaS-Lösung. Vorteil gegenüber Punkt-zu-Punkt-Integration: zentrales Monitoring, Wiederverwendung von Mappings, schnellere neue Anbindungen.
Häufige Fragen
- Was kostet eine iPaaS?
Cloud-iPaaS ab 500 EUR pro Monat (Workato, Celigo Light), Enterprise-iPaaS 50.000–300.000 EUR pro Jahr.
- Lohnt sich iPaaS bei nur einer ERP-Webshop-Integration?
Meist nicht – hier reichen native Konnektoren oder ein einfacher API-Client.
