Prodatic ERP 2 – Warenwirtschaft Made in Germany für Handel und Industrie
Prodatic ERP 2 ist das Hauptprodukt der Prodatic-EDV-Konzepte GmbH aus dem nordrhein-westfälischen Wermelskirchen. Seit 1974 entwickelt und vertreibt das inhabergeführte Softwarehaus modulare Warenwirtschaftslösungen für mittelständische Handels- und Industrieunternehmen im DACH-Raum. Wer ein langlebiges, in Deutschland gepflegtes ERP-System für den technischen Großhandel, den klassischen Fachhandel oder den E-Commerce-getriebenen Mittelstand sucht, trifft mit Prodatic auf einen der erfahrensten Anbieter dieser Größenklasse.
Hersteller und Geschichte
Die Prodatic-EDV-Konzepte GmbH wurde 1974 als kleines Softwarehaus gegründet und blickt damit auf rund fünf Jahrzehnte ununterbrochene Produktentwicklung zurück. Anfangs entstanden kaufmännische Anwendungen in der Sprache RPGII auf IBM-Systemen. 1989 vollzog Prodatic den strategischen Wechsel auf UNIX und die Oracle-Datenbank und brachte unter dem Namen PRODATIC O-X die erste Generation einer plattformunabhängigen Warenwirtschaft auf den Markt. In den 1990er-Jahren folgte die Umstellung auf grafische Oberflächen, branchenspezifische Lösungen für technischen Handel und Arbeitsschutz wurden ergänzt. 2004 erfolgte das Rebranding zur Produktlinie „PIA – Prodatic Innovative Applications“, ab 2009 als Komplettlösung am Markt verfügbar. Mit der Generation „ERP 2“ (ab 2015) bündelt Prodatic seither Warenwirtschaft, Buchhaltung, digitales Archiv und moderne Kommunikation in einer Plattform. 2025 hat die BGS technic KG die Mehrheit am Unternehmen übernommen, der Hersteller agiert operativ unverändert eigenständig.
Funktionsumfang von Prodatic ERP 2
ERP 2 deckt die klassischen Kernprozesse einer mittelständischen Warenwirtschaft umfassend ab. Zu den Kernmodulen zählen Vertrieb, Einkauf, Materialwirtschaft, Lagerverwaltung und Versand. Ergänzt werden diese um Telemarketing, ein integriertes CRM, Mobile Datenerfassung (MDE) für Lager- und Servicemitarbeiter sowie kundenspezifisch entwickelte Module. Buchhaltung, Anlagenbuchhaltung und Kostenrechnung sind nahtlos eingebunden, ebenso ein digitales Dokumentenmanagement. Mit den Servicepaketen Starter, Advanced und Enterprise lässt sich der Funktionsumfang schrittweise auf die jeweilige Unternehmensgröße zuschneiden, ohne dass ein Migrationsbruch entsteht.
E-Commerce-Anbindung und B2B-Commerce
Eine besondere Stärke von Prodatic liegt in der tiefen Integration mit modernen E-Commerce-Plattformen. Bereits 2020 schloss Prodatic eine strategische Technologiepartnerschaft mit der OXID eSales AG. Mit der Lösung „ERP 2 OXID“ koppelt Prodatic seine Warenwirtschaft direkt an OXID-eShops und ermöglicht eine bidirektionale Datenpflege von Artikelstammdaten, Preisen, Beständen, Aufträgen und Kundenprofilen. Auch ORO Commerce, Oracle und das Dokumentenmanagement DocuWare sind angebunden. Damit positioniert sich ERP 2 explizit als Backend für Mittelständler, die ihren Vertrieb klassisch und über Onlineshops gleichzeitig betreiben.
Branchen und typische Einsatzgebiete
Prodatic richtet sich klar an den deutschen Mittelstand mit Fokus auf Handel und produzierendes Gewerbe. Typische Einsatzfelder sind technischer Großhandel, Werkzeug- und Industriebedarf, Arbeitsschutz, Sanitär-/Heizungs-/Klimahandel sowie spezialisierte B2B-Distributoren. Auch Mischbetriebe mit eigener Fertigung und konfigurierbaren Produkten finden in ERP 2 die nötigen Strukturen, um Stücklisten, Varianten und Serviceprozesse abzubilden. Im Vergleich zu generalistischen ERP-Systemen punktet Prodatic mit branchennahen Workflows und einer hohen Praxisorientierung.
Technologie und Architektur
Die Plattform basiert auf einer Oracle-Datenbank und ist sowohl im klassischen On-Premise-Betrieb als auch in einem privaten Hosting-Modell einsetzbar. Die mehrschichtige Architektur trennt Datenhaltung, Anwendungslogik und Präsentation, was die Anpassung an individuelle Prozesse erleichtert. Eine offene Schnittstellenstrategie mit REST-, EDI- und Datei-basierter Anbindung erlaubt die Integration in bestehende IT-Landschaften. Über das Modul „PRODATIC Connect“ lassen sich Webshops, Marktplätze, BI-Tools wie Qlik und Speditionssysteme anbinden – ein Ökosystem, das viele kleinere Wettbewerber nicht in dieser Tiefe bieten.
Qualität, Zertifizierungen und Investitionsschutz
Prodatic legt großen Wert auf nachweisbare Softwarequalität. Das Unternehmen trägt seit 2017 das Gütesiegel „Software Made in Germany“ des Bundesverbands IT-Mittelstand (BITMi) sowie die ergänzende Auszeichnung „Software Hosted in Germany“. 2018 folgte eine TÜV-Zertifizierung, die unter anderem den Schutz des Quellcodes für Bestandskunden adressiert. Diese Zertifikate sind für mittelständische Auswahlentscheider wichtig, weil sie über reine Funktionsversprechen hinaus den Investitionsschutz absichern – ein Argument, das in Branchen mit langen ERP-Lebenszyklen regelmäßig den Ausschlag gibt.
Implementierung und Beratung
Anders als große Konzern-ERPs wird Prodatic ERP 2 weitgehend direkt vom Hersteller implementiert. Das eigene Beratungs- und Customizing-Team begleitet Auswahlentscheidung, Prozessworkshops, Datenübernahme aus Altsystemen, Schulung und Go-Live. Diese durchgängige Verantwortung in einer Hand reduziert Reibungsverluste, die in mehrstufigen Partnerlandschaften häufig auftreten. Für ergänzende Themen wie BI-Auswertungen oder spezielle Schnittstellen kooperiert Prodatic mit ausgewählten Technologiepartnern und ist über Verzeichnisse wie ERP-Dienstleister-Übersichten auch für Auswahlprojekte gut auffindbar.
Vergleich und Marktposition
Im DACH-Mittelstand steht Prodatic typischerweise im Wettbewerb mit Lösungen wie Sage 100, abas ERP, Step Ahead Steps Business Solution oder myfactory. Gegenüber generalistischen Plattformen punktet Prodatic mit langjähriger Branchenkenntnis im technischen Handel und einem erprobten OXID-Connector. Im Vergleich zu Cloud-ERPs wie faveo 365 oder Actindo ist Prodatic ERP 2 weniger auf reines Marktplatz- und Multichannel-Geschäft fokussiert, dafür aber stärker auf klassische B2B-Strukturen mit komplexen Stammdaten und Kundenkonditionen ausgelegt. Der Hersteller positioniert sich als langfristig stabile Investition für Unternehmen, die Wert auf einen deutschen Ansprechpartner und kontrollierte Releasezyklen legen.
Sicherheit, Hosting und Datenschutz
Mit dem Siegel „Software Hosted in Germany“ unterstreicht Prodatic, dass Hosting-Angebote ausschließlich in deutschen Rechenzentren erbracht werden. Rollen- und Rechtekonzepte, Mandantenfähigkeit, revisionssichere Archivierung und DSGVO-konforme Prozesse sind Standard und für die typische Zielgruppe – Industrie- und Handelsunternehmen mit eigenen Compliance-Anforderungen – essenziell. Das integrierte digitale Archiv unterstützt GoBD-konforme Belegführung und beschleunigt zugleich Auskunftsprozesse im Tagesgeschäft.
Roadmap, KI und mobile Szenarien
Strategisch verfolgt Prodatic eine schrittweise Modernisierung von ERP 2: stärkere Webclient-Komponenten, der Ausbau von Self-Service-Portalen für Kunden und Lieferanten sowie die Integration von KI-gestützten Funktionen in Disposition, Bedarfsprognose und Belegverarbeitung. Mobile Datenerfassung im Lager und im Außendienst ist bereits etabliert; der Ausbau in Richtung App-basierter Workflows läuft kontinuierlich. Damit will Prodatic seine Bestandskunden bewusst nicht in Big-Bang-Projekten neu ausrichten, sondern Innovation evolutionär in eine reife Warenwirtschaftsplattform einfließen lassen.
Lizenzmodell und Total Cost of Ownership
Prodatic bietet ERP 2 in den Servicepaketen Starter, Advanced und Enterprise an. Das Starter-Paket adressiert kleinere Handelsbetriebe mit Grundfunktionen für Vertrieb, Einkauf und Lager. Advanced ergänzt Workflow-, Reporting- und Servicekomponenten, während Enterprise die volle Plattformbreite samt Schnittstellenpaketen, MDE-Integration und kundenindividuellen Modulen liefert. Klassische Lizenzkäufe sind ebenso möglich wie Subskriptionsmodelle, sodass Anwender die Total Cost of Ownership entlang der eigenen Investitionslogik ausrichten können. Da die Plattform vom Hersteller selbst implementiert wird, sind Beratungs-, Schulungs- und Supportleistungen aus einer Hand kalkulierbar – ein Vorteil gegenüber stark partnerlastigen Ökosystemen, in denen Verantwortung über mehrere Vertragsparteien verteilt ist. Auch im Vergleich zu reinen Cloud-Subskriptionen punktet Prodatic mit langfristig stabilen Konditionen für Bestandskunden.
Fazit für mittelständische Auswahlentscheider
Wer im deutschen Mittelstand eine bewährte, branchennahe Warenwirtschaft mit tiefer E-Commerce-Anbindung sucht, sollte Prodatic ERP 2 in jede Shortlist aufnehmen. Die Kombination aus 50 Jahren Markterfahrung, BITMi-Zertifizierungen, einer modernen OXID-Integration und einer überschaubaren, deutschsprachigen Beratungsstruktur macht Prodatic zu einer attraktiven Alternative zu großen Konzernlösungen. Besonders Handelsunternehmen mit komplexem B2B-Geschäft, mehreren Lägern und ergänzendem Onlineshop profitieren von der Plattformbreite und der bodenständigen Pflegestrategie des Herstellers aus Wermelskirchen.
Preise und Kostenrahmen für Prodatic ERP 2
Realistische Kostenbandbreiten in der Kategorie Mittelstand für ein typisches Mittelstands-Setup mit 50 Anwendern. Konkrete Preise sind beim Anbieter direkt zu erfragen.
Bewertung typischer Vor- und Nachteile in der Kategorie Mittelstand. Diese Einschätzungen sind generisch — die Eignung im konkreten Fall hängt von Branche und Größe ab.
Stärken
Tiefere Branchen-Spezialisierung als Universal-Enterprise-Systeme
Bezahlbare Implementierungs-Aufwände im sechsstelligen Bereich
DACH-fokussierter Hersteller-Support (Deutsch, lokale Berater)
Stabile Investments-Sicherheit über 10+ Jahre
Mögliche Schwächen
Kleinere Berater-Community als bei Enterprise-Lösungen
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Häufig gestellte Fragen
Welche Module bietet Prodatic ERP 2?
Typischerweise umfasst Prodatic ERP 2 Module für Finanzbuchhaltung, Auftragswesen, Lager, Einkauf und Stammdaten. Branchenspezifische Erweiterungen (PPS, CRM, DMS) sind oft optional — den genauen Funktionsumfang zeigt das Anbieterprofil oben.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Welche Hardware-Anforderungen hat Prodatic ERP 2?
Bei Cloud-Bereitstellung reichen moderne Browser. Für On-Premise-Installationen variieren Server-Anforderungen je nach Anwenderzahl und Belegvolumen — der Hersteller stellt detaillierte System-Anforderungen bereit, oft mit empfohlenen Konfigurationen für 25, 50, 100 oder 250 Anwender.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Wie funktioniert die Datenmigration von einem alten ERP zu Prodatic ERP 2?
Datenmigration läuft typisch in 3 Phasen: Mapping (alt vs neu Datenmodell), Bereinigung (Duplikate, Stammdaten-Qualität), Test-Migration mit Validierung. Spezialisierte Migrations-Dienstleister: ERP-Integrations-Anbieter.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Wie teuer ist die jährliche Wartung bei Prodatic ERP 2?
On-Premise-Wartung liegt typisch bei 18–22% der Lizenzkosten p.a. (umfasst Updates, Hotfixes, Telefon-Support). Cloud-ERPs haben Wartung im Subscription-Preis enthalten — kein separater Wartungsvertrag.
Welche bekannten Referenzkunden hat Prodatic ERP 2?
Referenzkunden listet der Hersteller meist auf der eigenen Webseite — bei spezialisierten Branchen-ERPs sind 10–50 Vorzeige-Kunden gut bekannt. Branchen-spezifische Referenzen sollten vor der Auswahl konkret angefragt werden.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.