Cometa ERP ist eine integrierte ERP-Lösung der inhabergeführten DreiMalM Digitalmanufaktur mit Sitz in Solingen im Bergischen Land. Das Unternehmen entwickelt seit rund 25 Jahren digitale Anwendungen und hat 2015 mit Cometa ERP 1.0 eine erste Lagerverwaltungssoftware veröffentlicht, die 2022 mit Version 2.0 vollständig überarbeitet und 2025 erneut visuell und funktional aufgefrischt wurde. Branchenportale wie ERP.de, WLW und cylex führen Cometa ERP als eigenständigen ERP-Anbieter mit einer modular aufgebauten Software-Suite. Cometa positioniert sich am Markt klar als Alternative zu großen, generischen ERP-Plattformen und betont eine intuitive Benutzeroberfläche, schnelle Erlernbarkeit und ein modernes Design. Im Vergleich zu klassischen SaaS-ERP-Lösungen setzt Cometa auf eine eng integrierte Suite, die Handel, E-Commerce, Service und kleinere Produktionsanteile abdeckt – ein typisches Profil eines spezialisierten Mittelstands-ERPs aus dem deutschen Großhandels- und E-Commerce-Umfeld.
Funktionsumfang
Cometa ERP bündelt die wesentlichen Funktionen eines integrierten Warenwirtschafts- und ERP-Systems. Den Kern bilden Artikelstammdaten, Angebot, Auftrag, Lieferschein und elektronische Rechnung (E-Invoicing) sowie Einkauf, Lieferantenmanagement und Bestellwesen. Ergänzend stehen Module für Lagerverwaltung, Inventur, Mehrlager- und Mehrlagerortslogik, Versandabwicklung, Zollabwicklung, Stücklisten und einfache Fertigungsabbildung zur Verfügung. Im kundennahen Bereich deckt Cometa CRM-, Kommunikations- und E-Mail-Funktionen ab, ergänzt um Projektmanagement, Aufgabenverwaltung und Dokumentenablage. Eine integrierte Mehrsprachigkeit und mehrwährungsfähige Belegwesen erlauben den Einsatz in international tätigen Mittelständlern. Über offene Schnittstellen lässt sich Cometa an gängige E-Commerce-Plattformen wie Shopware, WooCommerce oder Shopify, an Marktplätze wie Amazon und eBay sowie an Versanddienstleister und Zahlungsanbieter anbinden. Funktional positioniert sich Cometa damit zwischen einem reinen Warenwirtschaftssystem und einem klassischen ERP-System: Schwerpunkt sind Handel, Service und kleinere Produktion, nicht die komplexe diskrete Mehrstufenfertigung großer Industriebetriebe.
Zielgruppe und Branchen
Die typischen Anwender von Cometa ERP sind kleine und mittlere Unternehmen mit etwa 5 bis 100 Anwendern aus dem Großhandel, dem stationären Handel mit E-Commerce-Anteil, reinem E-Commerce, B2B- und B2C-Vertrieb, technischem Service sowie Dienstleistungen mit Materialabhängigkeit. Branchen, in denen Cometa typischerweise zum Einsatz kommt, sind Konsumgüter, technische Produkte, Sport- und Freizeitartikel, Mode, Lebensmittel und Spezialhandel. Auch Servicebetriebe mit Reparatur- und Wartungsleistungen lassen sich über das Modul für Projekt- und Auftragsmanagement abbilden. Reine Industriebetriebe mit komplexer mehrstufiger Variantenfertigung sind dagegen typischerweise nicht im engeren Zielprofil; hier verweisen Marktbeobachter auf klassische Mittelstands-ERPs wie abas, proALPHA oder oxaion. Cometa konkurriert eher mit Lösungen wie Xentral, weclapp, Actindo oder Haufe X360 im KMU-Segment.
Technologie und Bereitstellung
Cometa ERP wird als moderne Cloud-Lösung mit Browser-Oberfläche bereitgestellt. Die Architektur ist modular aufgebaut und erlaubt es, einzelne Funktionsbereiche zu aktivieren oder auszublenden. Hosting erfolgt nach Angaben des Herstellers in deutschen oder europäischen Rechenzentren, was insbesondere für DSGVO-sensible Anwender relevant ist. Updates werden vom Hersteller zentral eingespielt, sodass alle Mandanten auf einem aktuellen Releasestand arbeiten – ein typisches Merkmal echter SaaS-ERP-Plattformen. Über REST-APIs lassen sich Drittsysteme wie Shop-, CRM- oder Buchhaltungssysteme anbinden; gängige DATEV-Schnittstellen, ELSTER-Anbindungen und Versanddienstleister sind Bestandteil des Standards. Mobile Nutzung ist über das responsive Web-Frontend möglich, dedizierte native Apps für Smartphones spielen eine geringere Rolle als bei spezialisierten Mobile-First-Lösungen.
Stärken und Schwächen
Zu den Stärken von Cometa ERP zählen die intuitive, modern gestaltete Benutzeroberfläche, die enge Integration kaufmännischer und logistischer Prozesse in einem System sowie der Fokus auf eine schnelle Einführung. Die Größe und Eigenständigkeit des Anbieters – inhabergeführt, in Deutschland verankert, mit einem überschaubaren Team – ermöglicht für KMU-Kunden in der Regel direkte Ansprechpartner und kurze Reaktionszeiten. Schwächen liegen tendenziell in der geringeren Sichtbarkeit in unabhängigen Studien wie Trovarit ERP-Praxis oder großen Computerwoche-Vergleichstests sowie in einer kleineren Implementierungspartnerlandschaft im Vergleich zu globalen ERP-Anbietern. Wer eine sehr breite, weltweit verfügbare Beratungs- und Partnerlandschaft erwartet, sollte das in der Vorauswahl berücksichtigen und ergänzend prüfen, ob etwaige individuelle Anforderungen über das Standardprodukt abgebildet werden können.
Preise und Lizenzmodell
Eine öffentliche Preisliste mit Komplettkonditionen veröffentlicht Cometa ERP nicht; auf der Hersteller-Website finden sich jedoch verschiedene Funktionsstufen und Hinweise auf monatliche Subskriptionsmodelle. Üblich sind nutzer- und modulbasierte Preise im typischen KMU-Cloud-ERP-Bereich, ergänzt um einmalige Implementierungs- und Schulungskosten. Bei kleineren Unternehmen mit 5 bis 20 Anwendern bewegen sich die laufenden Lizenzkosten häufig im niedrigen fünfstelligen Bereich pro Jahr, größere Implementierungen entsprechend höher. Eine seriöse Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung sollte zudem Kosten für Datenmigration, Schnittstellen zu Shop-Systemen und Buchhaltung sowie laufende Anwenderschulungen einschließen.
Auswahl- und Vergleichsempfehlung
Eine strukturierte Auswahl trennt klar zwischen funktionalen Pflichtanforderungen, optionalen Wunschfunktionen und nicht-funktionalen Kriterien wie Bedienbarkeit, Performance und Servicequalität. Mittelständler, die Cometa ERP in eine Vorauswahl aufnehmen, sollten das System nicht isoliert betrachten, sondern in einem strukturierten Auswahlprozess gegen mindestens zwei bis drei alternative KMU-Cloud-ERPs prüfen. Sinnvoll ist die Erstellung eines Anforderungskatalogs, der die Themen Artikel- und Variantenmanagement, Multichannel-Anbindung, Lager- und Versandlogik, Buchhaltungs- und DATEV-Integration, B2B- und B2C-Vertrieb sowie Reporting differenziert bewertet. Auch die spätere Skalierbarkeit – etwa für ein Wachstum auf mehrere Standorte, internationale Expansion oder eine zunehmend komplexe Marktplatzlandschaft – sollte adressiert werden. Eine sorgfältige Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung über fünf Jahre hilft, kurzfristig attraktive, aber langfristig teure Optionen zu identifizieren. Wer ergänzend einen erfahrenen ERP-Auswahl-Berater einbezieht, kann typische Fallstricke einer reinen Selbstauswahl vermeiden und insbesondere im Bereich Stammdatenmigration, Schnittstellen und vertraglicher Servicequalität fundierter entscheiden.
Marktposition und Implementierung
Im KMU-ERP-Markt der DACH-Region positioniert sich Cometa ERP als kleinerer, aber inhabergeführter Spezialanbieter mit klar handelsorientiertem Profil. Konkurrenten sind unter anderem Xentral, weclapp, Actindo, Haufe X360, SelectLine, Sage 100, JTL-Wawi und plentymarkets. In unabhängigen Marktanalysen wie der topsoft Marktübersicht oder bei Vergleichsportalen wie ERP.de wird Cometa als eigenständige Lösung geführt, die insbesondere durch Bedienbarkeit und schlanke Einführung punktet. Typische Implementierungszeiträume liegen bei kleineren KMU im Bereich von sechs bis sechzehn Wochen, bei mittleren Implementierungen mit Multichannel-Anbindung und mehreren Lägern entsprechend länger. Wesentliche Erfolgsfaktoren sind eine klare Datenmigrationsstrategie, eine saubere Stammdatenstruktur (Artikel, Varianten, Lieferanten), die richtige Wahl der Marktplatz- und Versandschnittstellen sowie konsequente Anwenderschulungen. Auch das Thema E-Invoicing nach den neuen Vorgaben für elektronische Rechnungen sollte frühzeitig in der Konfiguration berücksichtigt werden.
Preise und Kostenrahmen für Cometa ERP
Realistische Kostenbandbreiten in der Kategorie Kmu für ein typisches Mittelstands-Setup mit 50 Anwendern. Konkrete Preise sind beim Anbieter direkt zu erfragen.
Kostenposition
Bandbreite
Cloud-Lizenz pro Jahr
3.000 € – 25.000 €
On-Premise Lizenz (einmalig)
15.000 € – 80.000 €
Implementierung (einmalig)
10.000 € – 50.000 €
5-Jahres-TCO
40.000 € – 200.000 €
Bereitstellungs-Optionen: Cloud meist Standard, On-Premise möglich. Mehr zu Bereitstellungsmodellen: Cloud-ERP vs On-Premise. Detaillierte Kostenstruktur: ERP-Kosten-Übersicht.
Stärken und Schwächen von Cometa ERP
Bewertung typischer Vor- und Nachteile in der Kategorie Kmu. Diese Einschätzungen sind generisch — die Eignung im konkreten Fall hängt von Branche und Größe ab.
Stärken
Niedriger Einstieg ab ca. 30-100 EUR/Anwender/Monat
Schnelle Time-to-Value (Cloud oft in 4-8 Wochen produktiv)
Out-of-the-Box-Funktionalität für Standard-Prozesse
Hohe DATEV-Anbindung für DACH-Buchhaltung
Mögliche Schwächen
Begrenzte Customizing-Möglichkeiten für Sonderprozesse
Skalierungs-Grenzen ab ~200-500 Anwendern
Fehlende Module für Produktion oder spezialisierte Branchen
Fazit
Cometa ERP ist ein klassisches Beispiel für ein modernes, integriert konzipiertes Mittelstands-ERP aus Deutschland: spezialisiert auf Handel, E-Commerce und Service, mit überschaubarer Komplexität, schneller Einführung und einer eng geführten Produktentwicklung durch ein inhabergeführtes Team. Für KMU mit klarer Handelsorientierung, die eine moderne Cloud-Lösung mit deutschem Datenschutzfokus suchen, ist Cometa eine Option, die in eine Vorauswahl gehört – idealerweise im Vergleich mit anderen ERP-Systemen aus dem KMU-Segment und unter Einbeziehung eines strukturierten Anforderungsprofils.
Schreiben Sie uns Ihre Erfahrung mit Cometa ERP. Wir veröffentlichen Bewertungen nach kurzer redaktioneller Sichtprüfung in 1–3 Werktagen. Felder mit * sind Pflicht.
Häufig gestellte Fragen
Welche Schnittstellen unterstützt Cometa ERP?
Die meisten ERP-Systeme bieten REST-APIs, EDI-Konnektoren und gängige Buchhaltungs-Schnittstellen wie DATEV. E-Commerce-Anbindungen wie Shopware, Shopify oder Amazon sind oft via Konnektor realisierbar.
Standardisierte Schnittstellen-Protokolle (REST-API, OData, EDIFACT, ZUGFeRD) sind heute Pflicht und sollten OOTB unterstützt sein.
Bietet Cometa ERP eine kostenlose Testversion?
Cloud-Anbieter offerieren häufig 14- bis 30-tägige kostenlose Testzugänge oder Demo-Varianten. Klassische Mittelstands-ERPs werden meist über Implementierungspartner als Test-Installation bereitgestellt — siehe unabhängige Auswahlbegleitung.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Welche Branchen-Spezialisierungen hat Cometa ERP?
Branchenfokus und Referenzkunden zeigt das Anbieterprofil. Spezialisierungen sind oft Stärken in PPS (Maschinenbau), Chargen-/Seriennummern (Pharma/Lebensmittel), Multi-Channel (Handel/E-Commerce) — siehe Branchen-Übersicht.
Branchen-Spezialisten haben vorkonfigurierte Stammdaten-Strukturen und Compliance-Module, die Customizing-Aufwand drastisch reduzieren.
Welche Compliance-Standards erfüllt Cometa ERP?
DACH-ERPs müssen GoBD (revisionssichere Buchführung), DSGVO und E-Rechnung unterstützen. Branchenspezifisch kommen GxP (Pharma), HACCP (Food), GAEB (Bau) hinzu.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Wie ist die User-Experience von Cometa ERP?
UX hängt stark von Generation des Systems ab. Cloud-native ERPs (NetSuite, weclapp) haben moderne Web-UX. Klassische Mittelstands-ERPs holen seit ca. 2020 stark auf — Demo-Tests sind essentiell.