FactWork – Mittelstands-ERP für Projekt- und Auftragsfertiger aus dem Hause F.EE
| Hersteller | F.EE GmbH Informatik + Systeme |
|---|---|
| Kategorie | Mittelstand |
| Marktposition | Tier 2 — solide Präsenz im Mittelstand |
| Bereitstellungs-Modell | Cloud, On-Premises oder Hybrid je nach Lizenzmodell |
| Typische Zielgröße | Mittelstand (50–500 Mitarbeiter) |
| Hersteller-Webseite | www.factwork.de |
FactWork ist die ERP-Lösung der F.EE GmbH Informatik + Systeme, eines bayerischen Software- und Automatisierungsspezialisten mit Hauptsitz in Neunburg vorm Wald in der Oberpfalz. Die Muttergesellschaft F.EE beschäftigt weltweit rund 1.100 Mitarbeitende und gehört zu den von der Initiative „Digitale Champions Bayern" ausgezeichneten Unternehmen. FactWork wurde aus den eigenen betrieblichen Anforderungen heraus entwickelt und hat sich seit über 25 Jahren zu einer integrierten Unternehmenssoftware für mittelständische Projekt- und Auftragsfertiger weiterentwickelt. Das System verbindet damit eine Besonderheit, die im Markt eher selten ist: Hersteller und Hauptanwender sind in einem Konzern verbunden, sodass jede Weiterentwicklung sofort an einem realen Industriebetrieb mit über 500 internen FactWork-Anwendern erprobt werden kann. Diese „Eat-Your-Own-Dogfood"-Logik ist auch im IT-Matchmaker und in einschlägigen Marktbeobachtungen wie ERP-Information oder erp-software-auswahl.de als Differenzierungsmerkmal hervorgehoben.
Funktionsumfang
FactWork ist ein modular aufgebautes ERP-System, das Projekt- und Auftragsfertiger mit einer durchgängig integrierten Datenbasis unterstützt. Den Kern bilden CRM, Projekt- und Auftragsmanagement mit Personaleinsatzplanung, Vertrieb, Einkauf und Disposition, Materialwirtschaft und Lagerverwaltung, Produktionsplanung und -steuerung, Betriebsdaten- und Personalzeiterfassung, Zutrittskontrolle, Dokumentenmanagement sowie Finanz-, Anlagen- und Lohnbuchhaltung mit integriertem Controlling. Ergänzt wird das System durch ein Workflow-Modul, das laut Forschungsarbeiten an Fachhochschulen aktiv um neue Möglichkeiten der Benutzerinteraktion erweitert wird. Charakteristisch ist, dass FactWork alle Bereiche – von Vertrieb über Konstruktion und Einkauf bis zur Fertigung und Baustellenarbeit – auf einer einheitlichen Datenbasis abbildet, sodass Medienbrüche zwischen Insellösungen vermieden werden. Über offene Schnittstellen lassen sich CAD-Systeme wie SOLIDWORKS, MES-Komponenten und externe Anwendungen anbinden; eine zertifizierte SOLIDWORKS-Partnerschaft ist auf der Hersteller-Webseite ausgewiesen. Damit positioniert sich FactWork funktional als ein typisches deutsches Mittelstands-ERP mit Fokus auf projekt- und auftragsorientierte Fertigung.
Zielgruppe und Branchen
FactWork richtet sich an kleine und mittlere Projekt- und Auftragsfertiger aus unterschiedlichen Branchen, darunter Maschinen-, Anlagen- und Sondermaschinenbau, Werkzeug- und Formenbau, Metallverarbeitung, Elektrotechnik, Steuerungs- und Anlagenautomation sowie Hersteller mit Baustellen- und Montageanteil. Auch Unternehmen mit gemischtem Geschäftsmodell aus Eigenfertigung, Engineering und externen Dienstleistungen sind in der Referenzliste zu finden. Die Software ist insbesondere für Unternehmen mit etwa 30 bis 500 Mitarbeitenden geeignet, die eine durchgängige Auftragslogik mit Personaleinsatzplanung, Zeiterfassung und projektbezogenem Controlling benötigen. Reine Serienfertiger ohne Projektbezug, Großhandelsbetriebe oder typische E-Commerce-Pure-Player sind dagegen nicht das Kernzielsegment. Charakteristisch ist die Nähe zu den klassischen Maschinenbau-ERP-Anwendern mit hohem Anteil von Konstruktions- und Montagetätigkeiten.
Technologie und Bereitstellung
FactWork basiert auf einer durchgängig modularen Architektur und wird wahlweise als On-Premise-Installation im eigenen Rechenzentrum oder über Hosting-Modelle in zertifizierten Rechenzentren betrieben. Die Bedienung erfolgt über eine windows- und web-fähige Oberfläche, die auch in Produktionsumgebungen mit BDE-Terminals, Tablets und Handhelds einsetzbar ist. Standard-Schnittstellen zu DATEV, Microsoft 365, gängigen Lohnabrechnungssystemen, CAD-Lösungen und Industrieautomationskomponenten sind verfügbar. Über offene Schnittstellen lassen sich darüber hinaus MES-Lösungen, EDI-Integrationen und individuelle Branchen-Erweiterungen anbinden. Updates erfolgen in regelmäßigen Release-Zyklen; durch die Nähe zwischen F.EE als Hersteller und Hauptanwender ist die Praxistauglichkeit jeder Release-Generation in der eigenen Industrieumgebung erprobt. Die Datenhaltung erfolgt nach DSGVO-konformen Standards in deutschen Rechenzentren oder beim Kunden vor Ort.
Stärken und Schwächen
Zu den Stärken von FactWork zählen die hohe Eigenentwicklungstiefe, die enge Verzahnung zwischen Hersteller und Anwender, die durchgängige Integration der Wertschöpfungskette und die langjährige Branchenerfahrung im projekt- und auftragsorientierten Mittelstand. Die hohe interne Anwendung mit über 500 Nutzern bei F.EE selbst sorgt für eine intensive Praxisrückkopplung; auch die Auszeichnung als „Digital Champion Bayern" und Listungen in Marktübersichten wie ERP-Information, ERP-Software-Auswahl und IT-Auswahl belegen die Sichtbarkeit. Schwächen liegen typischerweise in der im Vergleich zu großen internationalen Anbietern geringeren Markenbekanntheit, einem überschaubaren Implementierungspartner-Netz und der typischen Komplexität eines tiefen Projektfertiger-ERPs in der Einführungsphase. Wer eine standardisierte SaaS-Schnellbereitstellung erwartet oder international konsolidierte Konzernstrukturen mit zwanzig Tochtergesellschaften abbilden möchte, sollte FactWork nur nach sorgfältiger Anforderungsabgleichung in die engere Wahl nehmen.
Preise und Lizenzmodell
Eine öffentliche Preisliste für FactWork wird nicht kommuniziert. Die Lizenzierung erfolgt projektspezifisch und richtet sich nach Anwenderzahl, Modulauswahl, Bereitstellungsmodell und Anpassungsumfang. Sowohl klassische Kauflizenzen mit jährlicher Wartung als auch Subskriptionsmodelle stehen zur Verfügung. Marktbeobachter verorten FactWork im typischen Preissegment etablierter deutscher Mittelstands-ERPs für Projekt- und Auftragsfertiger: Bei mittleren Implementierungen mit 30 bis 100 Anwendern bewegen sich Lizenz- und Wartungskosten im mittleren fünf- bis sechsstelligen Bereich pro Jahr; hinzu kommen einmalige Beratungs- und Anpassungskosten in vergleichbarer Größenordnung. Eine seriöse TCO-Betrachtung sollte Schulungs-, Anpassungs- und Migrationskosten ausdrücklich einbeziehen.
Auswahl- und Vergleichsempfehlung
Unternehmen, die FactWork in eine ERP-Vorauswahl aufnehmen, sollten das System mit weiteren projektorientierten Mittelstands-ERPs vergleichen, etwa mit ams.erp, abas ERP, ProAlpha oder TimeLine. Sinnvoll ist ein detailliertes Lastenheft, das Personaleinsatzplanung, Zeiterfassung, Stücklistenstrukturen, Konstruktions- und Baustellenanforderungen sowie Buchhaltungs- und Lohnanforderungen differenziert beschreibt. Für die Auswahlbegleitung empfiehlt sich ein erfahrener Berater, etwa über das Angebot zur ERP-Auswahlbegleitung, sowie eine strukturierte Bewertung über den IT-Matchmaker. Insbesondere die in der eigenen Industriepraxis erprobte Projektlogik und die konstruktionsnahe Tiefe von FactWork können bei sorgfältiger Auswahl überzeugen.
Preise und Kostenrahmen für FactWork
Realistische Kostenbandbreiten in der Kategorie Mittelstand für ein typisches Mittelstands-Setup mit 50 Anwendern. Konkrete Preise sind beim Anbieter direkt zu erfragen.
| Kostenposition | Bandbreite |
|---|---|
| Cloud-Lizenz pro Jahr | 30.000 € – 120.000 € |
| On-Premise Lizenz (einmalig) | 60.000 € – 250.000 € |
| Implementierung (einmalig) | 80.000 € – 400.000 € |
| 5-Jahres-TCO | 300.000 € – 1.2 Mio € |
Bereitstellungs-Optionen: Cloud + On-Premise. Mehr zu Bereitstellungsmodellen: Cloud-ERP vs On-Premise. Detaillierte Kostenstruktur: ERP-Kosten-Übersicht.
Stärken und Schwächen von FactWork
Bewertung typischer Vor- und Nachteile in der Kategorie Mittelstand. Diese Einschätzungen sind generisch — die Eignung im konkreten Fall hängt von Branche und Größe ab.
Stärken
- Tiefere Branchen-Spezialisierung als Universal-Enterprise-Systeme
- Bezahlbare Implementierungs-Aufwände im sechsstelligen Bereich
- DACH-fokussierter Hersteller-Support (Deutsch, lokale Berater)
- Stabile Investments-Sicherheit über 10+ Jahre
Mögliche Schwächen
- Kleinere Berater-Community als bei Enterprise-Lösungen
- Internationalisierung oft begrenzt verfügbar
- Cloud-Reife variiert stark zwischen Anbietern
Häufig gestellte Fragen
Für welche Unternehmensgröße ist FactWork geeignet?
FactWork adressiert eine spezifische Zielgruppe — Größe, Branche, Komplexität und Internationalität spielen eine Rolle. Im Anbieterprofil oben finden Sie konkrete Zielgruppen-Empfehlungen plus Vergleich zu ähnlichen Lösungen unter ERP-Vergleich.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Welche Schulungen bietet FactWork an?
Die meisten Hersteller bieten Anwender- und Admin-Schulungen, oft auch Berater-Zertifizierungen. Auch unabhängige Anbieter unter ERP-Schulung bieten produktneutrale Trainings.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Welche Sprachen unterstützt FactWork?
DACH-ERPs sind standardmäßig auf Deutsch verfügbar. Internationale Anbieter (SAP, Microsoft Dynamics, Oracle NetSuite) bieten 20+ Sprachen, oft inklusive lokalisierte Buchhaltungs-Standards.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Kann ich FactWork selbst customizen oder brauche ich einen Partner?
Einfache Anpassungen (Custom-Felder, Berichts-Layouts) sind oft self-service. Komplexes Customizing (Workflows, Module, Integrationen) erfordert meist einen zertifizierten Partner — siehe ERP-Berater-Übersicht.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Wie hoch ist die Marktbedeutung von FactWork?
Marktanteile und Marktbewegungen werden im DACH-Raum nicht öffentlich exakt berichtet. Studien wie Trovarit ERP-Studie und Gartner Magic Quadrant geben Orientierung — siehe ERP-Marktanteile.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Fazit
FactWork ist ein klassischer Vertreter eines fokussierten deutschen Mittelstands-ERPs mit besonderer Konstellation: Der Hersteller F.EE ist gleichzeitig Großanwender, was eine ungewöhnlich praxisnahe Weiterentwicklung des Systems ermöglicht. Wer als Projekt- oder Auftragsfertiger im Maschinen-, Anlagen- oder Sondermaschinenbau eine integrierte Lösung mit deutscher Eigenentwicklung sucht, findet in FactWork eine ernstzunehmende Option. Für Unternehmen mit international konsolidierten Strukturen oder reinem Cloud-First-Anspruch sollten parallel internationale Anbieter aus dem Enterprise-ERP-Segment mitbetrachtet werden. Eine strukturierte Anforderungsanalyse und ein Vergleich auf Basis realistischer Pilotprozesse bleiben der Schlüssel zu einer fundierten Entscheidung.
Hersteller-Homepage von FactWork
Aktuelle Ansicht der Webseite https://www.factwork.de/

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