pL-Store – modulare Lagerverwaltungssoftware der proLogistik Group
| Hersteller | proLogistik Holding GmbH |
|---|---|
| Kategorie | Warehouse Management & Logistik |
| Marktposition | Tier 2 — solide Präsenz im Mittelstand |
| Typische Zielgröße | Mittelstand bis Großunternehmen mit Logistik-Schwerpunkt |
| Hersteller-Webseite | www.prologistik.com/loesungen/pl-store |
pL-Store ist das modulare Lagerverwaltungssystem der proLogistik Holding GmbH mit Hauptsitz in Dortmund. Der Hersteller entwickelt und betreibt seit mehreren Jahrzehnten branchenspezifisch ausgestaltete WMS-Lösungen und ergänzt das Software-Portfolio um industrietaugliche Hardware (MDE-Geräte, Industrie-PCs, Staplerterminals) sowie Implementierungs- und Hosting-Dienstleistungen. pL-Store richtet sich an mittelständische und große Unternehmen aus Industrie, Großhandel und Logistikdienstleistung, die ihre Lagerprozesse von der Wareneingangserfassung bis zum Versand digital steuern und papierlos abwickeln wollen. Mit den Branchenausprägungen Techline (Baustoff-, Sanitär- und technischer Großhandel), Foodline (Lebensmittel und Getränke) sowie spezialisierten Paketen für Pharma, Mode und Kontraktlogistik adressiert proLogistik die typischen prozessualen und regulatorischen Anforderungen einzelner Branchen direkt im Standard.
Funktionsumfang
pL-Store deckt sämtliche zentralen Lagerprozesse ab und bündelt sie in einer Standardlösung mit Modulbausteinen. Im Wareneingang werden Anlieferungen avisiert, vereinnahmt, etikettiert und qualitätsseitig geprüft, inklusive Cross-Docking, Packstückidentifikation per Ladungsträger-ID und GS1-Etikettierung. Die Einlagerung erfolgt nach konfigurierbaren Plausibilitätsregeln auf Basis von Abmessungen, Gewicht, ABC-Klassifizierung und Verfügbarkeit, optional mit Chargen-, Seriennummern- und MHD-Verwaltung. In der Kommissionierung stehen ein- und mehrstufige Kommissionierverfahren, Wave- und Batch-Picking sowie Pick-by-Voice, Pick-by-Light und Pick-by-Vision zur Verfügung. Die Staplerleitsteuerung optimiert Transportaufträge und reduziert Leerfahrten, eine integrierte Materialflusssteuerung erlaubt die Anbindung von Förder-, Sorter- und Hochregalanlagen. Im Warenausgang werden Versandabwicklung, Etikettendruck, Lieferpapiere und Zollunterlagen automatisch erzeugt; gängige KEP-Dienstleister sind über Standardadapter angebunden. Ergänzend bietet pL-Store Module für Inventur (Stichtag, permanent, Cycle-Counting), Retourenmanagement, Yard-Management, Servicelogistik und Dienstleistungsabwicklung – letzteres ist gerade für 3PL-Anbieter mit Mandantenstruktur wichtig. Über offene Schnittstellen lassen sich nahezu alle gängigen ERP-Systeme sowie Online-Shops, MES- und Speditionssysteme anbinden. Auswertungen und KPIs werden über ein integriertes Reporting bereitgestellt, ergänzend stehen Werkzeuge für die Anbindung an Business-Intelligence- und Data-Warehouse-Plattformen zur Verfügung – ein Aspekt, der im Glossar unter Data Warehouse näher erläutert wird.
Zielgruppe & Branchen
Der typische pL-Store-Kunde ist ein mittelständisches oder großes Unternehmen mit hohen Anforderungen an Durchsatz, Bestandsgenauigkeit und Prozesssicherheit. Im technischen Großhandel adressiert die Variante Techline Unternehmen mit komplexen Sortimenten, Seriennummernpflicht und vielen Auslieferungsstandorten – also klassische Häuser aus Baustoff-, Sanitär- und Elektrofachgroßhandel. Die Variante Foodline richtet sich an Hersteller und Distributoren von Lebensmitteln und Getränken, in deren Prozessen Mindesthaltbarkeit, Chargenrückverfolgung und Temperaturkontrolle nach HACCP zentrale Rollen spielen. Logistikdienstleister profitieren von der Mandantenfähigkeit und dem dedizierten Dienstleistungsmodul; produzierende Betriebe nutzen pL-Store häufig in Kombination mit MES- und ERP-Systemen, um Produktionsversorgung und Fertigwarenlager nahtlos zu integrieren. Auch E-Commerce-Player setzen pL-Store ein, wenn sie aus einem stationären Großhandelslager heraus B2B- und B2C-Kanäle bedienen – eine Konstellation, die im Bereich ERP für Großhandel ausführlich diskutiert wird. Für Lebensmittelhersteller liefert das Portal unter ERP für Lebensmittelindustrie ergänzende Anforderungslisten.
Technologie & Bereitstellung
pL-Store ist als modulares Standardsystem mit ausgeprägter Konfigurationstiefe angelegt. Die Lösung läuft On-Premise im eigenen Rechenzentrum oder als gehostete Variante in deutschen Rechenzentren der proLogistik-Gruppe. Auf der Frontend-Seite kombiniert pL-Store dedizierte Fat-Clients für Leitstandsarbeitsplätze mit browserbasierten Komponenten und mobilen Oberflächen für Handhelds, Stapler-Terminals und industrielle Tablets. Die Steuerung von Materialfluss und Subsystemen erfolgt nahtlos im selben System, ohne dass eine zusätzliche Materialflussrechner-Software lizensiert werden müsste. Schnittstellen zu Microsoft Dynamics 365 Business Central, SAP, Oracle und gängigen Mittelstandsplattformen sind über Standardadapter realisiert. Datentechnisch nutzt pL-Store relationale Datenbanken und unterstützt sowohl Microsoft- als auch Linux-basierte Server-Stacks. Updates erfolgen in regelmäßigen Release-Zyklen, die Release-Fähigkeit anwenderspezifischer Anpassungen bleibt dank klar gekapselter Erweiterungsschicht erhalten. Für die Anbindung an Industrie-4.0-Komponenten und IoT-Plattformen bringt das System eigene Adapter mit; ein Glossarbeitrag zu Industrie 4.0 erläutert die übergeordneten Konzepte.
Stärken und Schwächen
Zu den Stärken von pL-Store zählt die fachliche Tiefe in den adressierten Branchen: Im Baustoff-, Sanitär- und Lebensmittelumfeld bringt das System bereits im Standard sehr viele branchentypische Geschäftsobjekte mit, etwa für Lademittelverwaltung, MHD-Strategien, Pfandlogik oder Streckengeschäft. Auch die Materialflussintegration ist ein Differenzierungsmerkmal – pL-Store steuert Förderanlagen, Hochregallager, Sortierer und Shuttle-Systeme aus einer Quelle. Hinzu kommen die deutsche Anbieterherkunft mit lokalem Support, ein etabliertes Hardware-Sortiment aus eigener Produktion sowie die langjährige Erfahrung der proLogistik-Gruppe in komplexen Großprojekten. Auf der Schwächen-Seite ist pL-Store kein leichtgewichtiges, schnell ausgerolltes SaaS-WMS für kleine E-Commerce-Anbieter mit zwei Pickplätzen – die Lösung ist klar auf Mittelstand und Konzernlogistik ausgelegt, was sich in Implementierungsaufwand und Lizenzkosten niederschlägt. Wer eine reine Cloud-First-SaaS-Lösung mit Self-Service-Onboarding sucht, findet in COGLAS WEB WMS oder modernen Mitbewerbern leichter Zugang. Für hochautomatisierte Distributionszentren mit komplexer Sortertechnik bleibt pL-Store dagegen eine sehr ernstzunehmende Option neben spezialisierten Anbietern.
Preise & Lizenzmodell
proLogistik veröffentlicht keine Preisliste. Lizenzen werden projektspezifisch auf Basis der gewünschten Module, der Mengengerüste (Anzahl Picks pro Tag, Lagerplätze, mobile Endgeräte) und der gewünschten Bereitstellungsform kalkuliert. Marktbeobachter ordnen pL-Store in das mittlere bis obere Preissegment professioneller WMS-Lösungen in Deutschland ein. Sowohl klassische Kauflizenzen mit Wartungsvertrag als auch Subskriptions- und Hosting-Modelle stehen zur Verfügung. Eine seriöse Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung sollte Hardware, Implementierung, Anbindung von Subsystemen und Schulungsaufwand mit einbeziehen. Hinweise zur Strukturierung solcher Kalkulationen liefert das Glossar unter TCO bei ERP-Projekten.
Implementierung & Auswahlpraxis
Die Einführung von pL-Store erfolgt in der Regel klassisch projektbasiert. Im ersten Schritt wird das Mengengerüst des bestehenden Lagers (Lagerplätze, Lagerbewegungen, Pickfrequenz, Mandantenstruktur) erhoben, anschließend folgt eine Konzeptphase, in der branchenspezifische Module ausgewählt und Stammdatenmigrationen geplant werden. Klassische Projektlaufzeiten mittlerer Größe liegen zwischen sechs und achtzehn Monaten – wobei Anlagenanbindung, ERP-Integration und Schulungsaufwand häufig den größten Anteil tragen. proLogistik und ein Netzwerk spezialisierter Partner begleiten die Implementierung; Schulungen für Lagerleitung, Disposition und MDE-Anwender:innen finden sowohl vor Ort als auch remote statt. Für die Vorauswahl empfiehlt sich eine strukturierte Anforderungsanalyse: Welche Pickstrategien werden tatsächlich benötigt, welche Anlagen müssen angesteuert werden, welche regulatorischen Anforderungen (Pharma, Lebensmittel) gelten? Eine systematische Vorgehensweise schlägt das Portal unter ERP-Software finden vor; methodische Hinweise zur formalen Anforderungserhebung liefert der Glossarbeitrag Lastenheft. Wer Anlagenintegration, Branchenfokus und deutsche Anbieterherkunft priorisiert, findet pL-Store schnell auf der Shortlist; bei reinem Pickbetrieb mit kleinem Mengengerüst bleibt eine schlankere SaaS-Lösung häufig die wirtschaftlichere Wahl. Bei der Bewertung sollten zudem Aspekte wie Release-Pflegbarkeit, Support-Zeiten, Anlagenpartnerstruktur und Roadmap aktiv abgefragt werden.
Preise und Kostenrahmen für pL-Store
proLogistik veröffentlicht keine Preisliste; Marktbeobachter verorten pL-Store im mittleren bis oberen WMS-Segment. Die Bandbreiten unten zeigen, was solche Logistik-Projekte mit rund 50 Anwendern insgesamt kosten — Hardware und Anlagenanbindung treiben den Rahmen.
| Kostenposition | Bandbreite |
|---|---|
| Cloud-Lizenz pro Jahr | 40.000 € – 150.000 € |
| On-Premise Lizenz (einmalig) | 100.000 € – 500.000 € |
| Implementierung (einmalig) | 150.000 € – 1 Mio € |
| 5-Jahres-TCO | 600.000 € – 2.5 Mio € |
Bereitstellungs-Optionen: Meist On-Premise mit Lager-Hardware-Integration. Mehr zu Bereitstellungsmodellen: Cloud-ERP vs On-Premise. Detaillierte Kostenstruktur: ERP-Kosten-Übersicht.
Stärken und Schwächen von pL-Store
Vor- und Nachteile, wie sie für Hardware-nahe WMS-Plattformen insgesamt typisch sind — bei pL-Store kommt das eigene Geräteportfolio der proLogistik-Gruppe hinzu. Lagergröße und Automatisierungsgrad entscheiden über die Relevanz im Einzelfall.
Stärken
- Tiefe Hardware-Integration (Pick-by-Light, RFID, AKLs)
- Echtzeit-Bestandsführung und optimierte Pick-Pfade
- Spezialisiert auf hohe Bestellvolumen und mehrstufige Lager
- Anbindung an alle gängigen Carrier (DHL, DPD, UPS, GLS)
Mögliche Schwächen
- Höherer Initial-Aufwand inkl. Hardware-Investitionen
- Längere Implementierung wegen Lager-Konfiguration
- Spezial-Knowhow im Betrieb erforderlich
Fazit
Ein Lager mit Förderanlagen, Sortern oder Hochregaltechnik stellt andere Anforderungen als zwei Pickplätze im E-Commerce — und genau an dieser Trennlinie entscheidet sich die pL-Store-Frage. Die Dortmunder proLogistik-Gruppe liefert mit ihrem WMS branchenspezifische Standardpakete wie Techline für den technischen Großhandel und Foodline für Lebensmittel und Getränke, steuert Materialfluss und Anlagen ohne separaten Materialflussrechner und bringt eigene Hardware vom MDE-Gerät bis zum Staplerterminal mit. Für Mittelstand und gehobene Kontraktlogistik mit Mandantenstrukturen, MHD-Strategien oder Pharmavorgaben ist das ein rundes Paket mit deutschem Support und jahrzehntelanger Projekterfahrung.
Der Preis dafür ist ein klassisches Einführungsprojekt: Sechs bis achtzehn Monate Laufzeit und relevante Investitionen in Konfiguration, Anbindung und Schulung sollten eingeplant sein. Auch Release-Pflege, Support-Zeiten und Roadmap gehören in jede Ausschreibung — gerade bei einem System, das über Jahre eng mit der Anlagentechnik verwachsen sein wird. Kleine Pickbetriebe und reine Cloud-First-Bedarfe fahren mit SaaS-Wettbewerbern wie COGLAS WEB WMS wirtschaftlicher. Wer die Auswahl strukturiert angehen will, findet unter ERP-Software finden eine methodische Vorlage für Anforderungsanalyse und Shortlist.
Hersteller-Homepage von pL-Store
Aktuelle Ansicht der Webseite https://www.prologistik.com/loesungen/pl-store/

Bewertungen für pL-Store
Bisher liegen keine veröffentlichten Bewertungen für pL-Store auf erp-software.org vor.
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Häufig gestellte Fragen
Was kostet pL-Store?
Die Lizenzkosten von pL-Store hängen von Anwenderzahl, Modul-Auswahl und Bereitstellungsmodell (Cloud/On-Premise) ab. Eine seriöse Kostenschätzung erfordert eine konkrete Anforderungsanalyse — siehe unsere ERP-Kosten-Übersicht für realistische Bandbreiten.
Lizenz-Kosten machen typisch 25-35 % der Gesamtprojekt-Kosten aus; der Rest verteilt sich auf Implementierung, Schulung und Datenmigration.
Welche Alternativen zu pL-Store gibt es?
Konkrete Alternativen hängen von Branchenfit, Budget und Größe ab. Die Software-Übersicht listet 300+ DACH-ERP-Systeme; die Vergleichsseiten bieten paarweise Gegenüberstellungen.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Bietet pL-Store mobile Apps?
Moderne ERP-Systeme bieten mindestens responsives Web-UI; viele haben native iOS-/Android-Apps für Vertrieb, Lager und Approval-Workflows. Konkrete Mobile-Funktionen sind im Anbieterprofil dokumentiert.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Gibt es eine Community oder Support-Forum für pL-Store?
Cloud-Anbieter haben meist eigene Community-Plattformen + dokumentierte API-Foren. Open-Source-Lösungen (Odoo, ERPNext) haben besonders aktive Communities. Hersteller-Support gibt es üblicherweise via Tickets, Telefon und Premium-SLAs.
Kann pL-Store mit anderen Systemen wie CRM oder DMS verbunden werden?
Ja — über REST-APIs, iPaaS-Plattformen (Lobster, MuleSoft) oder vorgefertigte Konnektoren. Mehr zu CRM-Integration: ERP vs CRM, zu DMS: DMS-Software.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
