KlinkWARE WMS – Lagerverwaltung der Klinkhammer Group aus Nürnberg
| Hersteller | Klinkhammer Intralogistics GmbH |
|---|---|
| Kategorie | Warehouse Management & Logistik |
| Marktposition | Tier 2 — solide Präsenz im Mittelstand |
| Typische Zielgröße | Mittelstand bis Großunternehmen mit Logistik-Schwerpunkt |
| Hersteller-Webseite | www.klinkhammer.com |
KlinkWARE WMS ist das hauseigene Lagerverwaltungssystem der Klinkhammer Intralogistics GmbH aus Nürnberg. Die Klinkhammer-Gruppe ist ein familiengeführter Mittelständler, der seit 1972 als Generalunternehmer für automatisierte Lager-, Förder-, Kommissionier- und Distributionstechnik agiert. KlinkWARE ist die softwareseitige Antwort auf die intralogistischen Herausforderungen, die in den Klinkhammer-Anlagenprojekten entstehen, und wird sowohl als Bestandteil schlüsselfertiger Logistiksysteme als auch als eigenständige WMS-Software für Bestandsanlagen vermarktet. Die aktuelle Generation positioniert sich mit einer konsequent touch-basierten Bedienoberfläche, einer modularen Architektur und einer integrierten Materialflusssteuerung. In Pressemeldungen und Fachartikeln wird die Software als „bedienerfreundlichste Lagerverwaltungssoftware auf dem Markt“ beworben; unabhängig von solcher Marketing-Sprache zählt KlinkWARE in der DACH-Region zu den etablierten WMS-Plattformen für mittelständische und gehobene Anlagen.
Funktionsumfang
KlinkWARE deckt das gesamte intralogistische Spektrum ab – vom Wareneingang über Bestandsführung, Kommissionierung, Konsolidierung, Verpackung und Versand bis hin zu Inventur und Retourenmanagement. Der Wareneingang umfasst Avis-Verarbeitung, Cross-Docking, Qualitätsprüfung und Etikettierung. Bei der Einlagerstrategie stehen FiFo, ABC-Klassifizierung sowie Gewichts- und Höhenkriterien zur Verfügung; das System bestimmt automatisiert geeignete Plätze unter Berücksichtigung von Volumen, Anlagentopologie und Auftragsdruck. Pickstrategien wie Single-Order, Multi-Order, Wave-Picking, zonenbasierte Kommissionierung sowie Pick-by-Voice, Pick-by-Light, Pick-by-Vision und klassische MDE-Funkabwicklung werden unterstützt. Eine besondere Stärke ist das Flexboard-Dashboard, das Kennzahlen wie Auslastung, Auftragsfortschritt und Servicegrad live darstellt und Disponent:innen eine schnelle Reaktion auf Störungen ermöglicht. Die Materialflusssteuerung ist nahtlos integriert: KlinkWARE übernimmt nicht nur die Lagerverwaltung, sondern auch die Kontrolle der angeschlossenen Förder-, Hochregal-, Shuttle- und AKL-Anlagen sowie die Kopplung an Sortier- und Verpackungsmaschinen. Schnittstellen zu allen gängigen ERP-Systemen, Versand-, MES- und Spezial-Lösungen werden über das Integration Framework WRX bereitgestellt, das mit Java-Skripting selbst von versierten Anwender:innen anpassbar ist. Eine konzeptionelle Einordnung zu Bestandssicherheit liefert das Glossar unter Track and Trace.
Zielgruppe & Branchen
Klinkhammer adressiert mit KlinkWARE mittelständische und große Unternehmen mit komplexen Lagern – häufig in Kombination mit automatisierten Anlagen, die Klinkhammer als Generalunternehmer realisiert. Branchenseitig finden sich Kund:innen aus Pharma und Healthcare, Lebensmittelindustrie, Konsumgütern und Mode, Elektronik- und Technikgroßhandel, Maschinen- und Anlagenbau sowie 3PL-Dienstleistung. Insbesondere Unternehmen mit Hochregallagern, AKL- oder Shuttle-Systemen profitieren davon, dass Klinkhammer Anlage und Software aus einer Hand liefert und betreibt – ein Modell, das Verantwortungsgrenzen reduziert und in Krisensituationen Reaktionszeiten verkürzt. Für reguliert arbeitende Branchen wie Pharma sind Chargen-, Seriennummern- und MHD-Verwaltung sowie auditfähige Protokollierung Standardbestandteile. Vertiefte Anforderungslisten finden sich unter ERP für Pharma und ERP für Lebensmittelindustrie.
Technologie & Bereitstellung
KlinkWARE ist als browserbasierte Anwendung implementiert und damit unabhängig vom Betriebssystem der Endgeräte einsetzbar. Die Lösung läuft On-Premise im Rechenzentrum der Kund:innen oder in einer von Klinkhammer betreuten Hosting-Umgebung. Auf den mobilen Endgeräten – Handhelds, Tablets, Stapler-Terminals – steht KlinkWARE mobile mit einer schlanken Touch-Oberfläche bereit, die ohne tiefes Untermenü-Hopping auskommt und sich durch Wisch- und Gestensteuerung bedienen lässt. Die Architektur ist modular: Komponenten für Materialfluss, Pickfunktionen, Schnittstellen und Reporting können bedarfsgerecht ausgewählt werden. Über das Integration Framework WRX realisiert KlinkWARE Schnittstellen zu SAP, Microsoft Dynamics 365 Business Central, Oracle und mittelständischen ERP-Plattformen sowie zu E-Commerce- und Versandsystemen. Klinkhammer betreibt darüber hinaus einen 24/7-Remote-Support, was insbesondere für mehrschichtige Lagerbetriebe relevant ist. Eine konzeptionelle Einordnung zu Materialfluss und Anlagenanbindung liefert das Glossar unter MES.
Stärken und Schwächen
Zu den Stärken zählt die tiefe Verzahnung von Anlage und Software: Da Klinkhammer als Generalunternehmer Hard- und Software liefert, sind Schnittstellenbrüche und Verantwortungslücken minimiert. Die Touch-Bedienung, das integrierte Dashboard und die durchgängige Browserarchitektur sorgen für hohe Akzeptanz im Lagerbetrieb. Das modulare Lizenzmodell ermöglicht eine anlagenadäquate Konfiguration und schützt vor Überlizenzierung. Auch die 50+ Jahre Branchenerfahrung und die deutsche Mittelstandsherkunft sind Pluspunkte. Schwächen sind primär dort zu sehen, wo KlinkWARE nicht zur typischen Klinkhammer-Welt gehört: Reine Cloud-First-SaaS-Setups mit Self-Service-Onboarding sind nicht Kernziel der Lösung, und Unternehmen ohne automatisierte Anlagen profitieren weniger stark von der Materialflussintegration. Wer eine schlanke, schnell aktivierbare WMS-Lösung für ein einfaches Pickbetrieb-Lager sucht, wird bei COGLAS WEB WMS oder Bitergo Warehouse Star tendenziell schneller fündig. Im Bereich automatisierter, anspruchsvoller Distributionszentren ist KlinkWARE dagegen eine sehr ernstzunehmende Option.
Preise & Lizenzmodell
Klinkhammer veröffentlicht keine Preisliste. Lizenzen werden projektspezifisch kalkuliert und richten sich nach Modulauswahl, Lagergröße, Anzahl mobiler Endgeräte und Komplexität der angeschlossenen Anlagen. Sowohl klassische Kauflizenzen mit Wartungsvertrag als auch Hosting- und Subskriptionsmodelle sind möglich, häufig im Rahmen von Anlagenprojekten gebündelt. Der Preisbereich ordnet sich im mittleren bis oberen Segment professioneller WMS-Lösungen ein und ist gerechtfertigt durch die enge Anlagen-Software-Integration. Eine TCO-orientierte Bewertung sollte Hardware, Anlagenanbindung, Implementierung und Schulung mit einbeziehen, da diese Posten bei automatisierten Lagerprojekten substanzielle Anteile der Gesamtkosten ausmachen.
Markt & Wettbewerb
Im Wettbewerbsumfeld konkurriert KlinkWARE mit klassischen Anlagen-WMS-Lösungen wie pL-Store von proLogistik, viadat von viastore, PSI Logistics oder TUP-WMS sowie mit reinen Software-Anbietern. Klinkhammers Stärke liegt in der Bündelung aus Anlagenbau, Steuerungstechnik und Software, die in komplexen Greenfield-Projekten besonders zur Geltung kommt. Wer eine reine Software-Migration ohne Anlagenkomponente plant, sollte parallel auch SaaS-orientierte WMS evaluieren, um Kosten und Geschwindigkeit gegenüberzustellen.
Implementierung & Auswahlpraxis
KlinkWARE-Projekte sind in der Regel fest mit einem Anlagenkontext verzahnt: Sie entstehen oft im Rahmen der Errichtung neuer Lager- und Förderanlagen oder bei der Modernisierung bestehender Distributionszentren. Klinkhammer agiert dabei als Generalunternehmer: Anlagenplanung, Materialflusssteuerung, KlinkWARE-Konfiguration und Inbetriebnahme erfolgen aus einer Hand. Typische Projektlaufzeiten reichen von wenigen Monaten für reine Software-Migrationen bis zu mehreren Jahren für Greenfield-Distributionszentren mit komplexen Förder-, Hochregal- und Sortertopologien. Für die Vorauswahl ist es wichtig, frühzeitig mit den Klinkhammer-Spezialist:innen über die Mengengerüste, Anlagenkonzepte, ERP-Schnittstellen und Skalierungspfade zu sprechen. Auch die Frage nach Cloud-Hosting versus On-Premise sowie nach Notbetrieb und Failover-Konzepten gehört in die Konzeptphase. Eine strukturierte Anforderungsaufnahme über ein Lastenheft hilft, die Auswahl zwischen KlinkWARE und konkurrierenden WMS-Plattformen sachlich zu treffen. Wer ein reines Software-WMS ohne Anlagenintegration sucht, sollte zusätzlich die SaaS-Wettbewerber prüfen; wer Anlage und Software aus einer Hand wünscht, findet im Klinkhammer-Modell einen klaren Single-Point-of-Contact. Schulungen werden für Disposition, Lagerleitung und MDE-Anwender:innen angeboten und bilden einen wichtigen Baustein für die Akzeptanz im Lagerbetrieb.
Preise und Kostenrahmen für KlinkWARE WMS
Realistische Kostenbandbreiten in der Kategorie Wms Logistik für ein typisches Mittelstands-Setup mit 50 Anwendern. Konkrete Preise sind beim Anbieter direkt zu erfragen.
| Kostenposition | Bandbreite |
|---|---|
| Cloud-Lizenz pro Jahr | 40.000 € – 150.000 € |
| On-Premise Lizenz (einmalig) | 100.000 € – 500.000 € |
| Implementierung (einmalig) | 150.000 € – 1 Mio € |
| 5-Jahres-TCO | 600.000 € – 2.5 Mio € |
Bereitstellungs-Optionen: Meist On-Premise mit Lager-Hardware-Integration. Mehr zu Bereitstellungsmodellen: Cloud-ERP vs On-Premise. Detaillierte Kostenstruktur: ERP-Kosten-Übersicht.
Editorial-Einschätzung zu KlinkWARE WMS
Lagerverwaltungssystem mit Schwerpunkt Mittelstands-Logistik und automatisierte Lagertechnik — etablierter deutscher Anbieter.
Stark in
- Automatisierte Lagertechnik: Tiefe Integration mit Förderanlagen, automatischen Lagern und Roboter-Systemen — passt für moderne Logistik-Setups.
- DACH-Hersteller: Deutscher Anbieter mit Branchen-Erfahrung in DACH-Logistik.
- ERP-Schnittstellen: Anbindung an gängige Mittelstand-ERPs als WMS-Layer.
Achtung bei
- Spezialisiertes WMS: Kein ERP — funktioniert als Lagermanagement-Ergänzung.
- Markt-Reichweite: Nischige Position — im Vergleich zu Marktführern wie EPG oder LFS überschaubar.
Editorial-Einschätzung der Redaktion auf Basis öffentlicher Quellen, Hersteller-Dokumentation und DACH-Markt-Beobachtung. Stand: Mai 2026.
Fazit
KlinkWARE WMS ist die softwareseitige Säule der Klinkhammer-Gruppe und ein etablierter Standard für anspruchsvolle, oft anlagengetriebene Logistikprojekte im deutschsprachigen Mittelstand. Stärken sind die anlagenintegrierte Materialflusssteuerung, die moderne Touch-Bedienung und der breit ausgebaute Servicelogistik-Hintergrund des Anbieters. Wer eine integrierte Lösung für ein Hochregallager mit mehreren Pick- und Konsolidierungszonen plant, findet in KlinkWARE eine sehr ernstzunehmende Option. Eine strukturierte Vorauswahl, wie sie das Portal unter ERP-Software finden beschreibt, sollte parallel SaaS-WMS-Anbieter und spezialisierte Materialflussrechner-Wettbewerber einbeziehen, um die für die jeweilige Lagerstruktur passende Plattform zu identifizieren.
Hersteller-Homepage von KlinkWARE WMS
Aktuelle Ansicht der Webseite https://www.klinkhammer.com/

Bewertungen für KlinkWARE WMS
Bisher liegen keine veröffentlichten Bewertungen für KlinkWARE WMS auf erp-software.org vor.
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Häufig gestellte Fragen
Was kostet KlinkWARE WMS?
Die Lizenzkosten von KlinkWARE WMS hängen von Anwenderzahl, Modul-Auswahl und Bereitstellungsmodell (Cloud/On-Premise) ab. Eine seriöse Kostenschätzung erfordert eine konkrete Anforderungsanalyse — siehe unsere ERP-Kosten-Übersicht für realistische Bandbreiten.
Lizenz-Kosten machen typisch 25-35 % der Gesamtprojekt-Kosten aus; der Rest verteilt sich auf Implementierung, Schulung und Datenmigration.
Welche Alternativen zu KlinkWARE WMS gibt es?
Konkrete Alternativen hängen von Branchenfit, Budget und Größe ab. Die Software-Übersicht listet 300+ DACH-ERP-Systeme; die Vergleichsseiten bieten paarweise Gegenüberstellungen.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Bietet KlinkWARE WMS mobile Apps?
Moderne ERP-Systeme bieten mindestens responsives Web-UI; viele haben native iOS-/Android-Apps für Vertrieb, Lager und Approval-Workflows. Konkrete Mobile-Funktionen sind im Anbieterprofil dokumentiert.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Gibt es eine Community oder Support-Forum für KlinkWARE WMS?
Cloud-Anbieter haben meist eigene Community-Plattformen + dokumentierte API-Foren. Open-Source-Lösungen (Odoo, ERPNext) haben besonders aktive Communities. Hersteller-Support gibt es üblicherweise via Tickets, Telefon und Premium-SLAs.
Kann KlinkWARE WMS mit anderen Systemen wie CRM oder DMS verbunden werden?
Ja — über REST-APIs, iPaaS-Plattformen (Lobster, MuleSoft) oder vorgefertigte Konnektoren. Mehr zu CRM-Integration: ERP vs CRM, zu DMS: DMS-Software.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
