WMS – Warehouse Management System
Ein WMS (Warehouse Management System) ist eine Software für die Lagerverwaltung. Sie steuert Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung, Verpackung und Warenausgang und führt Bestände in Echtzeit. WMS-Systeme arbeiten eng mit ERP-Systemen zusammen und sind insbesondere im Großhandel, in der Logistik und im E-Commerce nicht mehr wegzudenken.
Kernfunktionen eines WMS
- Wareneingang mit Identifikation, Qualitätsprüfung und Buchung
- Einlagerung nach Strategien wie chaotisch, festplatzbasiert, FIFO/LIFO/FEFO
- Kommissionierung mit Pick-by-Voice, Pick-by-Light oder Pick-by-Vision
- Inventur mit permanenter, perpetueller oder Stichtags-Logik
- Versandvorbereitung mit Verpackung, Etikettierung, Carrier-Auswahl
- Yard- und Toren-Management für Wareneingang/-ausgang
WMS-Anbieter im DACH-Raum
Marktführer sind SAP EWM, Manhattan SCALE, PSI WMS, viadat, WAMAS (SSI Schäfer), LFS (Ehrhardt + Partner), topX, Inconso. Im Mittelstand sind auch ERP-integrierte WMS-Module verbreitet, etwa in proALPHA oder Sage X3.
WMS oder integriertes ERP-Lager?
Bei Lagerumschlägen unter etwa 10.000 Picks pro Tag reicht häufig das ERP-eigene Lagermodul. Darüber lohnt sich ein dediziertes WMS, weil Performance, Funktionstiefe (z.B. Wellen-Pick, Multi-Order-Pick) und Schnittstellen zu Förder- und Sortiersystemen besser sind.
Häufige Fragen
- Was kostet ein WMS?
Mittelstand: 100.000–500.000 EUR Lizenz, 80.000–400.000 EUR Implementierung. Cloud-WMS ab 50 EUR pro User pro Monat.
- Reicht das ERP-Lager oder brauche ich ein dediziertes WMS?
Faustregel: ab 10.000 Picks pro Tag oder bei automatisierter Förder-/Sortiertechnik lohnt sich ein dediziertes WMS.
