Cross Commerce: Cloud-ERP mit POS, E-Commerce und PIM aus einer Hand

HerstellerCrossCommerce GmbH
Cross Commerce auf einen Blick
HerstellerCrossCommerce GmbH
KategorieCloud-native ERP
MarktpositionTier 3 — Spezialist oder Nischen-Anbieter
Bereitstellungs-ModellCloud / SaaS — keine eigene Infrastruktur nötig
Typische ZielgrößeMittelstand und KMU mit Cloud-First-Strategie
Hersteller-Webseitecross-commerce.de

Cross Commerce ist eine cloud-native ERP-Plattform der CrossCommerce GmbH mit Hauptsitz in Mainz und einem zweiten Standort im InnoHubs in Würzburg, die Einzelhandel, Filial- und Spezialhandel mit einer integrierten Suite aus Cloud-ERP, Point-of-Sale, E-Commerce und Product-Information-Management adressiert. Im Mittelpunkt steht der Anspruch, all jene Bausteine zu vereinen, die ein moderner Multichannel-Händler heute benötigt: Warenwirtschaft, Filialsteuerung, Kassensystem, Online-Shop, Belegwesen und Stammdatenpflege werden in einer durchgängigen Architektur zusammengeführt, sodass Bestände, Aufträge und Kundendaten in Echtzeit zwischen den Kanälen synchron bleiben. Anwender greifen je nach Rolle über Webbrowser, Tablet, mobiles Endgerät oder Kassensystem auf dieselbe Datenbasis zu. Mit dieser Positionierung trifft Cross Commerce einen wachsenden Bedarf bei mittelständischen Händlern, die ihre Insellösungen aus klassischer Warenwirtschaft, separatem Shop, externem PIM und stationärer Kasse durch eine konsolidierte Cloud-Plattform ersetzen möchten.

Marktposition und Geschichte

Die CrossCommerce GmbH versteht sich als spezialisierter Anbieter für integrierte Handelslösungen und positioniert sich klar abgegrenzt von monolithischen ERP-Suiten oder rein technischen Headless-Plattformen. Mit dem Anspruch „Cloud, ERP, POS, eCommerce, PIM alles aus einer Hand“ adressiert das Unternehmen den Trend, dass Händler zunehmend einen einzigen Vertragspartner für ihre digitalen und physischen Vertriebskanäle suchen, statt Schnittstellen zwischen Drittsystemen zu pflegen. Der Hauptsitz in Mainz und die Präsenz im Würzburger InnoHubs unterstreichen die Verankerung im deutschen Mittelstandsökosystem.

Funktionsumfang

Cross Commerce kombiniert ein vollwertiges ERP mit Bestandsmanagement, Wareneingang, Bestellwesen und Belegwesen, ein mandantenfähiges Filialmanagement, ein integriertes Kassensystem für stationäre Verkaufspunkte, einen E-Commerce-Baustein für den eigenen Onlineshop sowie ein PIM für die zentrale Pflege von Produktinformationen, Medien und Kategorisierungen. Automatisierte Workflows beschleunigen wiederkehrende Aufgaben, etwa die Prüfung und Verteilung eingehender Lieferantenrechnungen, das Auslösen von Nachbestellungen oder den Abgleich von Verkaufszahlen über Kanäle. Ein Reporting-Layer mit dashboardgestützten Auswertungen und Schnittstellen zu Business-Intelligence-Werkzeugen rundet den Funktionsumfang ab.

Zielgruppe und Branchen

Adressiert werden vor allem mittelständische Händler aus dem Einzel- und Spezialhandel: vom inhabergeführten Geschäft mit zwei bis drei Filialen über Filialisten mit dezentraler Lagerstruktur bis zu reinen E-Commerce-Pure-Playern, die zusätzlich Pop-up-Stores oder Showrooms betreiben. Branchenseitig eignet sich die Plattform für Mode, Lifestyle, Sportartikel, Wohnaccessoires, Spielwaren und vergleichbare Konsumgütersegmente, in denen Sortimentsbreite, Variantenreichtum und Saisonalität hoch sind. Auch Hersteller mit eigenem Direct-to-Consumer-Vertrieb oder hybride Geschäftsmodelle aus Großhandel und stationärem Endkundengeschäft profitieren vom integrierten Ansatz, ähnlich wie Anwender im E-Commerce-Umfeld.

Technologie und Bereitstellung

Cross Commerce ist konsequent als SaaS-Lösung konzipiert. Anwender benötigen keine eigene Server-Infrastruktur und greifen über Webbrowser auf das System zu; Updates und Sicherheits-Patches erfolgen automatisiert durch den Hersteller. Mobile Anwender nutzen Tablets und Smartphones, etwa für Inventur, Filialaufgaben oder Kundengespräche im Verkaufsraum. Über offene APIs lassen sich Zahlungsdienstleister, Versanddienstleister, Marktplätze und externe BI-Plattformen anbinden. Ein DSGVO-konformer Betrieb in europäischen Rechenzentren ist gemäß Anbieter sichergestellt, ergänzt um differenzierte Rollen- und Rechtekonzepte.

Stärken und Schwächen

Stärken der Lösung liegen in der konsequenten Cloud-Architektur, der nativen Verbindung von ERP, Kasse, Shop und PIM sowie dem deutlich reduzierten Integrationsaufwand gegenüber einer Best-of-Breed-Strategie. Händler profitieren von einer einheitlichen Datenbasis, schnelleren Auswertungen und einer einfachen Skalierung beim Eröffnen weiterer Filialen oder dem Erschließen neuer Marktplätze. Auf der Schwächeseite stehen die im DACH-Markt noch geringere Bekanntheit im Vergleich zu etablierten Größen, ein dadurch begrenzter Partnerpool und ein Funktionsumfang, der sich primär an Handelsunternehmen richtet; produktionslastige Betriebe mit komplexer Fertigungstiefe oder international aufgestellte Konzerne mit vielen Landesgesellschaften finden anderswo passendere Antworten.

Preise und Lizenzmodell

CrossCommerce GmbH veröffentlicht keine festen Preislisten und vertreibt die Plattform projektspezifisch. Üblich sind Abonnementmodelle pro Anwender, Filiale oder Modul, ergänzt um einmalige Einführungspakete. Wer eine seriöse Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung wünscht, sollte Lizenz-, Hosting-, Implementierungs- und Schulungskosten gemeinsam betrachten und über mehrere Jahre projizieren. Eine unabhängige ERP-Auswahlbegleitung kann helfen, Cross Commerce realistisch gegen Wettbewerber zu vergleichen.

Implementierung und Partner

Die Einführung erfolgt typischerweise in mehreren Phasen, beginnend mit Anforderungserhebung, gefolgt von Konfiguration, Datenmigration aus Altsystemen, Schulung der Filial- und Backoffice-Teams sowie Go-Live mit Hypercare-Phase. Aufgrund der integrierten Architektur entfallen aufwendige Schnittstellenprojekte zwischen ERP, Kasse und Shop, sodass Implementierungslaufzeiten in der Regel kürzer ausfallen als bei klassischen Best-of-Breed-Stacks. Hersteller und ausgewählte Partner stellen Schulungsmaterialien, Onlinekurse und individuelle Trainings bereit.

Integration und Schnittstellen

Cross Commerce vereint zwar viele klassische Bausteine in einer Plattform, lebt aber von einer offenen Schnittstellenstrategie. Über die API werden Zahlungsdienstleister wie Stripe, Adyen, Mollie oder PayPal angebunden, ebenso Versanddienstleister wie DHL, DPD, GLS und Hermes. Marktplatz-Konnektoren ermöglichen den Vertrieb über Amazon, eBay, Otto und vergleichbare Plattformen. Für die Buchhaltung steht eine DATEV-Schnittstelle bereit, ergänzt um Konnektoren zu gängigen Lohn- und Finanzbuchhaltungssystemen. Im Bereich BI lassen sich Daten in Microsoft Power BI, Tableau oder Looker exportieren, sodass Händler eigenständige Reports und Analysen aufbauen können. Das integrierte PIM erlaubt es, Produktdaten medienneutral zu pflegen und kanalgenau zu verteilen, was bei Markenherstellern und Sortimentshändlern mit großen Variantenbäumen einen klaren Effizienzvorteil bringt.

Compliance, Sicherheit und Betrieb

Als SaaS-Anbieter ist Cross Commerce für Hosting, Backups, Patching und Verfügbarkeit verantwortlich. Die Plattform wird laut Anbieter in europäischen Rechenzentren betrieben, was DSGVO-konforme Verarbeitung und Datenresidenz im EU-Raum unterstützt. Klassische Sicherheitsstandards wie Transportverschlüsselung, mehrstufige Authentifizierung, Rollen- und Rechtekonzepte sowie regelmäßige Backups gehören zum Standardumfang. Anforderungen an GoBD, revisionssichere Ablage und elektronische Rechnungslegung werden über die Belegmodule und ergänzende Konfiguration abgedeckt. Updates erfolgen rollierend, sodass Anwender ohne große Major-Upgrades kontinuierlich von Verbesserungen profitieren. Für mehrstandortige Händler ist die Plattform mandantenfähig und unterstützt unterschiedliche steuerliche Setups innerhalb einer Installation.

Berichtswesen und Datenanalyse

Cross Commerce verbindet das integrierte Berichtswesen mit der Möglichkeit, Daten in spezialisierten BI-Werkzeugen weiterzuverarbeiten. Standardisierte Auswertungen liefern tagesaktuelle Sichten auf Umsätze, Margen, Bestandsentwicklung, Verkaufsperformance einzelner Filialen und Online-Kanäle sowie Retourenquoten. Dashboards lassen sich rollenspezifisch konfigurieren, sodass Filialleitung, Einkauf und Geschäftsführung jeweils die passenden Kennzahlen sehen. Eine integrierte ABC-Analyse unterstützt Sortiments- und Lieferantensteuerung, während eine Forecasting-Komponente Bestell- und Bevorratungsentscheidungen anhand historischer Verkaufsdaten erleichtert. Besonders für expandierende Filialisten ist die zentrale Datenhaltung mit Echtzeit-Synchronisation ein klarer Vorteil, weil sie konsolidierte Auswertungen über alle Standorte hinweg ohne ETL-Strecken erlaubt.

Fazit

Cross Commerce ist eine moderne, cloud-native ERP-Plattform für mittelständische Händler, die ihre stationären und digitalen Vertriebskanäle in einer integrierten Lösung zusammenführen wollen. Wer Wert auf eine durchgängige Datenbasis, kurze Time-to-Market und einen einzigen Vertragspartner für ERP, POS, Shop und PIM legt, sollte CrossCommerce GmbH in eine engere Auswahl einbeziehen. Für reine Produktionsbetriebe oder hochskalierte Großkonzerne ist die Plattform weniger relevant; ihr Sweet Spot liegt klar im filialgestützten und Multichannel-Einzelhandel.

Hersteller-Homepage von Cross Commerce

Aktuelle Ansicht der Webseite https://cross-commerce.de/

Screenshot der Homepage von Cross Commerce

Bewertungen für Cross Commerce

Bisher liegen keine veröffentlichten Bewertungen für Cross Commerce auf erp-software.org vor.

Erste Bewertung schreiben →

Eigene Bewertung für Cross Commerce schreiben

Schreiben Sie uns Ihre Erfahrung mit Cross Commerce. Wir veröffentlichen Bewertungen nach kurzer redaktioneller Sichtprüfung in 1–3 Werktagen. Felder mit * sind Pflicht.