Tbx Business Suite – OLAP-basierte Controlling- und BI-Plattform aus Spremberg
Die Tbx Business Suite ist eine integrierte Plattform für Controlling, Reporting, Planung und Datenintegration der Tbx Software GmbH. Anders als klassische ERP-Systeme bildet Tbx keine Geschäftsprozesse vom Auftrag bis zur Rechnung ab, sondern stellt eine spezialisierte Analytics-Schicht über die Daten bestehender ERP-, CRM- und Drittsysteme. Damit positioniert sich die Suite als Brücke zwischen rohen Transaktionsdaten und entscheidungsrelevanten Auswertungen für Geschäftsleitung, Controlling, Vertrieb und Produktion.
Hersteller und Hintergrund
Die Tbx Software GmbH wurde im Januar 2020 als Joint Venture zwischen der OLAPLINE GmbH und der Taurec GmbH gegründet. Hauptsitz ist die Dresdener Straße 30 in 03130 Spremberg, eingetragen im Handelsregister Cottbus unter HRB 14536 CB. Geschäftsführer ist Tomas Seckler. Beide Mutterunternehmen bringen umfassende Erfahrung aus dem Umfeld großer BI-Plattformen wie IBM TM1 und SAP BW mit. Das Ziel der Gründung: Eine eigenständige, schlankere und leichter bedienbare Alternative zu den schwergewichtigen Konzernlösungen am Markt zu etablieren – mit deutscher Entwicklung, deutscher Datenhaltung und einer klaren Fokussierung auf Anwender in Fachbereichen.
Funktionsumfang der Tbx Business Suite
Die Suite besteht aus mehreren eng integrierten Komponenten: Die Tbx Database ist eine multidimensionale In-Memory-OLAP-Datenbank, die Hierarchien, Kennzahlenstrukturen und Auswertungen ohne klassische Tabellenscans verarbeitet. Das Tbx Studio ist die zentrale Entwicklungs- und Modellierungsumgebung mit Drag-and-drop-Berichtsdesign, Dashboards und Planungsmasken. Tbx Self Service ermöglicht es Fachbereichsanwendern, ohne Programmierkenntnisse eigene Reports und Analysen zu erstellen, während der Tbx Manager als Administrationswerkzeug Hierarchien, Berechtigungen und Datenmodelle pflegt. Über REST-APIs lassen sich Quellsysteme wie SQL-Datenbanken, SAP, Microsoft Dynamics NAV/Business Central und Flatfiles anbinden. Reports stehen sowohl in Web- und Desktop-Clients als auch mobil zur Verfügung.
Zielgruppe und Branchen
Tbx richtet sich an Controlling-Abteilungen und Fachbereiche in Unternehmen aller Größen. Die Suite kommt vor allem in Mittelständlern zum Einsatz, die ihre Auswertungen aus dem ERP-System lösen und in einer dedizierten Plattform für Planung, Forecasting und Konsolidierung bündeln möchten. Branchenseitig zeigen sich Schwerpunkte in Großhandel, Metallverarbeitung, Energieversorgung, im produzierenden Mittelstand und im Handel. Auch in Holdings mit mehreren Tochterunternehmen, die eine konzernweite Konsolidierung benötigen, ist Tbx eine ernstzunehmende Alternative zu Cognos, Jedox oder LucaNet.
Architektur und Technologie
Die Tbx Business Suite kombiniert in einer einzigen Architektur Datenhaltung, Application Server und Frontend. Die OLAP-Datenbank arbeitet In-Memory und unterstützt extrem schnelle Aggregationen über große Datenmengen. Die Plattform läuft sowohl unter Windows als auch unter Linux, kann lokal oder in der Cloud betrieben werden und unterstützt mobile, Web- und Desktop-Frontends. Über offene REST-APIs sind Anbindungen an gängige ERP-Systeme, Data Warehouses und Business-Apps möglich. Berechtigungen lassen sich auf Element-Ebene granular steuern, was insbesondere für regulierte Auswertungen mit Vertraulichkeitsstufen wichtig ist.
Stärken und Schwächen
Die Stärken liegen in der hohen Performance der OLAP-Engine, der Flexibilität bei der Modellierung individueller Datenmodelle und der Self-Service-Fähigkeit für Fachanwender. Die Suite vereint Funktionen, für die andere Anbieter mehrere Produkte benötigen – Datenintegration, Modellierung, Planung und Reporting in einer Oberfläche. Schwächen sind die geringe Marktbekanntheit gegenüber globalen Wettbewerbern wie SAP Analytics Cloud, IBM Planning Analytics oder Anaplan. Auch das Partner-Ökosystem ist überschaubar; Implementierungen werden meist direkt durch Tbx oder ausgewählte Beratungshäuser umgesetzt. Wer ein international ausgerolltes Konzern-BI mit Tausenden Anwendern aufsetzen möchte, sollte die Skalierungs- und Support-Strukturen sorgfältig prüfen.
Preise
Tbx Software veröffentlicht keine Listenpreise. Die Lizenzierung erfolgt nach Anwenderzahl, Datenvolumen und benötigten Modulen. Übliche Mittelstandsprojekte bewegen sich im niedrigen bis mittleren fünfstelligen Bereich pro Jahr; größere Konzern-Setups mit tiefer Integration in bestehende Datenlandschaften liegen entsprechend höher. Demos, Workshops und Pilotprojekte können direkt über die Website angefragt werden.
Preise und Kostenrahmen für Tbx Business Suite
Realistische Kostenbandbreiten in der Kategorie Spezial für ein typisches Mittelstands-Setup mit 50 Anwendern. Konkrete Preise sind beim Anbieter direkt zu erfragen.
Bewertung typischer Vor- und Nachteile in der Kategorie Spezial. Diese Einschätzungen sind generisch — die Eignung im konkreten Fall hängt von Branche und Größe ab.
Stärken
Maßgeschneiderte Lösung für sehr spezifische Branchen
Etabliertes Tool für bestimmte Use-Cases (Projekt-Geschäft, Agentur)
Oft inhabergeführter, persönlicher Support
Mögliche Schwächen
Kleine Anbieter-Community + wenige Berater
Skalierungs-Risiken bei Wachstum jenseits der Nische
Begrenzte Update-Frequenz und Innovations-Tempo
Fazit
Die Tbx Business Suite ist ein interessanter deutscher Spezialanbieter für Unternehmen, die ihre Controlling- und Planungslandschaft konsolidieren möchten, ohne sich an globale Mega-Plattformen wie SAP oder Oracle zu binden. Mit moderner OLAP-Technologie, deutscher Datenhaltung und einem klaren Fokus auf Self-Service ergänzt Tbx bestehende ERP-Landschaften – etwa von Mittelstands-ERPs oder Branchen-ERPs – um eine performante Auswertungs- und Planungsschicht. In einem Auswahlprojekt sollte Tbx idealerweise gegen Jedox, LucaNet, Board, IBM Planning Analytics und SAP Analytics Cloud antreten – idealerweise begleitet durch eine erfahrene Controlling- und BI-Beratung, die Use Cases, Datenmodelle und Skalierungsanforderungen sauber gegeneinander bewertet.
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Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Einführung von Tbx Business Suite?
Eine ERP-Implementation dauert je nach Komplexität 3 bis 18 Monate. Cloud-Lösungen sind oft in 4–12 Wochen produktiv, klassische Mittelstands-ERPs benötigen 6–12 Monate für Anforderungsanalyse, Customizing, Datenmigration und Schulung. Mehr unter ERP-Implementierung.
Wie sicher ist Tbx Business Suite im Hinblick auf Datenschutz?
Bei Cloud-ERPs sind Server-Standort (idealerweise EU/DE), Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und BSI-C5- oder ISO-27001-Zertifizierungen zentrale Kriterien. Die DSGVO-Konformität sollte vom Anbieter explizit dokumentiert sein.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Wie wird Tbx Business Suite weiterentwickelt?
Cloud-ERPs erhalten typisch monatliche bis vierteljährliche Releases automatisch. On-Premise-ERPs haben jährliche Major-Releases mit aktiver Patch-Pflege. Release-Notes und Roadmap sind beim Hersteller einsehbar.
Was passiert mit meinen Daten wenn ich Tbx Business Suite kündige?
Bei Cloud-ERPs garantiert ein guter Anbieter Daten-Export im offenen Format (CSV, JSON, SQL-Dump). Im Vertrag sollte Datenrückgabe-Pflicht, Lösch-Frist und Format ausdrücklich geregelt sein.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Welche Support-SLAs bietet Tbx Business Suite?
Standard-Support deckt meist Werktag 8–18 Uhr mit ~4h Reaktionszeit. Premium-/24x7-SLAs sind aufpreispflichtig. Bei Cloud-Anbietern sind Verfügbarkeits-SLAs (z. B. 99,9%) wichtig — Vertrag prüfen!