
Customa – CRM- und Business-Intelligence-Plattform für Händler
| Hersteller | Customa GmbH |
|---|---|
| Kategorie | Spezial & Nischenlösungen |
| Marktposition | Tier 3 — Spezialist oder Nischen-Anbieter |
| Hersteller-Webseite | www.customa.de |
Customa ist eine spezialisierte Cloud-Software aus Hamburg, die Customer Relationship Management (CRM) und Business Intelligence (BI) gezielt für Handels- und E-Commerce-Unternehmen kombiniert. Hinter dem Produkt steht die Customa GmbH mit Sitz am Merkurring im Hamburger Norden, die das System unter dem Slogan „Das CRM von Händlern für Händler“ vermarktet. Im Unterschied zu generischen CRM-Plattformen wie Salesforce, HubSpot oder CAS genesisWorld ist Customa konsequent auf die Anforderungen versandhandels- und marktplatzgetriebener Händler zugeschnitten – mit Schwerpunkten auf Kundenanalyse, Attribution, Kanalcontrolling und automatisiertem Push-Marketing. Branchenpublikationen, Händlerverzeichnisse und Vergleichsportale listen Customa als eigenständige Lösung im Bereich Marketing-Analytics und Händler-CRM. Das Produkt positioniert sich damit als ergänzende Plattform zu klassischen ERP-Systemen und Shop-Lösungen, die selbst über keine ausreichende analytische Tiefe für Kundenscoring, Attribution und automatisierte Kampagnensteuerung verfügen.
Funktionsumfang
Im Zentrum von Customa steht das sogenannte MIS-Cockpit, ein Management-Informationssystem mit KPI-Reports zu Kunden-, Produkt-, Vertriebs- und Werbekanal-Performance. Aufbauend auf den importierten Bestelldaten ermittelt das System unter anderem RFM-Segmentierungen (Recency, Frequency, Monetary Value), Lifetime-Value-Verteilungen, Reaktivierungspotenziale und Kohortenanalysen. Über vier integrierte Attributionsmodelle lassen sich Werbekanäle und Kampagnen bewerten – relevant insbesondere für Händler, die Budgets über Suchanzeigen, Display, Affiliates und Print verteilen und ein nachvollziehbares Kanalcontrolling benötigen. Das Modul Push-Marketing erlaubt die automatisierte Aussteuerung von E-Mail- und Print-Kampagnen auf Basis dieser Segmente, etwa zur Reaktivierung schlafender Kunden, zur Cross-Selling-Ansprache von Stammkunden oder zur gezielten Bewerbung von Neukundensegmenten. Daneben deckt Customa klassische CRM-Funktionen wie Kontakthistorie, Kampagnenverwaltung, Service- und Beschwerdeprozesse sowie Listenexporte ab. Über offene Schnittstellen lässt sich die Plattform mit gängigen Shop-Systemen, Warenwirtschafts- und ERP-Lösungen sowie mit E-Mail-Versanddienstleistern wie CleverReach, Inxmail oder Mailchimp verbinden. Damit positioniert sich Customa funktional zwischen Data-Warehouse-Systemen und reinen Marketing-Automation-Tools.
Zielgruppe und Branchen
Die typischen Anwender von Customa sind mittelständische Versand- und Online-Händler, klassische Distanzhändler mit Print-Katalogen, Multichannel-Händler sowie reine E-Commerce-Pure-Player. Branchen mit besonderer Affinität sind Mode, Sport- und Outdoor-Artikel, Gesundheit und Wellness, Konsumgüter sowie spezialisierte D2C-Marken. Die Anwenderzahl pro Kunde ist typischerweise klein (Marketing- und CRM-Teams mit 3 bis 30 Anwendern), die zugrundeliegenden Kundendatensätze dagegen können in die Millionen gehen. Reine B2B-Händler mit langjährigen Kundenbeziehungen und individuellen Konditionsverhandlungen sind weniger typische Anwender; hier liegen die Anforderungen näher an klassischen B2B-CRM-Plattformen. Auch reine Marketplace-Händler ohne eigene Kundendatenbasis profitieren weniger als klassische Distanz- und Multichannel-Händler.
Technologie und Bereitstellung
Customa ist eine reine Cloud-Lösung mit Web-Oberfläche und wird in deutschen Rechenzentren betrieben. Die Datenintegration erfolgt typischerweise über CSV-Imports, Datenbank-Anbindungen oder API-Schnittstellen zu Shop- und ERP-Systemen. Auf Basis dieser konsolidierten Datenquelle baut Customa ein einheitliches Kunden- und Bestell-Datenmodell auf, das als Grundlage für Reports, Segmentierungen und Kampagnen dient. Updates werden zentral eingespielt; alle Mandanten arbeiten auf einem einheitlichen Releasestand. Die modulare Tarifstruktur reicht von einem Basic-Paket mit Cluster- und KPI-Reports über ein Advanced-Paket mit Datenexporten und ein Business-Paket mit Attributionsmodellen bis zu einem Professional-Paket mit voller Marketingautomatisierung. Datenschutzrechtlich wird Customa typischerweise als Auftragsverarbeiter eingebunden – ein Punkt, den DSGVO-orientierte Händler im Implementierungsprozess sorgfältig prüfen sollten.
Stärken und Schwächen
Zu den Stärken von Customa zählen die ausgeprägte Spezialisierung auf Händler-CRM und Attribution, die analytische Tiefe in den RFM- und Kohortenanalysen sowie die enge Integration von BI- und Marketing-Funktionen in einer Plattform. Anwender berichten, dass insbesondere die Kombination aus KPI-Cockpit und automatisiertem Push-Marketing eine schnelle Wertgenerierung erlaubt – verglichen mit der Eigenentwicklung dieser Logik in einem Data Warehouse plus separatem Marketing-Tool. Schwächen liegen in der vergleichsweise geringen Marktpräsenz außerhalb des Versandhandelssegments, in der überschaubaren Anbieter- und Implementierungspartnerlandschaft sowie darin, dass Customa kein vollständiges ERP-System ersetzt, sondern bestehende ERP- und Shop-Lösungen ergänzt. Wer eine breite, in unabhängigen Studien wie Trovarit oder Computerwoche-Vergleichstests verankerte Lösung mit hoher Marktverbreitung sucht, sollte zusätzlich klassische CRM-Plattformen vergleichen.
Preise und Lizenzmodell
Customa veröffentlicht seine Tarife in vier Stufen (Basic, Advanced, Business, Professional), die sich nach Funktionsumfang, Datenvolumen und Anwenderzahl richten. Die konkreten Preise werden in der Regel im Rahmen eines Beratungsgesprächs festgelegt; Marktbeobachter verorten Customa im typischen Preissegment für mittelständische Händler-CRM- und BI-Plattformen. Üblich sind monatliche oder jährliche Subskriptionsmodelle, ergänzt um einmalige Implementierungs- und Datenintegrationskosten. Bei mittleren Händlern mit 100.000 bis 1 Million aktiven Kunden bewegen sich die laufenden Lizenzkosten typischerweise im fünfstelligen Bereich pro Jahr. Eine seriöse Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung sollte zudem Kosten für Datenanbindung, laufende Anwenderschulungen und gegebenenfalls externe Versanddienstleister für E-Mail- und Print-Kampagnen einschließen.
Auswahl- und Vergleichsempfehlung
Eine strukturierte Auswahl trennt klar zwischen funktionalen Pflichtanforderungen, optionalen Wunschfunktionen und nicht-funktionalen Kriterien wie Bedienbarkeit, Datenschutz und Servicequalität. Händler, die Customa in eine Vorauswahl aufnehmen, sollten das System nicht isoliert betrachten, sondern in einem strukturierten Auswahlprozess gegen mindestens zwei bis drei alternative Marketing- und CRM-Plattformen prüfen. Sinnvoll ist ein detailliertes Anforderungsprofil, das die Themen Datenintegration, Single-Customer-View, RFM- und Segmentlogik, Attributionsmodelle, Push-Marketing-Aussteuerung, Reporting und Compliance differenziert bewertet. Auch die spätere Skalierbarkeit – etwa für eine Expansion in zusätzliche Märkte, neue Kanäle oder eine zunehmend komplexe Customer-Journey – sollte adressiert werden. Eine sorgfältige Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung über fünf Jahre hilft, kurzfristig günstige, aber langfristig limitierte Optionen zu identifizieren.
Marktposition und Implementierung
Im DACH-Markt für Händler-CRM- und BI-Plattformen konkurriert Customa mit reinen Marketing-Automation-Lösungen wie Emarsys, Inxmail Professional oder CleverReach, mit BI- und Data-Warehouse-orientierten Plattformen wie Tableau, Qlik, Power BI oder Looker sowie mit klassischen CRM-Plattformen wie Salesforce, HubSpot oder CAS genesisWorld. Branchenpublikationen wie Versandhausberater, iBusiness, shopanbieter.de oder internetworld.de berichten regelmäßig über die Marktentwicklung im Versand- und Multichannel-Handel und beobachten den Trend zu integrierten Customer-Data-Plattformen mit eingebetteter Marketing-Automation. Typische Implementierungszeiträume bei Customa liegen je nach Datenkomplexität und Schnittstellenumfang zwischen vier und zwölf Wochen. Wesentliche Erfolgsfaktoren sind eine klare Datenintegrationsstrategie aus ERP, Shop und gegebenenfalls weiteren Quellsystemen, eine saubere Definition der Kunden-Identität (Single-Customer-View), konsistente Segmentlogiken sowie definierte Use Cases für Reaktivierung, Cross-Selling und Neukundenakquise. Auch das Zusammenspiel mit Versanddienstleistern für E-Mail- und Print-Aussteuerung sollte vertraglich und technisch sauber strukturiert sein.
Fazit
Customa ist eine spezialisierte Cloud-Plattform, die klassische CRM- und BI-Funktionen in einer für Händler typischen Datenlogik bündelt. Für mittelständische Versand- und Multichannel-Händler, die ihre bestehenden ERP- und Shop-Daten in eine analytische Plattform mit Attribution, RFM-Segmentierung und automatisiertem Push-Marketing überführen wollen, ist Customa ein ernstzunehmender Kandidat – insbesondere als Ergänzung zu generischen ERP-Systemen für E-Commerce und klassischen Warenwirtschaftslösungen. Wer ein vollständiges ERP- oder Marketing-Cloud-Suite-Angebot sucht, sollte alternative Lösungen wie CAS, Salesforce Marketing Cloud oder spezialisierte BI-Plattformen mit eigenem Marketing-Modul in die Vorauswahl aufnehmen und idealerweise im Rahmen eines strukturierten Anforderungsprofils mit Customa vergleichen.
Hersteller-Homepage von Customa
Aktuelle Ansicht der Webseite https://www.customa.de/

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