rocon: SAP-Partner mit Mobile Warehouse, ERP-Erweiterungen und POS
| Hersteller | rocon GmbH |
|---|---|
| Kategorie | Spezial & Nischenlösungen |
| Marktposition | Tier 3 — Spezialist oder Nischen-Anbieter |
| Hersteller-Webseite | www.rocon.info |
Die rocon GmbH ist ein 1996 gegründetes IT-Systemhaus mit Standorten in Saarbrücken, Rotenburg und Oldenburg sowie Niederlassungen in Potsdam, Hamburg und Leipzig. Im Mittelpunkt des Angebots steht die Beratung, Einführung und Erweiterung von SAP-Lösungen für den Mittelstand – insbesondere SAP Business One, SAP Cloud ERP (S/4HANA Public Cloud), SAP Concur und WalkMe. Ergänzt wird das Portfolio durch eigenentwickelte Add-ons wie das rocon Mobile Warehouse für Lager- und Logistikprozesse, EDI-Lösungen, Webshop-Anbindungen sowie Point-of-Sale-Integrationen. Damit positioniert sich rocon nicht als reiner Softwarehersteller, sondern als spezialisierter SAP-Partner mit eigenen Produkten, der Beratung, Implementierung und Eigenentwicklung kombiniert.
Marktposition und Geschichte
rocon ist seit nunmehr fast drei Jahrzehnten als Mittelstands-IT-Dienstleister im deutschsprachigen Raum aktiv. Das Unternehmen beschäftigt rund 40 Mitarbeitende und betreut nach eigenen Angaben mehrere Hundert Kunden, darunter mittelständische Marken sowie bekannte Konzern-Töchter. Auf der Referenzliste finden sich Unternehmen wie Broil King Deutschland, Panasonic-Tochtergesellschaften, KSB sowie weitere Industrie- und Handelsunternehmen. Im SAP-Ökosystem positioniert sich rocon klar im Bereich SAP Business One für mittelständische Anwender und in den jüngeren Cloud-Angeboten von SAP. Im Gegensatz zu großen Beratungshäusern wie Accenture oder Capgemini sowie reinen ERP-Resellern setzt rocon auf eine Kombination aus Beratung, Implementierung und produkthafter Eigenentwicklung – ein Modell, das im SAP-Business-One-Umfeld typisch ist und Anwendern eine besonders enge Betreuung verspricht.
Funktionsumfang
Im Kern bündelt rocon das Funktionsspektrum eines vollwertigen Mittelstands-ERP über die SAP-Business-One-Suite. Das umfasst Finanzbuchhaltung, Controlling, Materialwirtschaft, Einkauf, Verkauf, CRM, Produktion, Servicemanagement und integriertes Reporting. Auf dieser Basis liefern die rocon-Add-ons eine Reihe ergänzender Funktionen, die typische Lücken in den Standard-Suiten schließen. Das rocon Mobile Warehouse digitalisiert Wareneingang, Einlagerung, Umlagerungen, Kommissionierung und Versand über mobile Endgeräte und sorgt für eine durchgängige Lager-Buchhaltung in SAP Business One. Ergänzend stehen Module für EDI-Integrationen mit Kunden und Lieferanten, Webshop- und Marktplatz-Anbindungen, POS- und Kassensystem-Integration sowie DMS- und Workflow-Erweiterungen bereit. Damit deckt das Gesamtpaket nicht nur klassische ERP-Funktionen, sondern auch typische Anforderungen einer modernen ERP-Landschaft mit angeschlossenen Vertriebs- und Logistikprozessen ab.
Zielgruppe und Branchen
rocon richtet sich an mittelständische Industrie- und Handelsunternehmen, die SAP-Lösungen einsetzen oder einführen wollen, ohne in die Größenordnung eines klassischen S/4HANA-Konzernprojekts vorzustoßen. Typische Anwender stammen aus dem produzierenden Gewerbe, dem technischen Großhandel, dem Konsumgüterhandel, dem Maschinen- und Anlagenbau sowie aus Tochtergesellschaften internationaler Konzerne, die über SAP Business One als Tochterstandort an ein globales SAP-Konzern-ERP angebunden sind. Auch Handelsunternehmen mit mehreren Filialen oder eigener E-Commerce-Plattform finden in rocon einen Partner mit Lager-, EDI- und POS-Erfahrung. Im Sinne einer Two-Tier-ERP-Strategie ist die Konstellation – globales SAP S/4HANA in der Konzernzentrale, SAP Business One mit rocon-Add-ons in den lokalen Tochtergesellschaften – ein häufiges Einsatzszenario.
Technologie und Bereitstellung
SAP Business One steht als On-Premise-Lösung sowie als gehostete Cloud-Variante zur Verfügung; rocon unterstützt beide Bereitstellungsmodelle und betreibt zusätzlich eigene Hosting-Plattformen für Mittelstandskunden. SAP Cloud ERP (S/4HANA Public Cloud) wird als reine Cloud-Variante bereitgestellt. Die rocon-Add-ons sind eng mit SAP Business One verzahnt und nutzen dessen Datenmodell, Berechtigungs- und Workflow-Schichten. Auf der Lagerseite kommen Standard-Industrie-Mobilgeräte mit Android- oder Windows-Betriebssystem zum Einsatz; Voice- und Scanner-Lösungen lassen sich integrieren. Über die SAP-eigenen Schnittstellen, REST-APIs und Standard-Protokolle wird SAP Business One in die übrige IT-Landschaft eingebunden – inklusive EDI-Plattformen, Webshops, Marktplätzen und Banking-Tools.
Stärken und Schwächen
Zu den Stärken von rocon zählen die langjährige SAP-Business-One-Expertise, die eigenen Add-ons (insbesondere Mobile Warehouse, EDI und POS), die regionale Präsenz im DACH-Raum und das Mittelstandsverständnis. Anwender erhalten eine durchgängige Betreuung von Auswahl über Implementierung bis hin zu Betrieb und Weiterentwicklung. Auf der Schwäche-Seite ist rocon ein klassischer Mittelstandsdienstleister – internationale Roll-outs in Konzernsetups sind nur eingeschränkt möglich und werden in der Regel von größeren Beratungshäusern übernommen. Wer ein anderes ERP-Backend als SAP Business One präferiert, etwa Microsoft Dynamics 365 Business Central, Sage oder ein Open-Source-System, wird bei rocon nicht den passenden Beratungspartner finden – die Spezialisierung ist klar SAP-fokussiert.
Preise und Lizenzmodell
rocon veröffentlicht keine offenen Listenpreise; Lizenzen für SAP Business One und SAP Cloud ERP folgen den SAP-Vorgaben (Named-User-Lizenzen, Modulbündel, Cloud-Subscriptions), während die rocon-Add-ons projektspezifisch lizenziert werden. Implementierung, Customizing, Datenmigration und Betrieb werden über separate Service-Pakete abgerechnet. Üblich sind kombinierte Modelle aus einmaligen Lizenz- und Implementierungskosten, jährlicher Wartung und – bei Cloud-Modellen – monatlichen Subscription-Gebühren. Im Sinne einer realistischen TCO-Bewertung sollten Anwender neben den reinen Lizenzkosten auch die Aufwände für Hardware, Mobile-Geräte, Schulung, Schnittstellen und Betrieb über die geplante Nutzungsdauer einrechnen.
Implementierung und Partner
Die Einführung erfolgt typischerweise direkt durch das rocon-Beraterteam, das Discovery, Anforderungsworkshops, Konfiguration, Customizing der Add-ons, Datenmigration aus Altsystemen, Schulung und Hypercare abdeckt. Aufgrund der eigenen Add-ons ist rocon in vielen Mittelstandsprojekten Single-Vendor für ERP, Mobile Warehouse und ergänzende Tools – ein Ansatz, der Schnittstellenrisiken senkt. Für ergänzende Themen wie Cloud-Hosting, Sicherheitskonzepte oder Konzern-Integration arbeitet rocon mit weiteren IT-Dienstleistern zusammen. Auch Migrationen von älteren ERP-Systemen auf SAP Business One oder S/4HANA Public Cloud werden in mehrstufigen Programmen umgesetzt.
Integration und Schnittstellen
SAP Business One bietet vielfältige Standard-Schnittstellen, die rocon konsequent nutzt und um eigene Konnektoren ergänzt. Webshops und Marktplätze wie Shopify, Shopware, Magento und gängige Plattformen werden über fertige Konnektoren angebunden. EDI-Integrationen verbinden Mittelständler mit ihren Großkunden im Handel oder in der Industrie und bilden Bestellungen, Lieferavise, Rechnungen und Statusmeldungen elektronisch ab. POS-Systeme stationärer Filialen werden mit dem ERP synchronisiert, sodass Bestände, Preise und Umsätze konsolidiert vorliegen. Auf der Logistikseite tauschen das rocon Mobile Warehouse und SAP Business One Bewegungsdaten in Echtzeit aus. Auch Banking-, DMS- und Steuer-Schnittstellen (etwa DATEV-Anbindung, ELSTER, ZUGFeRD/X-Rechnung) sind über zertifizierte Add-ons möglich. Drittquellen wie Implisense, Saaris und das LinkedIn-Profil der rocon-Gruppe bestätigen die Positionierung als mittelständischer SAP-Partner mit eigenen Produkten und langjähriger Präsenz im DACH-Markt.
SAP Business One für den Mittelstand
SAP Business One ist die Mittelstands-ERP-Plattform der SAP und richtet sich an Unternehmen mit zwischen rund 10 und 500 Mitarbeitenden, die ein durchgängiges Backend für Buchhaltung, Einkauf, Verkauf, Lager und Service einsetzen wollen. Im Vergleich zu S/4HANA ist Business One bewusst kompakter aufgebaut: weniger Tiefe in komplexer Branchen-Logik, dafür schnelle Inbetriebnahme und vergleichsweise günstige Lizenzkosten. rocon nutzt diese Basis und ergänzt sie um Add-ons, die für mittelständische Handels- und Industrieunternehmen typische Lücken schließen – etwa moderne Lagerprozesse, EDI-Integration, Webshop-Anbindung und stationäre Kassensysteme. Damit entsteht aus Sicht der Anwender ein vorintegriertes Komplettpaket, das Beratung, Lizenz, Anpassungen und Betrieb aus einer Hand kombiniert.
Eigenentwicklungen und Add-on-Strategie
Die Add-ons von rocon – allen voran das rocon Mobile Warehouse – sind ein zentrales Differenzierungsmerkmal gegenüber reinen Reseller-Häusern. Sie wurden über mehrere Versionen hinweg in realen Mittelstandsprojekten weiterentwickelt und liefern produktive Funktionen, die im SAP-Business-One-Standard nicht oder nur eingeschränkt verfügbar wären. Auch im Bereich EDI baut rocon seit Jahren auf dieselbe Plattform und liefert vorkonfigurierte Anbindungen an typische Handelspartner. Diese Eigenentwicklungen werden über klassische Software-Lebenszyklen gepflegt – mit eigenen Releases, Releasenotes und Migrationspfaden. Im Sinne einer modernen API-first-Architektur öffnet sich rocon zunehmend für tiefere Integrationen mit Drittsystemen, die ebenfalls API-basiert eingebunden werden können.
Preise und Kostenrahmen für rocon
Realistische Kostenbandbreiten in der Kategorie Spezial für ein typisches Mittelstands-Setup mit 50 Anwendern. Konkrete Preise sind beim Anbieter direkt zu erfragen.
| Kostenposition | Bandbreite |
|---|---|
| Cloud-Lizenz pro Jahr | 5.000 € – 50.000 € |
| On-Premise Lizenz (einmalig) | 20.000 € – 150.000 € |
| Implementierung (einmalig) | 15.000 € – 100.000 € |
| 5-Jahres-TCO | 80.000 € – 400.000 € |
Bereitstellungs-Optionen: Meist Cloud + optional On-Premise. Mehr zu Bereitstellungsmodellen: Cloud-ERP vs On-Premise. Detaillierte Kostenstruktur: ERP-Kosten-Übersicht.
Stärken und Schwächen von rocon
Bewertung typischer Vor- und Nachteile in der Kategorie Spezial. Diese Einschätzungen sind generisch — die Eignung im konkreten Fall hängt von Branche und Größe ab.
Stärken
- Maßgeschneiderte Lösung für sehr spezifische Branchen
- Etabliertes Tool für bestimmte Use-Cases (Projekt-Geschäft, Agentur)
- Oft inhabergeführter, persönlicher Support
Mögliche Schwächen
- Kleine Anbieter-Community + wenige Berater
- Skalierungs-Risiken bei Wachstum jenseits der Nische
- Begrenzte Update-Frequenz und Innovations-Tempo
Fazit
rocon ist kein reiner ERP-Hersteller, sondern ein etablierter SAP-Partner mit eigenen Add-ons, der Mittelständlern eine durchgängige SAP-Business-One-Plattform mit Lager-, EDI-, POS- und Webshop-Funktionen bereitstellt. In einer breit angelegten ERP-Auswahl ist rocon vor allem dann interessant, wenn Anwender bewusst auf SAP Business One setzen und eine enge Beratungsbeziehung zu einem mittelständischen Implementierungspartner suchen. Wer dagegen herstellerunabhängige Beratung oder ein anderes ERP-Backend bevorzugt, sollte zusätzliche Anbieter und Plattformen in den Vergleich aufnehmen.
Hersteller-Homepage von rocon
Aktuelle Ansicht der Webseite https://www.rocon.info/

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Häufig gestellte Fragen
Ist rocon cloud-basiert oder on-premise?
Die Bereitstellungs-Optionen variieren je nach Anbieter — viele Systeme bieten heute beide Varianten oder ein hybrides Modell. Details zu Vor-/Nachteilen unter Cloud-ERP vs On-Premise.
On-Premise bleibt vor allem in regulierten Branchen und bei tiefem Customizing relevant; Cloud dominiert dagegen bei Neuprojekten ab Mittelstand.
Wer ist der Hersteller hinter rocon?
Hersteller-Stammdaten (Sitz, Mitarbeiterzahl, Eigentümer-Struktur) finden Sie im Anbieterprofil oben. Diese Faktoren sind wichtig für die Bewertung der Zukunftsfähigkeit eines ERP-Anbieters und sollten in jedem Auswahlprozess geprüft werden.
Eigentümer-geführte Anbieter punkten mit Kontinuität, börsennotierte mit Investitionssicherheit und größerer Roadmap-Stabilität.
Welche Berichte und Dashboards bietet rocon?
Standard-Reports decken FiBu, Vertrieb, Lager und Produktion ab. Eigene Dashboards via Power BI, Tableau oder eingebauten BI-Tools sind oft optional — siehe Business-Intelligence.
Self-Service-BI-Tools wie Power BI, Tableau oder Qlik werden zunehmend direkt eingebunden, was eigene Auswertungen ohne IT-Hilfe ermöglicht.
Welche AI-/KI-Features bietet rocon?
Aktuelle ERP-Systeme integrieren KI für Forecasting, Anomalie-Erkennung, Rechnungs-OCR und Conversational-UI (Microsoft Copilot, SAP Joule). Konkrete KI-Module zeigt das Anbieterprofil.
Praxisrelevante KI-Module sind heute Demand-Forecasting, Predictive Maintenance, Rechnungs-OCR und Conversational UI für Backoffice-Mitarbeitende.
Wie ist rocon im Vergleich zu SAP?
SAP ist Marktführer für Großkonzerne; im Mittelstand gibt es zahlreiche schlankere Alternativen mit oft tieferer Branchen-Expertise. Konkrete Vergleiche: ERP-Vergleichsseiten.
SAP-Lösungen haben höchste Funktions-Tiefe, sind aber im Customizing teurer als Mittelstands-Konkurrenten.
