BAUER INTEGRA ERP ist eine integrierte Business-Software-Plattform der BAUER Informationssysteme GmbH, eines deutschen Softwarehauses mit über 45 Jahren Erfahrung im Mittelstandsmarkt. Das Unternehmen entwickelt seit 1978 betriebswirtschaftliche Standardsoftware mit dem Anspruch, Industrie-, Handels- und Dienstleistungsbetriebe in einer einzigen, durchgängig integrierten Anwendung abzubilden. INTEGRA wird heute als modulare ERP-Plattform vermarktet, die in zahlreichen Branchen eingesetzt wird und nach Herstellerangaben in über 7.200 Installationen produktiv ist. Charakteristisch für BAUER INTEGRA ist die enge Verzahnung von Warenwirtschaft, Finanzbuchhaltung, Produktion, Personalwesen und POS in einem konsistenten Datenmodell, ergänzt um moderne Bausteine wie BI-Dashboards, KI-gestützte Auswertungen, E-Rechnungs-Funktionalität und integrierte Dokumentenmanagement-Schnittstellen. Damit positioniert sich INTEGRA in einem Marktsegment, in dem Anbieter wie Sage 100, Microsoft Dynamics 365 Business Central, oxaion, myfactory oder SelectLine um den deutschen Mittelstand konkurrieren.
Funktionsumfang
BAUER INTEGRA ERP deckt das volle Spektrum eines klassischen Mittelstands-ERPs ab. Den Kern bilden Auftragsabwicklung, Materialwirtschaft, Einkauf, Vertrieb, Lagerverwaltung, Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung sowie Personal- und Lohnabrechnung. Ergänzend stehen Module für Produktionsplanung und -steuerung, Service-Management, Variantenkonfiguration, Mehrwährungs- und Mehrsprachfähigkeit, BI-Reporting und Dashboards bereit. Eine integrierte POS-Komponente erlaubt es, Filial- und Verkaufsstellen ohne spezialisierte Hardware ans zentrale ERP anzubinden – relevant insbesondere für Hersteller mit eigenem Direktvertrieb, Werksverkauf oder Filialbetrieb. Über die DocuWare-Schnittstelle lässt sich INTEGRA in dokumentenintensive Prozesse integrieren; auch ein eigenes E-Shop-Modul, EDI-Funktionen und eine E-Rechnungs-konforme Belegverarbeitung gehören zum Standardumfang. In jüngeren Versionen wurden KI-Assistenten ergänzt, die Anwender bei Datenanalyse, Stammdatenpflege und Prognosen unterstützen. Charakteristisch ist die mehrmandantenfähige Architektur, die rechtlich selbstständige Unternehmen sauber voneinander trennt und damit für Unternehmensgruppen, Holdings und Mehrländer-Konstellationen geeignet ist.
Zielgruppe und Branchen
Die typische BAUER-INTEGRA-Kundschaft sind mittelständische Unternehmen mit etwa 20 bis 250 Anwendern aus Industrie, Handel, Gesundheitswesen und Dienstleistung. Schwerpunktbranchen sind Großhandel, technische Distributoren, Hersteller mit Direktvertrieb, Filialisten, Spezialhändler in Mode, Konsumgütern und Gesundheitsprodukten sowie kleinere und mittlere Industriebetriebe. Auch im Handwerksumfeld sowie bei spezialisierten Dienstleistern findet das System Anwendung. INTEGRA adressiert insbesondere Unternehmen, die eine integrierte Lösung mit Warenwirtschaft, FiBu, Personal und Filialanbindung in einem System suchen, ohne dafür ein internationales Konzern-ERP einzuführen. Reine Großkonzerne mit komplexen Konsolidierungs- und Konzernreporting-Anforderungen sowie hochspezialisierte Engineer-to-Order-Maschinenbauer gehören typischerweise nicht zur Kernzielgruppe – hier verweist der Markt auf Anbieter wie proALPHA oder abas ERP.
Technologie und Bereitstellung
Technologisch basiert BAUER INTEGRA auf einer modularen, integrierten Architektur mit zentraler Datenbank und einer Windows-orientierten Oberfläche, die schrittweise um Web- und mobile Komponenten erweitert wird. Die Software wird wahlweise On-Premise im eigenen Rechenzentrum, gehostet bei zertifizierten Service-Providern oder in einer privaten Cloud bereitgestellt. Über offene Schnittstellen lassen sich Webshops, Marktplätze, DMS-Plattformen wie DocuWare, BI- und CAD-Werkzeuge anbinden. Mehrmandantenfähigkeit, Mehrsprachigkeit, Mehrwährungsfähigkeit und länderspezifische Steuer- und Buchhaltungslogik sind Bestandteil des Standards. Updates erfolgen in regelmäßigen Release-Zyklen, wobei der Anbieter besonderen Wert auf die Update-Fähigkeit kundenspezifisch erweiterter Installationen legt. Auch EDI, mobile Datenerfassung und Anbindungen an gängige Versanddienstleister sind möglich. Die KI-Funktionen werden überwiegend cloudgestützt bereitgestellt und mit den klassischen ERP-Daten verknüpft.
Stärken und Schwächen
Zu den ausgewiesenen Stärken zählen die hohe Funktionsbreite, die langjährige Marktpräsenz, die enge Verzahnung von Warenwirtschaft, FiBu, Personal und POS sowie die Spezialisierung auf den deutschen Mittelstand. Anwender heben in einschlägigen Marktübersichten die persönliche Beratung des familiengeführten Anbieters, die hohe Anpassbarkeit und die transparenten Implementierungsprozesse hervor. Auch die Investitionssicherheit durch eine über Jahrzehnte gepflegte Produktlinie und die Möglichkeit, regulatorische Themen wie GoBD-Konformität und E-Rechnungs-Pflicht ohne Bruch im System abzudecken, gelten als Pluspunkte. Schwächen sehen Beobachter typischerweise in der geringeren internationalen Sichtbarkeit, in der nicht in jedem Modul gleichwertigen Cloud-Reife sowie in einem klassischen UI-Konzept, das im Vergleich zu reinen SaaS-Plattformen weniger modern wirkt. Wer ein reines Cloud-ERP mit App-Marktplatz, Low-Code-Plattform und API-First-Ansatz sucht, sollte BAUER INTEGRA mit modernen SaaS-Anbietern vergleichen.
Preise und Lizenzmodell
BAUER kommuniziert für INTEGRA einen Einstiegspreis ab etwa 69 Euro pro Anwender und Monat im Rahmen eines Starterpakets für 5 Anwender. Die finalen Konditionen werden projektspezifisch nach Modulauswahl, Anwenderzahl, gewünschter Anpassungstiefe und Bereitstellungsmodell ermittelt. Sowohl Kauflizenzen mit Wartung als auch Subskriptionsmodelle stehen zur Verfügung. Bei Implementierungen mit 30 bis 100 Anwendern bewegen sich Lizenz- und Wartungskosten typischerweise im mittleren bis hohen fünfstelligen Bereich pro Jahr, hinzu kommen einmalige Beratungs- und Anpassungskosten. Eine seriöse Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung sollte zudem Schulungen, Datenmigration und Aufwand für Schnittstellen einschließen. Auch die langfristige Pflege individueller Erweiterungen, regelmäßige Funktionsausbauten in Bereichen wie KI, BI und E-Rechnung sowie eine perspektivische Cloud-Migration sollten Bestandteil einer mehrjährigen Investitionsplanung sein. Vor allem in Mittelstandsumfeldern mit knappen IT-Ressourcen lohnt es sich, Aufwand und Mehrwert neuer Module realistisch und nicht nur auf Basis kurzfristiger Lizenzkosten zu bewerten. Auch die enge Einbindung der Fachbereiche, klar definierte Verantwortlichkeiten für Stammdatenqualität und ein dauerhafter Schulungsplan tragen wesentlich dazu bei, dass die Investition in BAUER INTEGRA langfristig den erwarteten Nutzen entfaltet. In vielen Mittelstandsumfeldern hat es sich bewährt, zusätzlich einen unabhängigen Beratungspartner einzubeziehen, der den Auswahlprozess strukturiert begleitet und sowohl Anbieter als auch eigene Anforderungen objektiv bewertet.
Marktumfeld und Vergleich
Im Markt der mittelständischen Komplett-ERPs konkurriert BAUER INTEGRA mit einer Vielzahl etablierter Anbieter. Klassische Wettbewerber sind Sage 100, microtech büro+, SelectLine, oxaion, godesys und VARIO 8. Auch internationale Plattformen wie SAP Business One und Microsoft Dynamics 365 Business Central sowie modernere SaaS-Lösungen wie weclapp und Xentral drängen in dasselbe Marktsegment. BAUER INTEGRA hebt sich in dieser Konkurrenz vor allem durch die enge Verzahnung von Warenwirtschaft, FiBu, Personal und POS sowie durch die langjährige Mittelstandsorientierung des Anbieters ab. Branchenmedien wie ERPTEAM, ap-verlag und das Portal SoftSelect ordnen INTEGRA als integriertes, mittelstandsnahes ERP-System ein. Die in jüngeren Versionen ergänzten KI-Bausteine und die kontinuierliche Pflege regulatorischer Themen wie GoBD und E-Rechnung adressieren wichtige Trends. Wer BAUER INTEGRA evaluiert, sollte den Funktionsumfang gegen die spezifischen Anforderungen seiner Branche und Geschäftsprozesse spiegeln, idealerweise auf Basis eines strukturierten Lastenhefts und unter Einbeziehung mehrerer vergleichbarer Mittelstands-ERPs.
Preise und Kostenrahmen für BAUER INTEGRA ERP
Realistische Kostenbandbreiten in der Kategorie Mittelstand für ein typisches Mittelstands-Setup mit 50 Anwendern. Konkrete Preise sind beim Anbieter direkt zu erfragen.
Bewertung typischer Vor- und Nachteile in der Kategorie Mittelstand. Diese Einschätzungen sind generisch — die Eignung im konkreten Fall hängt von Branche und Größe ab.
Stärken
Tiefere Branchen-Spezialisierung als Universal-Enterprise-Systeme
Bezahlbare Implementierungs-Aufwände im sechsstelligen Bereich
DACH-fokussierter Hersteller-Support (Deutsch, lokale Berater)
Stabile Investments-Sicherheit über 10+ Jahre
Mögliche Schwächen
Kleinere Berater-Community als bei Enterprise-Lösungen
Internationalisierung oft begrenzt verfügbar
Cloud-Reife variiert stark zwischen Anbietern
Fazit
BAUER INTEGRA ERP ist ein klassischer, integrierter Mittelstands-ERP-Vertreter mit langer Marktpräsenz, breitem Funktionsumfang und klarer Verankerung im deutschen Mittelstand. Die Kombination aus klassischer Warenwirtschaft, FiBu, Personal, POS und neueren KI-Bausteinen spricht insbesondere Industrie- und Handelsbetriebe an, die einen langfristigen, persönlichen Partner suchen. Wer ein internationales Konzern-ERP, eine spezialisierte Engineer-to-Order-Lösung oder ein reines Cloud-First-System benötigt, sollte BAUER INTEGRA gegen Anbieter wie SAP Business ByDesign, Microsoft Dynamics 365 Business Central oder Cloud-ERPs wie weclapp abwägen – idealerweise im Rahmen einer strukturierten Auswahl mit erfahrenen ERP-Beratungshäusern.
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Häufig gestellte Fragen
Welche Module bietet BAUER INTEGRA ERP?
Typischerweise umfasst BAUER INTEGRA ERP Module für Finanzbuchhaltung, Auftragswesen, Lager, Einkauf und Stammdaten. Branchenspezifische Erweiterungen (PPS, CRM, DMS) sind oft optional — den genauen Funktionsumfang zeigt das Anbieterprofil oben.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Welche Hardware-Anforderungen hat BAUER INTEGRA ERP?
Bei Cloud-Bereitstellung reichen moderne Browser. Für On-Premise-Installationen variieren Server-Anforderungen je nach Anwenderzahl und Belegvolumen — der Hersteller stellt detaillierte System-Anforderungen bereit, oft mit empfohlenen Konfigurationen für 25, 50, 100 oder 250 Anwender.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Wie funktioniert die Datenmigration von einem alten ERP zu BAUER INTEGRA ERP?
Datenmigration läuft typisch in 3 Phasen: Mapping (alt vs neu Datenmodell), Bereinigung (Duplikate, Stammdaten-Qualität), Test-Migration mit Validierung. Spezialisierte Migrations-Dienstleister: ERP-Integrations-Anbieter.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Wie teuer ist die jährliche Wartung bei BAUER INTEGRA ERP?
On-Premise-Wartung liegt typisch bei 18–22% der Lizenzkosten p.a. (umfasst Updates, Hotfixes, Telefon-Support). Cloud-ERPs haben Wartung im Subscription-Preis enthalten — kein separater Wartungsvertrag.
Welche bekannten Referenzkunden hat BAUER INTEGRA ERP?
Referenzkunden listet der Hersteller meist auf der eigenen Webseite — bei spezialisierten Branchen-ERPs sind 10–50 Vorzeige-Kunden gut bekannt. Branchen-spezifische Referenzen sollten vor der Auswahl konkret angefragt werden.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.