Bütema AG: Retail-IT, mERP und Digital Signage für den stationären Handel
| Hersteller | Bütema AG |
|---|---|
| Kategorie | Branchen-ERP |
| Marktposition | Tier 3 — Spezialist oder Nischen-Anbieter |
| Bereitstellungs-Modell | Cloud, On-Premises oder Hybrid je nach Lizenzmodell |
| Typische Zielgröße | Branchenfokussiert, Größe variiert |
| Hersteller-Webseite | www.buetema-ag.de |
Die Bütema AG mit Sitz in Bietigheim-Bissingen ist einer der etablierten deutschen Full-Service-Anbieter für Retail-IT, mobile ERP-Hardware und Digital-Signage-Lösungen am stationären Point of Sale. Unter dem Markenversprechen "Connecting Retail" verbindet Bütema eigene Software, Hardwarekonfigurationen und Services zu einem integrierten Angebot, das speziell auf die Anforderungen filialisierter Handelsunternehmen zugeschnitten ist. Im Unterschied zu klassischen Warenwirtschafts- oder ERP-Anbietern positioniert sich Bütema nicht als generisches Backend-System, sondern als spezialisierter Partner für die digitale Customer Journey in der Filiale – von der mobilen Beratung über interaktive Umkleidekabinen bis zum Self-Checkout. Damit besetzt das Unternehmen eine wichtige Nische zwischen Standard-ERP, Kassensystemen und Marketingtechnologie.
Marktposition und Geschichte
Bütema wurde Anfang der 1980er Jahre in Baden-Württemberg gegründet und hat sich über die Jahrzehnte vom Hardwarehändler zum Full-Service-Partner für Retail-Digitalisierung entwickelt. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 50 Mitarbeitende und betreut nach eigenen Angaben zahlreiche namhafte Filialisten aus den Segmenten Mode, Drogerie und DIY. Im DACH-Raum gilt Bütema als spezialisierter Mittelständler für Connected-Retail-Projekte, der eigenständig entwickelt und produziert. Die enge Verzahnung von Beratung, Software, Hardware und Service unterscheidet Bütema von reinen Softwareanbietern und ermöglicht durchgängige Inszenierungen am Point of Sale, ohne dass mehrere Lieferanten orchestriert werden müssen.
Funktionsumfang
Im Kern des Bütema-Portfolios stehen drei Säulen: der InStore Assistant als Software-Plattform, die mERP-Hardwarefamilie und Digital-Signage-Komponenten. Der InStore Assistant verbindet Beratung, Bestandsabfrage, Cross- und Up-Selling sowie mobile Kassenfunktionen zu einer durchgängigen Filial-App. Verkaufende greifen direkt auf Warenwirtschaft, Kundenkonten und Empfehlungen zu, lösen Endless-Aisle-Bestellungen aus oder kassieren mobil. Der KI-basierte Shopping Assistant "KIra" ergänzt das Portfolio um eine sprachgestützte Beratungsschicht. Ergänzend liefert Bütema Self-Checkout-Stationen, Self-Service-Terminals, interaktive Umkleidekabinen, digitale Regalverlängerungen und mobile Checkout-Lösungen. Im Bereich Digital Signage werden LED-Walls, digitale Menuboards, Infosäulen und Retail-Media-Flächen in Kombination mit Content-Management bereitgestellt. Die mERP-Hardwarelinie umfasst Handheld-Scanner und Mobile Computer von Honeywell, Zebra und weiteren Partnern, die Bütema vorkonfiguriert und filialgenau ausliefert.
Zielgruppe und Branchen
Bütema richtet sich primär an Handelsunternehmen mit Filialnetz, die ihre Verkaufsfläche digitalisieren wollen, ohne Backend, POS und Customer Experience getrennt zu beschaffen. Typische Anwender stammen aus dem Modehandel, der Drogerie- und Kosmetikbranche, dem Lebensmittel-Fachhandel mit Bäckereien und Metzgereien sowie aus dem DIY- und Bau-Fachhandel. Auch Sportartikler und Fashion-Filialisten setzen die Lösungen ein, um Beratungs- und Bezahlprozesse stärker miteinander zu verzahnen. Die Bütema-Komponenten lassen sich an gängige Warenwirtschafts- und ERP-Plattformen anbinden, etwa SAP, Microsoft Dynamics oder spezialisierte Retail-Suites. Branchenseitig fügt sich das Angebot gut in moderne Einzelhandels-ERP-Strategien ein, insbesondere wenn der stationäre Kanal mit E-Commerce, Kundenkarten und Marketingautomation zu einem Omnichannel-Setup verschmelzen soll.
Technologie und Bereitstellung
Die Bütema-Software wird in Deutschland entwickelt und basiert auf modernen Web- und Mobile-Architekturen, die sich sowohl On-Premise als auch in Cloud-Setups betreiben lassen. Hardwareseitig liefert Bütema robuste Mobile Computer, Tablets und Self-Service-Terminals, die für den täglichen Filialbetrieb optimiert sind. Über die Schnittstellen des InStore Assistants werden Bestände, Preise, Kundenstammdaten und Belege in Echtzeit zwischen Filiale und Backend synchronisiert. Bütema betont durchgängig den Anspruch "Made in Germany" – sowohl bei Softwareentwicklung als auch beim Service. Für viele Retail-Setups dient Bütema als Bindeglied zwischen klassischem ERP, Kassensoftware und modernen Touchpoints und positioniert sich damit als Komponente im Sinne eines Composable Retail Stacks.
Stärken und Schwächen
Zu den Stärken von Bütema zählt die enge Integration aus Hardware, Software und Service – Filialisten erhalten ein durchgängiges Gesamtkonzept ohne aufwändige Lieferantenkoordination. Die Spezialisierung auf den stationären Handel sorgt für tiefes Branchen-Know-how, etwa bei Click-and-Collect, Reservierung in der Filiale, mobiler Beratung oder Self-Checkout. Schwächen ergeben sich vor allem aus der Fokussierung selbst: Wer ein klassisches ERP-Backend mit Finanzbuchhaltung, Einkauf und Lagerlogik sucht, ist bei Bütema nicht richtig adressiert – das System ergänzt vorhandene Backends, ersetzt sie aber nicht. Auch die Bekanntheit ist im internationalen Umfeld geringer als bei globalen Retail-Plattformen, sodass globale Rollouts genau geprüft werden sollten.
Preise und Lizenzmodell
Bütema veröffentlicht keine Listenpreise, da Projekte stark von Filialgröße, Anzahl Touchpoints und gewünschtem Funktionsumfang abhängen. Üblich sind Mischmodelle aus einmaligen Hardwarekosten, Softwarelizenzen oder Subscription-Gebühren sowie laufenden Service-Pauschalen für Roll-out, Wartung und Hardware-Tausch. Über den Online-Konfigurator können Interessenten typische Bausteine wie Self-Checkout, mERP-Hardware oder Digital-Signage-Komponenten zusammenstellen und erhalten projektspezifische Angebote. Für mehrjährige Roll-outs werden in der Regel Rahmenverträge geschlossen, die Hardwarewechsel, Updates und Vor-Ort-Service umfassen. Im Sinne einer transparenten TCO-Betrachtung sollten Filialisten Hardware-Lebenszyklen, Wartung und Software-Updates über die gesamte Vertragslaufzeit kalkulieren.
Implementierung und Partner
Die Implementierung der Bütema-Lösungen erfolgt in der Regel direkt durch das Bütema-eigene Projektteam, das mit Beratung, Software-Customizing, Hardware-Roll-out und 1st-Level-Support einen Großteil der Wertschöpfung selbst abdeckt. Filialisten profitieren von vorkonfigurierten Geräten, die direkt einsatzbereit in den Standorten ankommen. Zugleich arbeitet Bütema mit Systemintegratoren und ERP-Partnern zusammen, um die Anbindung an Backend-Systeme wie SAP Retail oder Dynamics 365 Commerce sicherzustellen. Für umfangreichere Programme empfiehlt sich die frühzeitige Einbindung der eigenen IT-Architektur und der vorhandenen Beratungspartner, um Schnittstellen, Berechtigungskonzepte und Datenmodelle sauber abzustimmen.
Integration und Schnittstellen
Aus Sicht eines ganzheitlichen ERP-Stacks versteht sich Bütema als Customer-Experience-Layer im Filialgeschäft, der mit Backend-Systemen für Warenwirtschaft, Logistik und Finanzen zusammenarbeitet. Über REST-Schnittstellen, Standard-Konnektoren und individuelle Integrationen lassen sich Bestandsdaten, Preise und Kundenkonten in Echtzeit austauschen. Auch CRM- und Loyalty-Plattformen werden eingebunden, sodass Verkaufende auf der Fläche personalisierte Empfehlungen aussprechen können. Im Zusammenspiel mit modernen Headless-Commerce- und PIM-Systemen lassen sich Sortimentsdaten medienbruchfrei in Bütema-Frontends bringen. Auch in Filialen mit hoher Selbstbedienungs-Quote sorgt die Vernetzung von Kassensystemen, Self-Checkout, Digital Signage und Backoffice für eine durchgängige Customer Journey, die in einem reinen Online-Setup so nicht realisierbar wäre. Drittquellen wie Best Retail Cases dokumentieren entsprechende Roll-outs unter anderem bei großen Drogeriefilialisten und Modehändlern.
Connected Retail und Filialnetz
Ein zentraler Aspekt moderner Filialstrategien ist die Verschränkung digitaler und physischer Touchpoints. Bütema unterstützt dies, indem stationäre Geräte – etwa Self-Checkout-Stationen, Self-Service-Terminals oder digitale Regalverlängerungen – mit mobilen Komponenten der Mitarbeitenden zusammenspielen. Verkaufende sehen Bestände aller Filialen, lösen Endless-Aisle-Bestellungen aus und greifen auf Kundendaten, Wunschlisten und Empfehlungen zu. Gleichzeitig werden Kennzahlen aus dem InStore-Assistant in Backoffice-Reports konsolidiert, sodass Filialleiter und Zentrale Entwicklungen pro Standort, Sortimentsbereich oder Aktion belastbar nachvollziehen können. Die Verbindung von Hardware, Software und Content-Management ist dabei ein wesentlicher Treiber für eine konsistente Markenerfahrung im Filialnetz.
Service, Roll-out und Lifecycle
Filial-Roll-outs leben davon, dass Hardware und Software vorkonfiguriert in die Standorte gelangen. Bütema liefert Geräte einsatzbereit aus, übernimmt Garantie- und Reparaturmanagement und betreibt einen eigenen Service-Desk für Filialmitarbeiter. Dieser Lifecycle-orientierte Ansatz ist für Handelsketten besonders wertvoll, da er Ausfallzeiten minimiert und IT-Ressourcen in der Zentrale entlastet. Zugleich werden Hardware-Generationen über mehrjährige Verträge sukzessive ausgetauscht, sodass Self-Checkouts, Mobile Computer und Display-Komponenten technologisch aktuell bleiben. Auch in Verbindung mit modernen Track-and-Trace-Konzepten entlang der Lieferkette ergeben sich Anwendungsfälle, in denen Bütema-Hardware Teil eines durchgängigen Datenflusses zwischen Lieferant, Distributionszentrum und Filiale wird.
Preise und Kostenrahmen für Bütema
Realistische Kostenbandbreiten in der Kategorie Branchen Erp für ein typisches Mittelstands-Setup mit 50 Anwendern. Konkrete Preise sind beim Anbieter direkt zu erfragen.
| Kostenposition | Bandbreite |
|---|---|
| Cloud-Lizenz pro Jahr | 25.000 € – 100.000 € |
| On-Premise Lizenz (einmalig) | 80.000 € – 400.000 € |
| Implementierung (einmalig) | 100.000 € – 600.000 € |
| 5-Jahres-TCO | 400.000 € – 1.8 Mio € |
Bereitstellungs-Optionen: Meist On-Premise, zunehmend Cloud. Mehr zu Bereitstellungsmodellen: Cloud-ERP vs On-Premise. Detaillierte Kostenstruktur: ERP-Kosten-Übersicht.
Stärken und Schwächen von Bütema
Bewertung typischer Vor- und Nachteile in der Kategorie Branchen Erp. Diese Einschätzungen sind generisch — die Eignung im konkreten Fall hängt von Branche und Größe ab.
Stärken
- Branchentypische Stamm- und Bewegungsdaten ab Werk
- Compliance-konforme Module für regulierte Branchen
- Spezialisierte Berater mit Domain-Knowhow
- Schnellere Implementierung dank vordefinierter Best-Practices
Mögliche Schwächen
- Anbieterlandschaft kleiner, höhere Abhängigkeit
- Innovationszyklen oft langsamer als bei Universal-Lösungen
- Branchenfremde Erweiterungen oft schwierig zu integrieren
Fazit
Bütema ist kein klassisches ERP, sondern ein hochspezialisierter Connected-Retail-Stack, der Software, Hardware und Service rund um den stationären Handel kombiniert. In einer modernen Software-Auswahl für Filialisten ergänzt das Angebot vorhandene Warenwirtschafts- und ERP-Systeme dort, wo es heute am meisten zählt: an der Schnittstelle zwischen Verkaufendem, Kundin und Sortiment. Wer eine durchgängige Modernisierung von mERP, Self-Checkout und Digital Signage plant und Wert auf einen deutschen Full-Service-Partner legt, findet in Bütema einen erfahrenen Anbieter mit klar definierter Spezialisierung. Auch im Kontext einer schrittweisen Modernisierung – etwa wenn ein bestehendes ERP weiterhin als Backbone dient und einzelne Touchpoints konsequent erneuert werden sollen – fügt sich Bütema flexibel in vorhandene IT-Landschaften ein.
Hersteller-Homepage von Bütema
Aktuelle Ansicht der Webseite https://www.buetema-ag.de/

Bewertungen für Bütema
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Häufig gestellte Fragen
Für welche Unternehmensgröße ist Bütema AG geeignet?
Bütema AG adressiert eine spezifische Zielgruppe — Größe, Branche, Komplexität und Internationalität spielen eine Rolle. Im Anbieterprofil oben finden Sie konkrete Zielgruppen-Empfehlungen plus Vergleich zu ähnlichen Lösungen unter ERP-Vergleich.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Welche Schulungen bietet Bütema AG an?
Die meisten Hersteller bieten Anwender- und Admin-Schulungen, oft auch Berater-Zertifizierungen. Auch unabhängige Anbieter unter ERP-Schulung bieten produktneutrale Trainings.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Welche Sprachen unterstützt Bütema AG?
DACH-ERPs sind standardmäßig auf Deutsch verfügbar. Internationale Anbieter (SAP, Microsoft Dynamics, Oracle NetSuite) bieten 20+ Sprachen, oft inklusive lokalisierte Buchhaltungs-Standards.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Kann ich Bütema AG selbst customizen oder brauche ich einen Partner?
Einfache Anpassungen (Custom-Felder, Berichts-Layouts) sind oft self-service. Komplexes Customizing (Workflows, Module, Integrationen) erfordert meist einen zertifizierten Partner — siehe ERP-Berater-Übersicht.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Wie hoch ist die Marktbedeutung von Bütema AG?
Marktanteile und Marktbewegungen werden im DACH-Raum nicht öffentlich exakt berichtet. Studien wie Trovarit ERP-Studie und Gartner Magic Quadrant geben Orientierung — siehe ERP-Marktanteile.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
