ABC-Analyse
Die ABC-Analyse ist ein betriebswirtschaftliches Verfahren zur Klassifizierung von Objekten – meist Artikeln, Kunden oder Lieferanten – nach ihrem prozentualen Wertanteil am Gesamtumsatz oder Gesamtbestand.
Die ABC-Analyse teilt eine Menge von Objekten in drei Klassen: A-Objekte tragen typischerweise rund 70–80 % zum kumulierten Wert bei, machen aber nur 10–20 % der Stückzahl aus. B-Objekte stehen für etwa 15 % des Wertes, C-Objekte für die restlichen 5–10 %.
Im ERP-System bildet die ABC-Analyse die Grundlage für differenziertes Bestands-, Beschaffungs- und Dispositionsmanagement.
ABC-Analyse in der Praxis
Ein Großhändler mit 12.000 Artikeln klassifiziert sein Sortiment per ABC-Analyse: A-Artikel = 20% der Artikel, 80% des Umsatzes. B = 30%/15%. C = 50%/5%. Das ERP führt die Klassifikation automatisch fort und triggert daran Disposition, Bestandsstrategie und Pflegeintensität.
A-Artikel: tägliche Disposition, hohe Pflegetiefe, niedrige Sicherheitsbestände. C-Artikel: Massendispo per Bestellpunktverfahren, geringe Pflegetiefe.
- Kombiniert mit XYZ (Bedarfs-Konstanz): AX = wichtig + planbar, CZ = unwichtig + sporadisch.
- Reportings: typisch Pareto-Diagramm in BI-Tools (Power BI, QlikView, Tableau).
- Anwendung: Disposition, Sicherheitsbestände, Lieferanten-Bewertung, Customer-Lifetime-Value.
