Make-to-Order (MTO)
Make-to-Order (MTO) bezeichnet eine Fertigungsstrategie, bei der die Produktion eines Erzeugnisses erst nach Eingang eines konkreten Kundenauftrags angestoßen wird – auf Basis vorhandener Konstruktion und Stücklisten.
Im MTO-Modell sind Produktstruktur und Arbeitsplan in der Regel bereits bekannt. Beschaffung und Produktion starten jedoch erst mit dem Auftrag, häufig in einer kundenspezifischen Variante.
MTO grenzt sich von Make-to-Stock (MTS) ab, bei dem prognosebasiert auf Lager produziert wird, sowie von Engineer-to-Order (ETO), wo zusätzlich konstruktive Leistungen pro Auftrag entstehen.
Make-to-Order in der Praxis
Ein Möbelhersteller produziert hochwertige Esstische ausschließlich nach Kundenauftrag (Make-to-Order, MTO): Sobald die Bestellung im Online-Shop eintrifft, wird im ERP automatisch ein Fertigungsauftrag mit Materialreservierung und Termin angelegt.
Vorteil: keine Fertigwaren-Lagerbindung, individuelle Konfigurationen problemlos. Nachteil: 4–6 Wochen Lieferzeit, stabile Vorprodukt-Verfügbarkeit nötig.
- Branchen: Möbel, Mode, Sondermaschinen, Spezialfahrzeuge.
- Hybrid Assemble-to-Order: Halbfertigerzeugnisse auf Lager, Endmontage auftragsspezifisch — verkürzt Lieferzeit auf 1–2 Wochen.
- ERP-Setup: Variantenkonfigurator + Produktionsplanung mit Auftragsbezug.
