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Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Materialwirtschaft und Beschaffung?

Materialwirtschaft umfasst die gesamte Steuerung von Material: Disposition, Lager, Bewertung. Beschaffung ist der Einkaufsprozess (Lieferantenwahl, Verhandlung, Vertrag). Beschaffung ist Teil der Materialwirtschaft.

Welche ERP-Funktionen gehören zur Materialwirtschaft?

Materialstamm-Pflege, Disposition (MRP, verbrauchsgesteuert), Bestandsführung, Bewertung, Inventur, Lieferantenstamm, Bestellabwicklung, Wareneingang, Rechnungsprüfung.

Die genaue Umsetzung dieses Begriffs variiert je nach ERP-System und Branche -- entsprechend sollte die konkrete Ausprägung mit dem jeweiligen Anbieter abgestimmt werden. Praxis-Relevanz und Implementierungs-Aufwand hängen stark von der bestehenden System-Landschaft und den abzubildenden Geschäftsprozessen ab.

Materialwirtschaft, Warenwirtschaft, Lagerverwaltung — was ist der Unterschied?

Die Begriffe überlappen sich. Materialwirtschaft ist die produktionsorientierte Sicht (Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe für die Fertigung). Warenwirtschaft ist die handelsorientierte Sicht (Verkaufsartikel im Einzel-/Großhandel). Lagerverwaltung (WMS) ist die operative Steuerung der physischen Bewegungen im Lager und kann beide ergänzen.

Brauche ich ein eigenes WMS oder reicht das ERP-Modul?

Bei einfacher Lagerstruktur (1-2 Läger, <5.000 SKUs, kein automatisches Hochregal) reicht typisch das ERP-interne Lagermodul. Ab automatisierter Lagerhardware, mehr als 10.000 SKUs oder mehrstufiger Kommissionierung lohnt ein dediziertes WMS (z.B. SSI Schäfer Wamas, viadat, PSI logistics).

Wie automatisiere ich die Materialdisposition?

Mit klassischer MRP-Disposition rechnet das ERP aus Stücklisten + Absatzplan + aktuellem Bestand die Bestellvorschläge. Voraussetzung sind saubere Stammdaten (Lieferzeit, Mindestbestand, Lieferantenkonditionen) und eine realistische Absatzplanung. Bei komplexen Setups ergänzen APS-Tools die ERP-Disposition.