Konfigurations-Management – Stammdaten kontrolliert ändern

Konfigurations-Management beschreibt im ERP-Kontext die kontrollierte Verwaltung von Produktkonfigurationen, Stücklisten-Versionen und Engineering-Änderungen. Eng verwandt mit ECM (Engineering Change Management).

Engineering-Change-Management (ECM)

ECM steuert technische Änderungen am Produkt — von der ECR (Engineering Change Request) über die ECO (Engineering Change Order) bis zur Implementierung in Produktion. Klassische Workflow-Stufen: Antrag → Bewertung → Freigabe → Implementierung → Verifizierung → Abschluss.

Versionierung von Stücklisten

Im Maschinen- und Anlagenbau müssen Stücklisten-Stände lückenlos verfolgt werden — pro Auftrag, pro Liefereinheit, pro Servicefall. Das ERP/PLM verwaltet Versionen mit Gültigkeits-Datum und Auftragsbezug.

Tools und Standards

  • SAP ECM in S/4HANA
  • PTC Windchill ECM
  • Siemens Teamcenter ECM
  • CMII-Standard für Konfigurations-Management

Häufige Fragen

Wann brauche ich ECM?

Bei eigener Produktentwicklung mit mehrstufigen Stücklisten und Engineering-Änderungen — also fast immer im Maschinenbau, Automotive, Elektronik.

ECM im ERP oder PLM?

Klassisch im PLM (Engineering-Sicht), Übergabe ans ERP nach Freigabe. Manche Hersteller integrieren ECM komplett ins ERP.

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