Modern Office ist die modulare ERP-, CRM- und Warenwirtschafts-Suite der österreichischen Winfo Data GmbH aus Braunau am Inn. Der Hersteller positioniert Modern Office als Komplettlösung für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihre Geschäftsprozesse end-to-end abbilden wollen – von Vertrieb und Einkauf über Lager- und Produktionsplanung bis hin zu Service, Außendienst und Kassensystem. Mit über 400 produktiv eingesetzten Installationen, primär in Österreich und im DACH-Raum, gehört Modern Office zu den etablierten Mittelstandslösungen aus Österreich. Eine Besonderheit ist die tiefe Integration zwischen ERP, CRM und Warenwirtschaft: Eine Datenerfassung – etwa eine eingehende Anfrage – stößt im Idealfall die nachgelagerten Folgeprozesse automatisch an, was im Tagesgeschäft kleiner und mittlerer Betriebe einen erheblichen Effizienzgewinn bedeuten kann.
Funktionsumfang
Modern Office besteht aus rund 30 Modulen, die je nach Bedarf einzeln oder als Branchenpaket zusammengestellt werden können. Den Kern bilden Auftrags- und Angebotsverwaltung, Einkauf und Lieferantenmanagement, Lager- und Logistikfunktionen, Buchhaltungs- und Finanzanbindung, Vertriebsprozesse, CRM mit Kund:innen-, Aktivitäten- und Kampagnenmanagement, Produktionsplanung, Service- und Reklamationsmanagement, Außendienststeuerung sowie Kassensystem (POS). Daneben stehen Dashboards und Auswertungen für Geschäftsführung und Fachabteilungen bereit. Der typische Modern-Office-Anwender kann damit den gesamten Auftrag-zu-Zahlung-Prozess (Order-to-Cash) ebenso abbilden wie den Beschaffungsprozess (Procure-to-Pay) und die zugehörigen Service-Abläufe. Schnittstellen zu Buchhaltungslösungen wie RZL, BMD oder DATEV sind ebenso vorhanden wie Anbindungen an Webshops, Logistikdienstleister und Branchen-Tools. Die methodische Einordnung dieser Schnittstellen-Welt findet sich im Glossar unter EDI und DATEV-Schnittstelle.
Zielgruppe & Branchen
Modern Office richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen typischerweise mit 1 bis 50 Anwender:innen. Branchenseitig bedient die Suite ein breites Spektrum: Handel (Groß- und Einzelhandel), Produktion und Fertigung, Dienstleistungen, Gastronomie und Tourismus, Recycling- und Entsorgungswirtschaft, Lebensmittelvertrieb, Halbleiter- und Elektronikhandel sowie Healthcare- und Medizintechnik-Vertrieb. Das modulare Konzept erlaubt eine schrittweise Einführung: Unternehmen starten häufig mit Stammdaten, Auftragsbearbeitung und Lager und ergänzen Module wie CRM, Produktion oder Außendienst, sobald die organisatorische Reife dafür gegeben ist. Branchenspezifische Anforderungslisten finden sich auf den Themenseiten ERP für Großhandel, ERP für Einzelhandel und ERP für Dienstleister.
Technologie & Bereitstellung
Modern Office wird wahlweise auf eigener Hardware (On-Premise) oder in der Cloud-Infrastruktur betrieben. Sowohl Kauf- als auch Mietmodelle stehen zur Verfügung, sodass Unternehmen bei der Investitionsplanung Spielräume haben. Die Architektur ist auf Mehrbenutzerbetrieb, Mandantenfähigkeit und differenziertes Rollen- und Rechtekonzept ausgelegt; mobile Außendienst- und POS-Komponenten ergänzen den klassischen Backoffice-Client. Auf der Schnittstellenseite sind neben den genannten Buchhaltungsanbindungen (RZL, BMD, DATEV) auch Konnektoren für gängige Webshops, KEP-Dienstleister und Logistikplattformen verfügbar. Eine konzeptionelle Einordnung zur SaaS- vs. On-Premise-Frage liefert das Glossar unter SaaS-ERP; Hinweise zu Mandantenfähigkeit und Rollenkonzept finden sich unter Mandantenfähigkeit und Rollenkonzept. Die Wartung erfolgt über reguläre Update-Zyklen, die Datenhaltung in einer relationalen Datenbank.
Stärken und Schwächen
Stärken von Modern Office sind die tiefe ERP-CRM-WAWI-Integration, das modulare Konzept mit klar abgegrenzten Funktionsbausteinen, die flexible Bereitstellung (Kauf oder Miete, On-Premise oder Cloud) und das regional ausgeprägte Servicenetz in Österreich und Süddeutschland. Auch die spezialisierten Branchenausprägungen – etwa für Recycling, Lebensmittelvertrieb oder Tourismus – sind ein Pluspunkt für mittelständische Unternehmen, die nicht in jedem Bereich ein Top-Tool aus Eigenentwicklung pflegen wollen. Auf der Schwächen-Seite ist Modern Office kein internationaler Marktführer mit globaler Partnerlandschaft; Unternehmen mit ausgeprägtem Internationalisierungsfokus außerhalb der DACH-Region sollten den Anbieter im Hinblick auf lokale Implementierungspartner sorgfältig prüfen. Auch die Funktionstiefe ist gegenüber Enterprise-Plattformen wie Microsoft Dynamics 365 Business Central oder klassischen Mittelstandsstandards wie abas ERP in einigen Spezialthemen geringer; dafür ist die Lösung im KMU-Segment häufig schlanker zu bedienen und kostengünstiger zu betreiben.
Preise & Lizenzmodell
Winfo Data veröffentlicht keine offene Preisliste. Die Lizenzierung erfolgt projektspezifisch und richtet sich nach Anwenderzahl, Modulauswahl und Bereitstellungsmodell. Verfügbar sind sowohl klassische Kauflizenzen mit Wartungsvertrag als auch Mietmodelle mit monatlicher oder jährlicher Abrechnung. Implementierungs-, Schulungs- und Anpassungsleistungen werden separat berechnet und können je nach Komplexität einen erheblichen Anteil des Gesamtbudgets ausmachen. Marktbeobachter ordnen Modern Office in das mittlere Preissegment im KMU-ERP-Bereich ein – deutlich günstiger als typische Enterprise-Plattformen, aber mit verlässlichem Implementierungs- und Service-Aufwand. Eine systematische Bewertung der Gesamtkosten hilft das Glossar unter TCO bei ERP-Projekten einzuordnen.
Markt & Wettbewerb
Im KMU-ERP-Markt steht Modern Office im Wettbewerb mit Lösungen wie myfactory, Abacus, 4Sellers, Microsoft Dynamics 365 Business Central sowie zahlreichen DACH-orientierten Mittelstandsplattformen. Stärken sind die regionale Verankerung, die enge ERP/CRM/WAWI-Integration und die Modulvielfalt mit Branchenausprägungen. Schwächen liegen im international begrenzten Partnernetz und in der Standardabdeckung gegenüber globalen Marktführern – Punkte, die im KMU-Kontext häufig nachrangig sind. Auch im Hinblick auf branchenspezifische Funktionen für Recycling, Tourismus oder Lebensmittelvertrieb hebt sich Modern Office aus dem generischen Mittelstandsangebot positiv hervor und bietet im Standard mehr Branchentiefe als viele kleinere Anbieter.
Implementierung & Auswahlpraxis
Die Einführung von Modern Office erfolgt in der Regel über autorisierte Implementierungspartner aus dem Winfo-Data-Netzwerk. In typischen KMU-Projekten beginnt der Roll-out mit einer Anforderungsaufnahme, gefolgt von Stammdatenmigration, Modulkonfiguration und einem schrittweisen Go-Live über Pilotbereiche (z. B. zunächst Auftrag/Lager, dann CRM/Service, dann Außendienst). Die durchschnittliche Projektlaufzeit für KMU bewegt sich zwischen wenigen Monaten und einem Jahr, abhängig von Mengengerüsten, Schnittstellenanforderungen und Anpassungsbedarf. Schulungen werden vor Ort und remote angeboten und sind ein wichtiger Akzeptanzfaktor – insbesondere im POS-/Außendienstkontext. Bei der Anbieterauswahl sollten neben Funktionsumfang und Preis auch Themen wie Mandantenfähigkeit, Skalierbarkeit, Cloud-Roadmap, lokale Support-Verfügbarkeit, Schnittstellen- und API-Strategie bewusst geprüft werden. Eine strukturierte Vorgehensweise schlägt das Glossar unter Lastenheft vor. Speziell für Unternehmen mit ausgeprägtem Webshop-Geschäft oder regulatorischen Branchen (Lebensmittel, Medizintechnik) lohnt es sich, die Branchenmodule frühzeitig in Demo-Umgebungen zu testen. Auch die Möglichkeit, Modern Office im Mietmodell starten und später in eine Kauflizenz überführen zu können, ist ein attraktives Element bei begrenztem Investitionsrahmen.
Preise und Kostenrahmen für Modern Office
Realistische Kostenbandbreiten in der Kategorie Mittelstand für ein typisches Mittelstands-Setup mit 50 Anwendern. Konkrete Preise sind beim Anbieter direkt zu erfragen.
Bewertung typischer Vor- und Nachteile in der Kategorie Mittelstand. Diese Einschätzungen sind generisch — die Eignung im konkreten Fall hängt von Branche und Größe ab.
Stärken
Tiefere Branchen-Spezialisierung als Universal-Enterprise-Systeme
Bezahlbare Implementierungs-Aufwände im sechsstelligen Bereich
DACH-fokussierter Hersteller-Support (Deutsch, lokale Berater)
Stabile Investments-Sicherheit über 10+ Jahre
Mögliche Schwächen
Kleinere Berater-Community als bei Enterprise-Lösungen
Internationalisierung oft begrenzt verfügbar
Cloud-Reife variiert stark zwischen Anbietern
Fazit
Modern Office ist eine ausgereifte, breit funktional aufgestellte ERP/CRM/WAWI-Suite für KMU im DACH-Raum. Stärken sind die integrierte Plattformidee, die modularen Erweiterungsmöglichkeiten und die regionale Verankerung im österreichischen Mittelstand. Wer eine flexibel skalierbare Lösung sucht, die kaufmännische, vertriebliche und produktionsnahe Prozesse aus einer Hand abbildet, findet in Modern Office einen ernstzunehmenden Kandidaten. Eine fundierte Anbieterwahl sollte parallel klassische Mittelstandsplattformen sowie reine Cloud-ERPs einbeziehen; das Portal liefert dazu Hilfestellung über die Themenseite ERP-Software finden. Für die Lagerseite kann ergänzend ein spezialisiertes WMS wie COGLAS WEB WMS sinnvoll sein, sofern automatisierte oder hochfrequente Lagerprozesse abzubilden sind.
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Häufig gestellte Fragen
Welche Module bietet Modern Office?
Typischerweise umfasst Modern Office Module für Finanzbuchhaltung, Auftragswesen, Lager, Einkauf und Stammdaten. Branchenspezifische Erweiterungen (PPS, CRM, DMS) sind oft optional — den genauen Funktionsumfang zeigt das Anbieterprofil oben.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Welche Hardware-Anforderungen hat Modern Office?
Bei Cloud-Bereitstellung reichen moderne Browser. Für On-Premise-Installationen variieren Server-Anforderungen je nach Anwenderzahl und Belegvolumen — der Hersteller stellt detaillierte System-Anforderungen bereit, oft mit empfohlenen Konfigurationen für 25, 50, 100 oder 250 Anwender.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Wie funktioniert die Datenmigration von einem alten ERP zu Modern Office?
Datenmigration läuft typisch in 3 Phasen: Mapping (alt vs neu Datenmodell), Bereinigung (Duplikate, Stammdaten-Qualität), Test-Migration mit Validierung. Spezialisierte Migrations-Dienstleister: ERP-Integrations-Anbieter.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.
Wie teuer ist die jährliche Wartung bei Modern Office?
On-Premise-Wartung liegt typisch bei 18–22% der Lizenzkosten p.a. (umfasst Updates, Hotfixes, Telefon-Support). Cloud-ERPs haben Wartung im Subscription-Preis enthalten — kein separater Wartungsvertrag.
Welche bekannten Referenzkunden hat Modern Office?
Referenzkunden listet der Hersteller meist auf der eigenen Webseite — bei spezialisierten Branchen-ERPs sind 10–50 Vorzeige-Kunden gut bekannt. Branchen-spezifische Referenzen sollten vor der Auswahl konkret angefragt werden.
Die genaue Ausgestaltung hängt von Branche, Größenklasse und Customizing-Tiefe des konkreten ERP-Setups ab.