Kanbert ist eine integrierte ERP- und Projektmanagement-Plattform der Wiener Kanbert Software GmbH. Das Unternehmen wurde von Robert Moick (CEO), Alexander Frühwirth (CPO) und Jürgen Kerner (CTO) gegründet und entstand aus der praktischen Erfahrung einer eigenen Werbeagentur, die ihre Tool-Landschaft konsolidieren wollte. Über mehrere Jahre wurde aus dieser internen Lösung ein eigenständiges Produkt, das heute Agenturen, Beratungsunternehmen, IT-Dienstleister und projektorientierte Mittelständler im DACH-Raum adressiert. Kanbert verbindet Projektmanagement, Zeiterfassung, CRM, Buchhaltung und Controlling in einer Plattform und positioniert sich damit als Alternative zu Best-of-Breed-Setups aus Trello, Jira, Excel und externer Buchhaltungssoftware. Die Lösung ist konsequent cloud-native und browserbasiert und richtet sich an Unternehmen, die ihre Geschäftsprozesse ohne Tool-Wildwuchs steuern wollen. Mit ihrer Verzahnung von Projekt-, Zeit- und Finanzdaten ist Kanbert insbesondere für serviceorientierte Geschäftsmodelle attraktiv, in denen Projekt-Marge und Auslastung zentrale Steuerungsgrößen sind.
Funktionsumfang
Der Funktionsumfang von Kanbert deckt die wichtigsten Bereiche projektorientierter Dienstleistungsunternehmen ab. Im Modul Projektmanagement stehen Aufgabenverwaltung, Ressourcenplanung, Meilensteine, Kanban- und Listenansichten sowie Echtzeit-Fortschrittsanzeigen zur Verfügung. Die integrierte Zeiterfassung verbindet Arbeitszeiten direkt mit Projekten, Aufgaben und Kunden und unterstützt sowohl Stunden- als auch Tageserfassung sowie Abwesenheitsmanagement. Im Bereich CRM und Vertrieb lassen sich Leads, Opportunities, Kunden und Ansprechpartner pflegen, mit den Projekten und Angeboten der jeweiligen Accounts verknüpfen. Funktionen für Angebote, Rechnungen, Spesen und Auslagen sowie eine Anbindung an Buchhaltungssysteme wie DATEV bilden den kommerziellen Teil ab. Reporting-Dashboards liefern Kennzahlen zu Projektlaufzeiten, Budgets, Auslastung, Margen und Forecasts in Echtzeit. Über mehr als 30 Integrationen zu Tools wie Slack, Microsoft Teams, Jira, Asana sowie über REST-API und Make.com lässt sich Kanbert eng in bestehende Toollandschaften einbinden. Damit deckt die Plattform die zentrale Wertschöpfungskette eines Dienstleisters ab und ergänzt klassische ERP-Definitionen um projektzentrische Sichten.
Zielgruppe und Branchen
Kanbert richtet sich primär an kleine und mittelständische Unternehmen mit etwa 5 bis 200 Mitarbeitenden, deren Geschäftsmodell auf Projekten, Beratung oder Service basiert. Typische Anwender sind Werbe-, Digital- und Kommunikationsagenturen, Beratungs- und Consultingfirmen, IT-Dienstleister, Software- und Engineering-Unternehmen, Architektur- und Planungsbüros sowie spezialisierte Forschungs- und Entwicklungsorganisationen. Auch öffentliche Einrichtungen, Bildungs- und Gesundheitsorganisationen mit projektorientierter Arbeitsweise lassen sich abbilden. Charakteristisch für die Zielgruppe sind eine Vielzahl paralleler Projekte mit unterschiedlichen Kunden, hohe Anforderungen an die Auslastungssteuerung und der Bedarf, Projektmargen transparent nachzuhalten. Auch produzierende Mittelständler mit projektorientierten Geschäftsfeldern, etwa im Sondermaschinenbau oder bei Engineering-Dienstleistungen, profitieren vom Ansatz. Eine Liste passender Implementierungspartner hilft beim strukturierten Einstieg.
Technologie und Bereitstellung
Kanbert ist als reine Cloud-Lösung im SaaS-Modell konzipiert und wird vom Hersteller zentral betrieben. Anwender greifen über jeden modernen Browser zu; eine Installation lokaler Software ist nicht erforderlich. Mobile Nutzung ist über responsives Webdesign möglich. Die Plattform ist mandantenfähig, mehrsprachig und unterstützt verschiedene Währungen. Über offene REST-APIs sowie Integrationen zu Make.com, Slack, Microsoft Teams, Jira, Asana und DATEV lassen sich Drittsysteme anbinden. Updates erfolgen kontinuierlich und automatisch durch den Hersteller, sodass Anwender stets mit der aktuellen Version arbeiten. Die Datenhaltung erfolgt in europäischen Rechenzentren, was DSGVO-Konformität sicherstellt. Eine On-Premise-Bereitstellung ist nicht vorgesehen; das Geschäftsmodell ist konsequent als Subskription ausgerichtet. Anpassungen werden über konfigurierbare Felder, eigene Workflows und API-Integrationen umgesetzt, sodass Customizing ohne tiefe Code-Eingriffe möglich ist.
Stärken und Schwächen
Die größten Stärken von Kanbert liegen in der durchgängigen Verbindung von Projekt-, Zeit-, CRM- und Finanzdaten in einer modernen, cloud-nativen Plattform. Anwender erhalten Echtzeit-Transparenz über Auslastung, Projektmargen und Forecasts, ohne mehrere Insellösungen synchronisieren zu müssen. Die Bedienoberfläche ist modern, die Lernkurve flach, und das schnelle Onboarding ohne Kreditkarte erleichtert den Einstieg. Auch die Integrationsbreite, die Mehrsprachigkeit und die Praxisnähe durch die Agentur-Herkunft sind Pluspunkte. Schwächen ergeben sich daraus, dass Kanbert kein klassisches Industrie- oder Handels-ERP ist und Funktionen für Lager, Produktion oder komplexe Stücklisten fehlen. Auch große Konzerne mit ausgeprägten Konsolidierungsanforderungen sind nicht die primäre Zielgruppe. Internationale Skalierung außerhalb des DACH-Raums ist möglich, das Partnernetz und die Beratungslandschaft sind jedoch noch im Aufbau, sodass komplexe Migrationen in der Regel direkt mit dem Hersteller umgesetzt werden.
Preise und Lizenzmodell
Kanbert wird im Subskriptionsmodell pro Anwender und Monat angeboten und ist in mehreren Tarifstufen verfügbar. Die Preise reichen von etwa 11,60 Euro netto pro Anwender und Monat im Einstieg bis zu rund 62,90 Euro netto pro Anwender und Monat für den vollen Funktionsumfang inklusive Buchhaltung und Reporting bei jährlicher Zahlweise. Eine kostenlose Variante mit eingeschränktem Funktionsumfang erlaubt das Testen ohne Kreditkartenangabe. Hinzu kommen optionale Onboarding-, Schulungs- und Beratungsleistungen, die bei kleinen Teams jedoch oft entfallen können.
Preise und Kostenrahmen für Kanbert
Realistische Kostenbandbreiten in der Kategorie Kmu für ein typisches Mittelstands-Setup mit 50 Anwendern. Konkrete Preise sind beim Anbieter direkt zu erfragen.
Kostenposition
Bandbreite
Cloud-Lizenz pro Jahr
3.000 € – 25.000 €
On-Premise Lizenz (einmalig)
15.000 € – 80.000 €
Implementierung (einmalig)
10.000 € – 50.000 €
5-Jahres-TCO
40.000 € – 200.000 €
Bereitstellungs-Optionen: Cloud meist Standard, On-Premise möglich. Mehr zu Bereitstellungsmodellen: Cloud-ERP vs On-Premise. Detaillierte Kostenstruktur: ERP-Kosten-Übersicht.
Stärken und Schwächen von Kanbert
Bewertung typischer Vor- und Nachteile in der Kategorie Kmu. Diese Einschätzungen sind generisch — die Eignung im konkreten Fall hängt von Branche und Größe ab.
Stärken
Niedriger Einstieg ab ca. 30-100 EUR/Anwender/Monat
Schnelle Time-to-Value (Cloud oft in 4-8 Wochen produktiv)
Out-of-the-Box-Funktionalität für Standard-Prozesse
Hohe DATEV-Anbindung für DACH-Buchhaltung
Mögliche Schwächen
Begrenzte Customizing-Möglichkeiten für Sonderprozesse
Skalierungs-Grenzen ab ~200-500 Anwendern
Fehlende Module für Produktion oder spezialisierte Branchen
Fazit
Kanbert ist eine moderne, integrierte ERP- und Projektmanagement-Plattform für Agenturen, Beratungsunternehmen, IT-Dienstleister und andere projektorientierte Mittelständler. Wer seine Tool-Landschaft konsolidieren, Auslastung und Marge in Echtzeit steuern und gleichzeitig auf eine schlanke, cloud-native Lösung setzen will, findet in Kanbert eine attraktive Alternative zu klassischen Best-of-Breed-Setups. Für klassische Industrie-, Lager- oder Produktionsanforderungen sind ergänzende oder alternative Systeme nötig. Innerhalb der DACH-Plattformen für projektorientierte Dienstleister gehört Kanbert zu den dynamischsten Anbietern aus Österreich.
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Häufig gestellte Fragen
Ist Kanbert cloud-basiert oder on-premise?
Die Bereitstellungs-Optionen variieren je nach Anbieter — viele Systeme bieten heute beide Varianten oder ein hybrides Modell. Details zu Vor-/Nachteilen unter Cloud-ERP vs On-Premise.
On-Premise bleibt vor allem in regulierten Branchen und bei tiefem Customizing relevant; Cloud dominiert dagegen bei Neuprojekten ab Mittelstand.
Wer ist der Hersteller hinter Kanbert?
Hersteller-Stammdaten (Sitz, Mitarbeiterzahl, Eigentümer-Struktur) finden Sie im Anbieterprofil oben. Diese Faktoren sind wichtig für die Bewertung der Zukunftsfähigkeit eines ERP-Anbieters und sollten in jedem Auswahlprozess geprüft werden.
Eigentümer-geführte Anbieter punkten mit Kontinuität, börsennotierte mit Investitionssicherheit und größerer Roadmap-Stabilität.
Welche Berichte und Dashboards bietet Kanbert?
Standard-Reports decken FiBu, Vertrieb, Lager und Produktion ab. Eigene Dashboards via Power BI, Tableau oder eingebauten BI-Tools sind oft optional — siehe Business-Intelligence.
Self-Service-BI-Tools wie Power BI, Tableau oder Qlik werden zunehmend direkt eingebunden, was eigene Auswertungen ohne IT-Hilfe ermöglicht.
Welche AI-/KI-Features bietet Kanbert?
Aktuelle ERP-Systeme integrieren KI für Forecasting, Anomalie-Erkennung, Rechnungs-OCR und Conversational-UI (Microsoft Copilot, SAP Joule). Konkrete KI-Module zeigt das Anbieterprofil.
Praxisrelevante KI-Module sind heute Demand-Forecasting, Predictive Maintenance, Rechnungs-OCR und Conversational UI für Backoffice-Mitarbeitende.
Wie ist Kanbert im Vergleich zu SAP?
SAP ist Marktführer für Großkonzerne; im Mittelstand gibt es zahlreiche schlankere Alternativen mit oft tieferer Branchen-Expertise. Konkrete Vergleiche: ERP-Vergleichsseiten.
SAP-Lösungen haben höchste Funktions-Tiefe, sind aber im Customizing teurer als Mittelstands-Konkurrenten.