Stammdatenpflege bezeichnet alle Tätigkeiten, mit denen die zentralen Stammdaten eines Unternehmens — Kunden, Lieferanten, Artikel, Materialien, Mitarbeiter, Konten — angelegt, gepflegt, geprüft und archiviert werden. Sie ist die stille Disziplin hinter jedem funktionierenden ERP-System: schlecht gepflegte Stammdaten führen direkt zu Fehl-Buchungen, falschen Auswertungen und ineffizienten Prozessen.
Stammdatenpflege umfasst alle Tätigkeiten zum Anlegen, Aktualisieren und Prüfen der zentralen Stammdaten eines Unternehmens — Kunden, Lieferanten, Artikel, Mitarbeiter und Konten. Sie ist die Voraussetzung für zuverlässige ERP-Prozesse.
Wer ist für Stammdatenpflege verantwortlich?
Idealerweise gibt es einen Data Owner pro Domain (fachliche Verantwortung) und Data Stewards (operative Pflege). Im Mittelstand übernehmen oft Fachabteilungen die Pflege, in größeren Unternehmen gibt es zentrale Stammdaten-Teams.
Welche Folgen hat schlechte Stammdatenpflege?
Konkrete Folgen sind Fehl-Lieferungen durch falsche Adressen, falsche Auswertungen durch Dubletten, Buchhaltungs-Probleme durch fehlende Steuer-IDs, Compliance-Lücken und Verkaufs-Verluste durch unzureichende Artikel-Beschreibungen.
Wie können Stammdaten effizient gepflegt werden?
Mit klar definierten Rollen (Data Owner, Data Steward), Genehmigungs-Workflows, automatischer Validierung gegen externe APIs (Adress-Prüfung, USt-ID-Check), Dubletten-Erkennung und regelmäßigen Daten-Qualitäts-Reports.
Was ist Master Data Management?
Master Data Management (MDM) ist die strukturierte Organisation der Stammdaten-Pflege, oft mit dedizierten MDM-Plattformen (SAP MDG, Stibo, Informatica). MDM definiert, welches System Master für welche Daten ist und verteilt sie an abhängige Systeme.