ESG-Reporting (Environmental, Social, Governance) bündelt alle nicht-finanziellen Berichtspflichten eines Unternehmens. Mit der EU-CSRD ist es seit 2024 für tausende Mittelständler Pflicht. Die Datenquellen liegen oft im ERP — Energie, Materialverbrauch, Lieferanten, Personal.
Mit der CSRD-Richtlinie sind seit 2025 Mittelständler ab bestimmten Größen zur ESG-Berichterstattung verpflichtet — Environmental, Social, Governance. Konkret: CO₂-Bilanz, Energie-Verbrauch, Diversitäts-Kennzahlen, Lieferketten-Transparenz, Anti-Korruptions-Maßnahmen. Daten müssen aus dem ERP kommen (Energie pro Standort, Lieferantenbeziehungen, Mitarbeiter-Statistiken) und in standardisiertem Format (ESRS) berichtet werden. Spezial-Tools wie Sphera, Plan A oder Microsoft Sustainability Manager ergänzen das ERP-Reporting.
Welche Schwellenwerte gelten für ESG-Pflicht? Stufenweise: 250+ MA und 50+ Mio. € Umsatz oder 25+ Mio. € Bilanzsumme — ab 2025. Kleinere Unternehmen indirekt durch Lieferanten-Anforderungen großer Konzerne. Welche Daten muss das ERP liefern? Energie-/Wasser-Verbrauch je Standort, Material-Einsatz pro Produkt, Mitarbeiter-Diversität, Reisen, Lieferanten-Beziehungen mit Risiko-Bewertung. Vieles muss erst neu strukturiert erfasst werden.
Ein börsennotiertes Industrieunternehmen erstellt sein ESG-Reporting nach CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) — Pflicht ab 2024 für Unternehmen mit >250 MA, >40 Mio € Umsatz oder >20 Mio € Bilanz.
Das ERP-System sammelt CO2-Emissionen pro Produkt, Energieverbrauch pro Maschine, Wasserverbrauch, Mitarbeiterdaten und Lieferanten-Risiken. Spezial-Module (z.B. SAP Sustainability Control Tower, IBM Envizi) konsolidieren das in den verpflichtenden ESRS-Datapoints.
ESRS: European Sustainability Reporting Standards — 12 Standards mit ca. 1.100 Datapoints.
Scope 1/2/3: direkte (Scope 1), Energie (Scope 2), indirekte/Lieferkette (Scope 3) Emissionen.
Tools: SAP, Oracle, Microsoft, plus Spezial-Suiten wie Watershed, Plan A, Sweep.
Bei CSRD-Pflicht praktisch ja, weil die Daten aus 5-10 Systemen zusammenfließen müssen.
Standard-Schnittstellen-Standards wie REST-API, EDIFACT, OData und ZUGFeRD sollten direkt unterstützt sein, um teure Custom-Schnittstellen zu vermeiden.
iPaaS-Plattformen (Mulesoft, Boomi, Workato) ermöglichen eine flexiblere Schnittstellen-Strategie als Punkt-zu-Punkt-Integrationen.