Single Sign-On (SSO) – ein Login für alle Apps

Single Sign-On (SSO) erlaubt Anwendern, sich einmal an einem zentralen Identity Provider (IdP) zu authentifizieren und damit nahtlos auf alle angeschlossenen Anwendungen zuzugreifen. Im ERP-Umfeld reduziert SSO Passwort-Wildwuchs, vereinfacht Compliance und beschleunigt Onboarding/Offboarding.

Standards

  • SAML 2.0 — XML-basiert, etablierter Enterprise-Standard
  • OAuth 2.0 — Token-basierte Autorisierung
  • OpenID Connect (OIDC) — Authentication-Layer auf OAuth 2.0
  • WS-Federation — Microsoft-spezifisch, im Enterprise-Umfeld noch verbreitet

Identity Provider (IdP)

  • Microsoft Entra ID (ehemals Azure AD) — dominiert im DACH-Mittelstand
  • Okta — populär bei Cloud-First-Unternehmen
  • OneLogin, Ping Identity
  • KeycloakOpen Source
  • Active Directory Federation Services (ADFS) — On-Premise-Klassiker

ERP-Integration

Moderne Cloud-ERPs unterstützen SAML 2.0 + OIDC out-of-the-box. Microsoft Dynamics 365 BC integriert nativ mit Entra ID. SAP S/4HANA Cloud nutzt SAP IAS (Identity Authentication Service). Im On-Premise-Bereich ist die ERP-Integration aufwendiger und erfordert manchmal LDAP-Brücken.

Häufige Fragen

Lohnt sich SSO im Mittelstand?

Ab etwa 30–50 Anwendern und drei oder mehr Cloud-Apps: ja. Vorteile: Compliance-Vereinfachung, schnelles Off-/Onboarding, weniger Password-Reset-Tickets.

Wie sicher ist SSO?

So sicher wie der zentrale IdP. Daher unbedingt mit MFA kombinieren — sonst ist ein gestohlenes Passwort der Schlüssel zu allen Apps.

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