Kreditorenbuchhaltung – Lieferantenrechnungen im ERP

Die Kreditorenbuchhaltung verwaltet Lieferantenstammdaten, Eingangsrechnungen, Zahlungsläufe und offene Posten gegenüber Lieferanten. Sie ist ein Kernmodul jedes ERP-Systems und einer der größten Hebel für Effizienz im Backoffice.

Kernfunktionen

  • Lieferantenstammdaten mit Bankverbindungen, Steuernummern, Kreditlimiten
  • Eingangsrechnungs-Erfassung manuell, per OCR oder strukturiert via E-Rechnung
  • Drei-Wege-Match (Bestellung-Wareneingang-Rechnung)
  • Genehmigungs-Workflows nach Betrag und Kostenstelle
  • Zahlungslauf mit SEPA-Überweisungen, Skontoausnutzung
  • Offene-Posten-Verwaltung mit Mahnwesen-Integration

Drei-Wege-Match in der Praxis

Der Drei-Wege-Abgleich vergleicht Bestellung, Wareneingang und Lieferantenrechnung. Stimmen Mengen, Preise und Konditionen überein, wird die Rechnung automatisch zur Zahlung freigegeben. Differenzen werden zur manuellen Klärung an den Einkauf eskaliert. Ein gut konfiguriertes Drei-Wege-Match automatisiert 70–85 Prozent aller Eingangsrechnungen.

Skontoausnutzung als Working-Capital-Hebel

2% Skonto bei Zahlung in 10 Tagen entspricht einem effektiven Jahreszins von etwa 36%. Wer Eingangsrechnungen zu spät bezahlt, lässt regelmäßig Geld liegen. Ein effizienter Eingangsrechnungs-Workflow ist daher direkter Hebel auf das Working Capital.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung?

Kreditoren = Lieferanten (Eingangsrechnungen, Zahlungen RAUS). Debitoren = Kunden (Ausgangsrechnungen, Zahlungen REIN).

Wie hoch ist der Automatisierungsgrad heute?

Mittelständler erreichen mit OCR + Drei-Wege-Match meist 70–80 Prozent automatische Verbuchung. Mit KI-gestützter Klassifizierung sind 90+ Prozent erreichbar.

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