Häufig gestellte Fragen
Was ist ERP-Readiness und warum ist sie wichtig?
ERP-Readiness bezeichnet die organisatorische, datenseitige und ressourcenbezogene Reife eines Unternehmens, ein ERP-Projekt erfolgreich zu stemmen — unabhängig davon, welche Software später gewählt wird. Studien und Projektauswertungen zeigen seit Jahren dasselbe Muster: ERP-Projekte scheitern selten an der Technik, sondern an unklaren Prozessen, schlechten Stammdaten, fehlender Management-Unterstützung und unterschätztem internem Aufwand. Wer die eigene Reife vor der Auswahl ehrlich prüft, startet die Anbietergespräche mit realistischen Erwartungen und vermeidet, dass teure Beratertage für Grundlagenarbeit draufgehen, die man selbst hätte leisten können.
Wie funktioniert dieser Readiness-Check?
Der Check stellt 12 Fragen in vier Dimensionen: Prozesse und Organisation, Daten und Systeme, Ressourcen und Budget sowie Strategie und Change. Jede Antwort wird mit 0, 1 oder 2 Punkten bewertet, sodass maximal 24 Punkte erreichbar sind; die Auswertung zeigt neben dem Gesamtwert auch die Punktzahl je Dimension und empfiehlt für die schwächsten Bereiche konkrete nächste Schritte mit passenden Leitfäden. Die Fragen bilden die Faktoren ab, die in Projektauswertungen am häufigsten über Erfolg oder Scheitern entscheiden. Ihre Antworten werden dabei ausschließlich im Browser verarbeitet und nicht an uns oder Dritte übertragen.
Ab welcher Punktzahl sollte man mit der ERP-Auswahl starten?
Als Faustregel gilt: Ab etwa 15 von 24 Punkten ist ein Unternehmen reif genug, um strukturiert in die Marktsondierung und Anbietergespräche einzusteigen, sofern keine Dimension komplett einbricht. Zwischen 9 und 14 Punkten lohnt es sich, parallel zur ersten Marktorientierung gezielt die schwächsten Dimensionen aufzuarbeiten, etwa Stammdatenqualität oder die Freistellung von Key-Usern. Unter 9 Punkten raten wir davon ab, bereits Verträge zu verhandeln — in dieser Phase eingekaufte Beratung fließt erfahrungsgemäß in Grundlagenarbeit, die intern günstiger zu leisten wäre. Die Schwellen sind Richtwerte aus der Projektpraxis, keine wissenschaftlich exakten Grenzen.
Ersetzt der Selbsttest eine professionelle Readiness-Analyse?
Nein — der Check ist eine strukturierte Selbsteinschätzung und bewusst kompakt gehalten, damit Geschäftsführung und Projektteam in zehn Minuten ein gemeinsames Bild bekommen. Eine professionelle Readiness- oder Reifegradanalyse durch eine neutrale Auswahlbegleitung geht deutlich tiefer: Sie prüft Prozessdokumentation und Datenqualität stichprobenartig nach, interviewt Fachbereiche und deckt blinde Flecken auf, die in der Selbstauskunft systematisch zu positiv ausfallen. Sinnvoll ist der Selbsttest als erster Schritt und als Diskussionsgrundlage — etwa indem mehrere Führungskräfte ihn unabhängig ausfüllen und die Abweichungen besprechen. Gerade unterschiedliche Einschätzungen zwischen Geschäftsführung und Fachbereich sind oft der wertvollste Befund.
Wie lange dauert es, fehlende Readiness aufzubauen?
Das hängt stark von der Ausgangslage ab, aber typische Zeiträume lassen sich nennen: Eine belastbare Prozessdokumentation der Kernabläufe ist im Mittelstand in zwei bis vier Monaten erreichbar, eine ernsthafte Stammdatenbereinigung dauert je nach Datenvolumen drei bis sechs Monate und läuft idealerweise parallel zur Auswahlphase. Ein priorisiertes Lastenheft entsteht in vier bis acht Wochen, wenn die Fachbereiche eingebunden werden. Wichtig ist die Reihenfolge: Sponsor und Projektleitung zuerst klären, denn ohne Mandat und Kapazität versanden die übrigen Vorarbeiten. Realistisch sollte ein Unternehmen mit niedrigem Readiness-Wert sechs bis zwölf Monate Vorlauf vor dem eigentlichen Auswahlstart einplanen.
Werden meine Antworten gespeichert oder übertragen?
Nein. Der Check läuft vollständig in Ihrem Browser: Die Auswertung wird per JavaScript direkt auf dieser Seite berechnet, es werden keine Antworten an unseren Server oder an Dritte gesendet und auch nichts dauerhaft im Browser gespeichert. Wenn Sie die Seite neu laden, beginnt der Test von vorn. Wer das Ergebnis festhalten möchte, notiert sich Punktzahl und Dimensionswerte oder druckt die Seite nach der Auswertung aus.
