go-digital – ausgelaufen, das sind die Alternativen
go-digital war das Beratungsförderungs-Programm des BMWK für kleine und mittlere Unternehmen. Wichtig vorweg: Das Programm ist zum 31. Dezember 2024 ausgelaufen. Diese Seite erklärt, was go-digital war — und welche Alternativen 2026 zur Verfügung stehen.
go-digital im Rückblick: alte Eckdaten, Landeszuschüsse und Förder-Checkliste 2026. · Quelle: erp-software.org Redaktion
Was war go-digital?
go-digital förderte die Beratung durch autorisierte Beratungs-Unternehmen in drei Modulen: „Digitalisierte Geschäftsprozesse“, „Digitale Markterschließung“ und „IT-Sicherheit“. Gefördert wurden Beratungs-Leistungen (nicht die Software selbst) mit einer Quote von in der Regel 50 %. Im Modul Geschäftsprozesse fiel auch die Begleitung von ERP-Projekten hinein.
Warum es das Programm nicht mehr gibt
Laut BMWK konnte go-digital aufgrund der Haushaltslage nicht fortgesetzt werden und endete zum 31.12.2024. Wie bei Digital Jetzt beziehen sich kursierende Programm-Beschreibungen auf den alten Stand.
Die Alternativen 2026
Mittelstand-Digital Zentren: die offizielle Nachfolge-Struktur — rund 30 Zentren bieten kostenlose Beratung, Workshops und Demonstratoren
Länder-Digitalboni: Investitions-Zuschüsse über die Bundesländer
KfW-Förderkredite: zinsgünstige Kredite für Digitalisierungs-Vorhaben
Weiterbildungsförderung: über das Qualifizierungschancengesetz
Die Eckdaten des ausgelaufenen Programms im Rückblick
Wer go-digital noch aus eigenen Projekten kennt, vergleicht die Nachfolger naturgemäß mit den alten Konditionen. Zur Einordnung die zentralen Parameter, die bis zum Antragsstopp am 31. Dezember 2024 galten:
Förderquote: 50 Prozent der förderfähigen Beratungskosten als Zuschuss.
Tagessatz-Deckel: Maximal 1.100 Euro pro Beratungstag wurden anerkannt, bezuschusst wurde also bis zu 550 Euro je Tag.
Umfang: Bis zu 30 Beratungstage innerhalb von sechs Monaten, verteilbar auf ein oder mehrere Module.
Module: Digitalisierungsstrategie, digitalisierte Geschäftsprozesse, digitale Markterschließung, IT-Sicherheit und Datenkompetenz.
Abwicklung: Antragsteller und Zuwendungsempfänger war nicht das Unternehmen selbst, sondern das autorisierte Beratungsunternehmen, das Antrag, Durchführung und Abrechnung übernahm.
In der Spitze ließen sich so rund 16.500 Euro Zuschuss bündeln. Bewilligte Vorhaben aus 2024 durften noch in 2025 umgesetzt und abgerechnet werden.
Landesprogramme: die Förderhöhen im Vergleich
Der direkte Investitionszuschuss läuft seit 2025 fast ausschließlich über die Bundesländer. Die Spannweite ist groß und entscheidet stark über die Wirtschaftlichkeit eines Projekts:
Die Förderquote liegt meist bei 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben, in einzelnen Ländern darunter.
Die Höchstbeträge reichen von etwa 10.000 Euro in kleineren Programmen bis zu 30.000 Euro Zuschuss in den großzügigeren Ländern.
Typische Voraussetzungen: kleines Unternehmen mit unter 50 Beschäftigten und unter 10 Mio. Euro Umsatz sowie eine Betriebsstätte im jeweiligen Land.
Die Kontingente werden oft monatlich vergeben und sind teils bis Ende 2027 terminiert.
Eine ERP-Einführung wird häufig anteilig gefördert, sofern Beratung, Software und Einführung im Antrag sauber abgegrenzt sind. Details zu den Phasen finden Sie unter ERP-Einführung.
Praxis-Checkliste: Förderung 2026 richtig angehen
Programm finden: In der amtlichen Förderdatenbank des Bundes nach Bundesland und Thema "Digitalisierung" filtern.
Kostenlos starten: Eines der rund 30 Mittelstand-Digital Zentren für eine anbieterneutrale Erstberatung nutzen, bevor Sie investieren.
Vor Auftrag beantragen: Bei fast allen Zuschüssen darf das Vorhaben erst nach Bewilligung starten – ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn schließt die Förderung aus.
Fristen beachten: Mittelstand-Digital läuft Ende 2026 aus, eine Nachfolge ab 2027 ist angekündigt, aber noch nicht spezifiziert. Wer die kostenlose Beratung nutzen will, sollte nicht zu lange warten.
Belege sammeln: Angebote, Rechnungen und Verwendungsnachweise von Beginn an dokumentieren, um die spätere Auszahlung nicht zu gefährden.
Einen vollständigen Überblick aller aktuellen Töpfe bietet unsere Förderübersicht.
Nein. Das BMWK-Beratungsprogramm go-digital ist zum 31. Dezember 2024 ausgelaufen und wurde aufgrund der Haushaltslage nicht fortgesetzt.
Was hat go-digital gefördert?
go-digital förderte Beratungs-Leistungen autorisierter Berater in den Modulen Digitalisierte Geschäftsprozesse, Digitale Markterschließung und IT-Sicherheit — in der Regel mit 50 % Quote. Gefördert wurde die Beratung, nicht die Software selbst.
Was ist die offizielle Nachfolge von go-digital?
Das BMWK verweist auf die Mittelstand-Digital Zentren: rund 30 bundesweite Zentren, die kostenlose Beratung, Workshops und Demonstratoren rund um Digitalisierung anbieten.
Bekomme ich noch Förderung für ERP-Beratung?
Direkte Beratungs-Zuschüsse wie go-digital gibt es auf Bundesebene nicht mehr. Kostenlose Unterstützung bieten die Mittelstand-Digital Zentren; einzelne Länder fördern teils ebenfalls Beratung. Die Förderdatenbank des Bundes zeigt den aktuellen Stand.
Wo finde ich den aktuellen Förder-Überblick?
Eine zusammengefasste Übersicht der aktuellen Förderwege für ERP- und Digitalisierungs-Vorhaben finden Sie auf unserer Seite ERP-Förderung 2026.